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Santiago de Chile
Santiago de Chile

Nach wochenlangen Planungen, eifrigen Reisevorbereitungen, aufgeregtem Entgegenfiebern und zahlreichen Ankündigungen ist es nun endlich soweit wir sind in Südamerika, genauer gesagt in Santiago de Chile, angekommen!

Erster Eindruck von Santiago

Trommler in Santiago

Trommler in Santiago

Santiago empfängt uns mit warmen Sonnenstrahlen und Temperaturen um die 25 Grad. Nette Abwechslung zum doch noch frischen Deutschland! Die Menschen sind sehr freundlich, sind bemüht uns zu helfen und weisen uns stets darauf hin, unsere Taschen im Blick zu haben.

Auf die Kriminalität wurden wir schon vor Reiseantritt von allen Seiten vorbereitet. Als wir durch die Straßen schlendern, trage ich meine Kameratasche zwar vor dem Körper, aber unsicher fühle ich mich nicht. Einen kleinen Zwischenfall gibt es nach kurzer Zeit leider doch! Mein Bruder und ich schlendern an einer Straße entlang als wir auf einmal Spritzer am Arm fühlen. Wir können nicht ausmachen woher sie gekommen sein sollten, aber sie sind grau und stinken bestialisch! Wir nehmen die Taschentüchern von 2 netten Chilenen dankend an, die mir helfen, meinen Rücken trocken zu tupfen. Als sie versuchen, den Gurt meiner Kameratasche aus dem Weg zu kriegen, indem sie mir die Tasche abnehmen wollen und uns in Richtung ein paar Büschen ziehen, wird es mir endlich klar! Wir haben zum Glück gut reagiert und es ist nichts passiert, außer das mein Shirt und Hose auch nach mehrmaligem Waschen immer noch stinken. Ich kann mir vorstellen, dass mit dem Überraschungseffekt viele Touristen ihre Taschen so loswerden!

Neben diesem doch eher unschönen Eindruck sind vielmehr die zahlreichen positiven Eindrücke hervorzuheben! Das Zentrum der Stadt ist mit viele Häusern im Kolonialstil wunderschön. Die zahlreichen kleinen und voll gepackten Kiosks oder Zeitungsläden tragen zum besonderen Flair der Stadt bei. Doch bestimmen nicht nur die Gebäude die Atmosphäre der Stadt sondern viel mehr die Menschen. Im Treiben der Stadt fallen die „Decken-Händler“ auf. Sie breiten ihre variablen Ware (unter anderem Ladekabel, Kinderschuhe oder auch mal Snickers) auf ihrer Decke aus und preisen ihre Ware so lange laut an, bis die Polizei in Sichtweite ist. Dann geht alles ganz schnell: 4 Ecken der Decke zusammengerafft, über die Schulter geschwungen und einen neuen Platz gesucht. Abends begegnet uns auf den Heimweg eine Gruppe von ca. 25 Jugendlichen, die mit riesigen Trommeln durch die Fußgängerzone ziehen und eine unglaubliche Stimmung machen! Man hört sie schon von 500 Meter Entfernung trommeln. Nach und nach schließen sich noch andere Personen mit Feuerkugeln an. Was ein unerwartetes Erlebnis!

Das Zentrum der Stadt ist super zu Fuß zu erkunden und zahlreiche Parks, Plätze (u.a. Plaza de Armas) und kleine Cafés laden zum Leute gucken und entspannen ein. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind selbst erklärend und vor allen Dingen super billig. Den Weg vom Flughafen in die Innenstadt findest du leicht den richtigen Bus der gerade mal € 2,40 kostet.

Was man an 1 Tag Santiago gesehen haben muss

La Moneda

La Moneda

Natürlich hat jeder andere Präferenzen und ich werde am Ende der Reise nochmal in Santiago sein, weshalb ich mir keinen großen Stress gemacht habe, alles sehen zu müssen. Aber folgende Spots und Attraktionen würde ich dir empfehlen.

La Moneda – Das Regierungsgebäude

Mit einer RIESENGROSSEN (und ich meine wirklich riesigen!) auf der einen und mehreren kleinen chilenischen Flaggen auf der anderen Seite ist das Regierungsgebäude ein sehenswertes Gebäude. Alle zwei Tage findet hier um 10 Uhr die Wachablösung statt, die angeführt mit Marschmusik von einer Marschkapelle, einer zu Fuß und zu Pferd marschierenden Leibgarde und 2 abschließenden Hunden durchgeführt wird. Mit viel Musik, lautstarken Befehlen und Fersen zusammenschlagen und zahlreichen Gewehr und Lanzen hoch und wieder herunternehmen ist die Prozedur dann auch beendet.

Cerro San Cristóbal

Der große Berg mitten in der Stadt mit der Statue der Jungfrau Maria darauf, bietet einen großartigen Blick über ganz Santiago. Zu erreichen ist der Berg im Bellavista Viertel zu Fuß oder mit der Metro (Station Baquedano). Wir sind natürlich zu Fuß hoch (bei meiner sportlichen Familie kommt nichts anderes in Frage…), was mit 50 Minuten eine überschaubare Strecke ist. Alternativ gibt es auch eine Seilbahn und eine Art Zahnradbahn, die selbstverständlich ein wenig komfortabler sind. Oben angekommen kann auf den Stufen zur Marienstatue oder auf den grün angelegten Terrassenstufen des Amphitheaters der Ausblick kostenlos und so lange wie erwünscht genossen werden.

Kleine Alternative oder bei mehr Zeit eine nette Ergänzung: Cerro Santa Lucia

Ein kleiner Hügel am Rande des Zentrums der Stadt bietet nach einem 20 minütigen Aufstieg eine kleine Burganlage mit tollem Ausblick auf die herumliegenden Hochhäuser und die Anden in der Ferne.

Ein bisschen Kunst und Kultur

Museum der praekolumbischen Kunst

Museum der praekolumbischen Kunst

Wer auf Museen steht, und vor allem auf Kunst, darf sich das Chilenische Museum für präkolumbische Kunst nicht entgehen lassen. Detailreiche Ausstellungsstücke aus dem Alltag der Bewohner Südamerikas von der Zeit vor Kolumbus sind mit geschichtenerzählenden Symbolen und Figuren bemalt und zeigen die bunte und lebensfrohe Vergangenheit des Kontinents. Für nur einen Tag hätte ich mir im Nachhinein auf Empfehlung das Museum der Menschenrechte und der Vergangenheit lieber angeguckt, da es die jüngste Vergangenheit des Landes darstellt. Wie gut, dass ich nochmal in der Stadt bin!

Und hier noch ein paar Fotoimpressionen

 

Als erster Eindruck hat die Stadt Lust auf mehr gemacht und war so der ideale Einstieg in die Reise. Jetzt bin in gespannt, in die Natur Patagoniens einzutauchen und mich dem Stadtrummel zu entziehen!

Let’s travel!

 

Wer bin ich überhaupt und was mache ich?

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Elisa

Von März bis Juni war ich in Südamerika unterwegs und habe unglaubliche Abenteuer erlebt. Nach und nach werde ich von meinen ganzen Reisestorys berichten. Als blutige Blogger-Anfängerin freue ich mich darauf, dich auf mein Abenteuer mitzunehmen. Ich hoffe, meine Berichte wecken dein Fernweh und den dringenden Wunsch, sofort deinen Rucksack zu packen und loszuziehen. Ich würde mich freuen, wenn du uns auch auf Facebook, Instagram & Co. folgst. Viel Spaß beim Lesen!

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hey Elisa,

    danke für deinen schönen Bericht. Da ich 2018 meine Langzeitreise durch Südamerika auch in Chile starten möchte, bin ich sehr gespannt auf die weiteren Posts 🙂 Zum Glück habt ihr den Trick durchschaut.
    Viele liebe Grüße nach Südamerika.

    • Hi Stefanie, na dann hoffe ich, dass ich noch ein paar gute Tipps für dich habe 🙂 es gibt als nächstes noch einen weiteren Ort in Chile und dann bin erst wieder in Juni dort.
      LG Elisa

  • Hallo Elisa,

    wow es freut mich zu hören, dass ihr einen „guten“ Start hattet. Erst einmal Respekt, dass du das mit dem Abzockerangriff geschrieben hast und damit einen der ältesten Tricks der Gauner bekannt gemacht hast. Leider kommt das öfter in Südamerika vor und das auch in anderen Ländern. Was ich immer versuche zu erklären ist, wenn einem was widerfährt, was man nicht einordnen kann, oder so noch nie passiert ist, dann ist Obacht geboten. Lieber in so einer Situation mal auf hilfe von Fremden verzichten, und weggehen von diesem Ort. DIe Jacke ist eh versaut!
    Ich wünsche dir noch eine tolle Reise und bin gespannt auf den nächsten Bericht!

    • Hi Jens,
      Der Trick soll wohl auch mit einen Ketchup Brötchen funktionieren , also immer nach dem gleichen Schema! Aber Aufbau das Bauchgefühl verlassen geht meist gut und mit einer guten Vorwarnung und Erklärung auf jeden Fall
      LG Elisa

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