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Weltreiseblog Overlandtour bei CO VAN KESSEL in Bangkok
Fahrradfahren in Bangkok – Eine sehr gute Idee

Auf dem Drahtesel durch Bangkok, da denkt jeder doch gleich an Selbstmord! Das meinten jedenfalls diejenigen, denen ich erzählte, dass ich in Thailands Moloch Fahrradfahren war. Alles Quatsch, Fahrradfahren in Bangkok ist nicht gefährlich und macht richtig spaß!

Fahrradfahren in Bangkok ist bestimmt eine der ungewöhnlichsten Dinge, die man in dieser Stadt unternehmen kann. Verständlicher Weise ist es für einen Besucher schwer sich in einer mehr als 1600 Quadratkilometer großen Stadt zu recht zu finden und daher habe ich mich für eine geführte Radtour entschieden.

Bangkok mal von einer anderen Seite sehen, das war der Reiz für mich, denn ich war jetzt schon so oft in Bangkok. Mit der Firma „Co van Kessel Bangkok Tours“ ging es dann auf zwei Touren. Dabei viel meine Wahl auf die „Co Classical Tour“ und die „Co by Night Tour“, die jeweils 3 Stunden dauern.

Die „Co Classical Tour“

Start der Co Classical Tour ist in China Town. Im Büro von Co van Kessel gibt es eine kurze Unterrichtung wie die Tour ablaufen wird. Zwei Guides werden uns begleiten und hierbei gibt es einmal den Leader und eine Art Hilfs-Guide. Der Leader führt die Gruppe an, zeigt den Weg und ist der Fremdenführer an den Sightseeingspunkten. Der Hilfs-Guide sichert als letzter Fahrer die Gruppe ab und falls jemand den Anschluss verliert sammelt er ihn ein und bringt ihn zur Gruppe zurück.

Wie gesagt ­– los ging es in China Town. Als erstes halten wir an einem alten chinesischen Tempel und hier gibt es einige interessante Informationen dazu. Die Fahrt geht weiter durch die kleinen Gassen von China Town, so dass manchmal der Pfad gerade so breit ist wie der Lenker. Ab und an geht es weiter auf etwas größeren Straßen und hier liegen Berge von Motoren oder Autoteilen herum. Autoschrauber nehmen hier alles auseinander und recyceln somit den ganzen Schrott. Allein dieses Bild ist für uns so etwas von ungewohnt und auch interessant. Der Geruch von Autoteilen und Altöl wechselt und wir kommen an den kleinen Essensmärkten vorbei, bevor wir den Duft von Blumen einatmen dürfen. Der Frische Duft der Natur kommt vom größten „Blumenmarkt (Pak Khlong Talat)“ und hier werden 24 Stunden am Tag Blumen gehandelt. Hier können wir leider nicht mit dem Fahrrad durchfahren und somit schieben wir die Räder durch die große Halle. Es ist der Wahnsinn – wie es hier riecht! Der Trubel ist nicht hektisch und die Thailänder gehen ihre Arbeit gelassen an. Es ist bunt und die Auswahl an Blumen und Gestecken ist riesig. Nach einer ganzen Zeit geht die Fahrt weiter zum Chao Phraya-Fluss, den wir dann mit einer kleinen Fähre überqueren.

Co van Kessel Bangkok Tours - Office in Bangkok

Co van Kessel Bangkok Tours – Office in Bangkok

Das Wat Kalayanamit während der Co Classical Tour

Das Wat Kalayanamit während der Co Classical Tour

Das nächste Sightseeing war der „Wat Kalayanamit“, das am gleichnamigen Pier liegt. Das Wat Kalayanamit wird von vielen Touristen, Guides und auch Einheimischen übersehen, obwohl es einen riesigen sitzenden goldenen Buddha hat. Unser Guide erzählte uns, dass dieser Tempel von einem chinesischen Geschäftsmann 1825 erbaut wurde und König Rama III erweiterte den Tempel um die chinesischen und thailändischen Gemeinschaft zu verbinden. Daher ist dies auch ein königlicher Tempel. Weiter ging es durch kleine Straßen und Gässchen und zwischen durch gab es Erfrischungen während der Tour.

Nach genau 11 Kilometern und 2:51 Stunden waren wir wieder zurück bei Co van Kessel Bangkok Tours und jeder hat es überlebt!

 

Die „Co by Night Tour“

Nach einer kurzen Pause hat sich eine neue kleine Gruppe zusammen gefunden, die bei Dunkelheit in Bangkok Fahrradfahren wollte. Wieder gab es eine kleine Unterweisung, während der Hilfs-Guide leuchtende Warnwesten verteilte. Bei der Abholung der Räder wurden noch schnell kleine Lichter angebracht und schon ging es los. Da die Gruppe nur ein Drittel der Nachmittag-Tour war, ging es gleich wesentlich schneller durch die Gassen, die auch noch kleiner wurden. Diesmal ging es wieder durch China Town, jedoch auf einer anderen Route. Die buntbeleuchteten Straßen von China Town sind einfach klasse und es macht Spaß im abendlichen Verkehr durch die Stadt zu fahren. Natürlich ging es wieder in den „Pak Khlong Talat Blumenmarkt“ und diesmal stellten wir die Fahrräder ab und liefen noch über den Markt und die angrenzenden Straßen. Es ist wirklich wunderschön diese Vielfalt von Blumen zu sehen. Jetzt war sogar noch mehr Betrieb als am Nachmittag. Die Erklärung lieferte dann unser Guide, als ich sie darauf ansprach, denn nachts sei es einfach kühler und daher besser für die Blumen – Logisch!

Weiter ging es; am „Saranrom Park“ vorbei zum großen Festgelände „Sanam Luang“ wo viel los war. Zwar gab es keine Veranstaltung, jedoch nutzen die Bangkokianer dieses Gelände um zu joggen oder Rad zu fahren, da es nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr so heiß ist. Übrigens haben wir dann noch den illuminierten „Grand Palace“ angesehen. Vom Grand Palace ist es nicht weit zum „Wat Pho“ und hier gab es wieder eine Überraschung für mich. Das Wat Pho kann man abends besuchen, jedoch ist nur der Außenbereich geöffnet. Auch hier war wieder das Licht das besondere, denn die vier Stupas der ersten vier Könige sind wunderschön bei Nacht. Hier erzählt uns unser Guide dann wieder, dass die ganzen chinesichen Statuen daher kamen, da früher viele Waren von Thailand nach China verschifft wurden. Da die Schiffe unbeladen den Rückweg nicht bewältigten konnten, haben die Chinesen aus diesem Grund die Schiffe mit Steinstatuen beladen und damit ein Teil der importierten Fracht bezahlt. Aus diesem Grund gibt es so viele chinesischen Statuen in Bangkok.

Rote Rosen in Bangkok | Der Blumenmarkt (Pak Khlong Talat) während der Co by Night Tour

Rote Rosen in Bangkok | Der Blumenmarkt (Pak Khlong Talat) während der Co by Night Tour

Das Wat Pho bei Nacht

Das Wat Pho bei Nacht

Weiter ging es und wir überquerten den Chao Phraya-Fluss um einen weiteren Teil zu erkunden. Wir fuhren jetzt wieder durch die Gassen, bis unser Guide wieder einmal Erfrischungsgetränke organisierte. Dazu lud sie uns an einer Garküche ein um ein leckeres Abendessen zusammen zu essen. Lecker war es! Danach ging es gestärkt auf den Rückweg und unterhalb des „Millennium Hilton Bangkok“ wollte ich ein Foto machen, als der Guide mir zurief „Achtung Schlange… sieht giftig aus!“ Upps, da lag doch tatsächlich eine Schlange. Ein Foto noch schnell gemacht und bloß weiter. Kurz darauf ging es wieder über den Chao Phraya-Fluss und durch China Town zurück zum Ausgangspunkt.

Nach 13.1 Kilometern und 3:08 Stunden ging eine tolle Tour zu Ende.

 

Mein Fazit

Mir haben beide Touren gut gefallen. Die „Co Classical Tour“ ist eher etwas für Familien, die mit ihren Kindern eine Fahrradtour machen möchten. Dadurch, dass die Gruppe etwas größer war, geht es langsamer voran. Also keine Angst die Tour schafft ihr locker.

Die „Co by Night Tour“ war für mich ganz klar der Hammer. Nachts sieht die Stadt mit ihrer Illumination einfach klasse aus und so komprimiert habe ich es noch nicht gesehen. Des Weiteren wurde auch schneller Fahrrad gefahren und das gefiel mir, denn etwas Bewegung ist immer gut.

Bei meinem nächsten Besuch werde ich auf jeden Fall die „Co All Day“ Tour machen. Dann geht es neun Stunden mit dem Fahrrad durch Bangkok und dabei wird auch der Zug, Skytrain und das Long-tail Boat benutzt. See you soon…

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Disclaimer: Meine Reise wurde unterstützt durch Co van Kessel Bangkok Tours. Alles was ihr hier gelesen habt ist meine eigene freie Meinung.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hallo…bin total begeistert, was für ein interessanter Blog. Vor allen Dingen auch sehr informativ und die wunderschönen Fotos dazu, bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht!

    • Hallo Eva,

      vielen Dank für dein Lob, es freut mich wenn es dir gefällt! Ja wie geht es weiter dieses Jahr…. Hmmm da bin ich noch in der Findungsphase wo es hingeht. Auf jeden Fall wird es wieder ein exotisches Reiseziel werden.

      Liebe Grüße
      Jens

  • Hallo Jens,

    tolle Idee , ich würde beide Touren beim nächsten mal inh Bangkok machen, danke für den Tip gruss Wolfgang
    PS : Wann kommst Du wieder nach Hause ..?

    • Hallo Wolfgang,

      ja die Touren kann ich nur empfehlen! War wirklich lustig. Ich bin wieder zu Hause und muss gleich (heute 1.12.) nach über 6 Monaten auf die Arbeit!

      Grüße Jens

  • Klasse, Jens, Super Idee. Auch wir sind in 14 Tagen wieder in Bangkok und haben Deinen Bericht sehr interessiert gelesen. Auch die Infos über Myanmar werden wir gespannt verfolgen, da sind wir im Januar. Noch eine weiterhin gute Reise wünscht Michael

    • Hallo Michael,

      ja Bangkok ist immer ein Stop wert und das mit dem Fahradfahren vielleicht noch ein kleiner Geheimtipp zur Zeit. Ich fand es mal super abwechslungsreich fernab der Touristenwegen zu sein!
      Und Myanmar…. da werd ich neidisch! Bagan und der Inleesee haben es mir angetan!! Genießt eure Zeit in Südostasien!
      Leider bin ich wieder in Deutschland und nach über einem halben Jahr muss ich doch tatsächlich heute in einer Woche wieder zurück zur Arbeit 🙁 Aber die nächste Reise kommt bestimmt!
      Liebe Grüße

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