Backpacker Weltreise Blog OVERLANDTOUR
The Amphitheater | Northern Drakensberg
The Amphitheater | Northern Drakensberg

Das Amphitheater in den nördlichen Drakensbergen, genauer gesagt im Royal Natal Nationalpark ist ein Highlight von Südafrika. Das Amphitheater und der nördliche Teil der Drakensberge ist gut in eine Route durch Südafrika einzubinden, oder als Kurztrip von Johannesburg zu machen. Ich habe es als Dreitagestrip von Jo´burg aus gemacht, da ich nicht in der Stadt bleiben wollte, bis mein Flieger nach Deutschland ging.

Mit dem Mietwagen sind es gerade mal gemütliche 4 Stunden von Johannesburg aus. Ich fahre morgens los und bin Mittags dort. Die Autofahrt ist easy, denn wenn man erst einmal auf der Autobahn in Johannesburg ist, dann verläuft die N3 immer gerade aus bis Harrismith. Die letzten 60 Kilometer bis zum Backpacker geht es dann über die gut ausgebaute Landstraße R74, vorbei am „Sterkfontein Dam Nature Reserve“ an dem man kurz anhalten sollte und die Aussicht zu genießen.

Die Amphitheater Backpackers Lodge

Als ich vor zehn Jahren das erste Mal hier war, gab es gerade mal ein Gebäude. Jetzt ist es zu einem kleinen Dorf gewachsen. Leider sind die Preise auch gewachsen und für einen Backpacker etwas teuer, auch wenn es so etwas wie Jacuzzi, Sauna und Bouldering Cave gibt. Was mir gefällt an dem Backpacker ist die Lage, eine wundervolle Aussicht auf das Amphitheater und die wird noch besser, da ich ein Dorm im Obergeschoß der Türme zur Seite des Amphitheater hatte. Was auch sehr schön ist, dass man sein Zelt auf der großen Wiese aufbauen kann. Die Selbstversorgerküche ist gut ausgestattet und der Grillplatz auch super ­– für mich das Paradies. Das Restaurant ist nicht so besonders, da man Abends nur ein Drei-Gänge-Menu bestellen kann und dies auch zu teuer ist. Daher vorher einkaufen und dann grillen oder selber kochen!

Die angebotenen Touren

 

  • Die Amphitheater Tour

Wie schon vor zehn Jahren habe ich die Amphitheater Tour beim Backpacker gebucht, da ich nicht mit dem Mietwagen die schlechte Straße hoch zum „Sentinel Car Park“ fahren wollte. Dazu kommt der Guide, der den Weg genau kennt und dazu noch Informationen zur Wanderung von sich gibt. Übrigens war der Guide alleine schon wert die Tour mitzumachen, einfach ein klasse Unterhalter. Das Lunch-Paket ist eher dürftig, denn das Brötchen war eher ein Stein und kaum essbar. Naja, das hatte ich besser in Erinnerung von meinem letzten Besuch.
Fazit der Amphitheater Tour: Sehr empfehlenswert! Aussichten super, Guide super, Wanderung super

  • Die Lesotho Tour

Diese Tour ist nicht so besonders empfehlenswert. Ich fang mal an mit dem was mir gefallen hat. Ein Programmpunkt ist der Besuch einer Schule, die durch das Backpacker finanziell unterstützt wird. Durch diese Unterstützung können oder dürfen wir Touristen in der Umgebung etwas wandern. Das Dorf genießt dadurch mehr Unterstützung als vom eigenen Land, denn alle Schüler erhalten auch eine warme Mahlzeit am Tag von der Schule. Das fand ich super und daher war ich auch danach nicht enttäuscht über den Tourpreis. Die Tour an sich war eher langweilig und die Guides waren mit ihrem Witz, ihren Erklärungen und Freundlichkeit das Beste. Was mir gut gefallen hat, waren die Wandmalereien. Ansonsten war die Wanderung solala. Klar sind die Berge und die Landschaft schön, aber im Verhältnis zu den Kosten nichts anderes als die Berge auf der südafrikanischen Seite.
Fazit der Lesotho Tour: Nett, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Man sitzt zu lange im Auto, die Programmpunkte mit der Schule und der Besuch der Sangoma (traditionelle Heilerin) Frau ist nicht besonders interessant. Die Wanderung leider auch nicht.
Aus diesem Grund gibt es keinen Blogpost über diese Tour.

Die Amphitheater Tour

Die Schlucht nach oben - 30 Minuten Qual die sich lohnen bis zum Dach des Amphitheater

Die Schlucht nach oben – 30 Minuten Qual die sich lohnen bis zum Dach des Amphitheater

Morgens um 8 Uhr geht es los. Ohne Stress erreichen wir nach 1,5 Stunden den Sentinel Car Park. Unser Guide übernimmt es uns bei der Rangerstation einzutragen und kurz darauf geht es los. Nach ein paar Metern kommt der erste schöne Ausblick und unser Guide fängt an uns etwas über die Umgebung zu erklären. Ganz nebenbei gibt er freundlich aber bestimmt uns mit auf den Weg, dass wir weder eine Zigarettenkippe noch sonst irgendetwas an Müll auf der Tour liegen lassen dürfen. Schließlich seien wir in einem Nationalpark unterwegs und das Ökosystem könne dies nicht vertragen. Außerdem wer Verpackung auf den Berg tragen kann, kann die leere Verpackung auch wieder herunternehmen. Ich denke mir, genau meine Worte und finde diese Belehrung oder besser Klarstellung super.

Der Weg wird schmaler und im Zick-Zack geht es hintereinander den Berg hoch. Die Ansteigung ist nicht schlecht und die kleine Gruppe gut in form, so dass ich etwas ins Schnaufen komme. Immerhin beginnt die Tour am Sentinel Car Park schon auf 2555 Meter und es wird noch einiges nach oben gehen. Unser Guide ist topfit singt und erzählt ein paar lustige Storys, so dass es nicht langweilig wird. Die kurzen „Fotostopps“ kommen mir immer gelegen, so dass ich da mal kräftig durchschnaufen kann. Nach eineinhalb Stunden kommen wir an den Punkt, wo wir den Weg verlassen und eine Art Shortcut hoch auf den Gipfel hochlaufen. Die nächsten 30 Minuten quäle ich mich die Schlucht (engl. Gorge/Gully) hoch, ein Weg ist dies nicht, denn es geht über loses Geröll und Steine steil auf 216 Höhenmeter nach oben. Man muss aufpassen, dass man keine Steine lostritt, die dann die Schlucht runter purzeln, denn hinter dir kraxeln ja noch andere Leute aus der Gruppe hoch. Oben geht´s dann gleich nach Links, es ist wie auf dem Tafelberg, fast flach und die Aussicht eröffnet einen super Blick.

Als ich am Morgen aufstand und auf das Amphitheater blickte, lag kein Wölkchen über den Drakensbergen. Dazu kam, dass es total windstill war und hier oben auf 3100 Metern ist kein Luftzug zu spüren. Traumhaft!

Was für ein Ausblick! Eine der besten Wanderungen in Südafrika.

Was für ein Ausblick! Eine der besten Wanderungen in Südafrika.

Ich setze mich an die Abbruchkante, lasse meine Beine über den Abhang baumeln und hole mir mein Lunch-Paket aus dem Rucksack. Die Aussicht auf das Lowfield ist bombastisch und ich genieße den Moment. Es wird ruhig, scheinbar sind alle aus der Gruppe von dem Schauspiel überwältigt. Nach zwanzig Minuten, es ist mittlerweile 11.30 Uhr geht es weiter. Über das Plateau geht es nun zu den Tugela Falls, die wir nach einer Stunde erreichen. Die Tugela Falls sind die höchsten Wasserfälle Afrikas und die zweithöchsten in der Welt, denn der fünfstufige Wasserfall erreicht eine Höhe von 948 Metern. Hier oben auf dem Amphitheater entspringt der Tugela und der Orange River, während der Tugela Richtung Indischen Ozean fließt, fließt der Orange River Richtung Atlantik und bildet auf seinem Weg dann auch die Grenze zu Namibia. Es ist nicht viel Wasser zur Zeit da, daher ist der Wasserfall eher ein Wasserfällchen, dennoch ist es sehr schön.

Wir machen uns langsam auf den Rückweg, allerdings geht es nicht den selben Weg über die Schlucht zurück. Wir laufen weiter auf dem Plateau und kommen nach einer dreiviertel Stunde auf die andere Seite und der Blick auf die Provinz „Free State“ und Teile von Lesotho ist Atemberaubend. Die Berge nicht grau, sondern sehen eher grün und flauschig aus. So stelle ich mir eher Irland vor.

Auf der Spaß-Leiter ist wenig los, aber das macht richtig Spaß an der Wand zu hängen

Auf der Spaß-Leiter ist wenig los, aber das macht richtig Spaß an der Wand zu hängen

Der für mich spaßige Teil steht nun an. Die „Leitern“! Hier geht es in zwei Etappen jeweils ca. 20 Meter über Eisenleitern an der Felswand nach unten. Eine von den beiden Leitern wird auch als „Fun-Ladder“ (Spaß-Leiter) beschrieben, da sie freihängend ist. Die zweite Leiter liegt fest am Felsen. Ich entscheide mich für die Spaß-Leiter und klettere nach unten. Man kann jedem den Respekt oder etwas Angst im Gesicht ansehen. Es ist dennoch eine Mordsgaudi und nachdem jeder gesund unten angekommen ist, ist berauscht vom Adrenalin. Von hier ab geht es noch ein zwei Kurven am Berg entlang bis wir den Punkt der Schlucht erreichen und ab hier geht es auf dem gleichen Weg zurück zum Sentinel Car Park. Nach knapp fünf Stunden und 12 Kilometern ist eine wunderschöne Tour zu Ende. Es ist anstrengend, aber Strapazen lohnen sich und man wird reichlich beschenkt mit unglaublichen Ausblicken.

 

 

Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Südafrika:

Kennst du schon unsere weiteren Südafrika Artikel?

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann teile ihn, ich freue mich darüber! Oder möchtest du über neue Blogbeiträge informiert werden? Dann abonniere unseren Newsletter oder die RSS-Feeds.

Merken

Merken

über den Author siehe alle Posts Autor Webseite

Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hey Jens
    Ein sehr cooler Bericht!
    Ich bin gerade in Südafrika und überlege die Tour ebenfalls zu machen.
    Über wen hast du die gebucht? Ging die Amphitheater Backpackers Lodge?
    Grüße Lisa

    • Hallo Lisa,

      vielen Dank für dein tolles Feedback. Ja die Tour habe ich direkt im Amphitheater Backpacker gebucht. Der Backpacker ist sehr schön, aber das Essen dort recht teuer, kaufe was vorher ein und du kannst dort super selber kochen oder Grillen.
      Wünsche dir viel Spaß
      LG Jens

  • Vielen Dank für den Drakensberg Bericht – Kann man mit einem in Südafrika gemieteten Auti auch über Bitswana nach Zimbabwe an die Victoriafalls fahren ? Ich habe das Anfang der 80er mal mit eigenem Eagen gemacht

    • Hallo Franz,

      schön dass du ein Kommentar hinterlassen hast. Deine Frage zum Auto: Mit deinem eigenen Auto ist es kein Problem, allerdings musst du bei der Grenzüberschreitung dein Carnet vorlegen. Wenn du das mit einem Mietwagen machen möchtest, dann ist das eher schwierig. Machbar ist es dann, wenn der Autoverleiher dir das genehmigt und wenn wird es bestimmt nicht sehr günstig sein. Selber bin ich mit einem Mietwagen noch nicht über die Grenze gefahren, da mir das finananziell immer zu teuer war.
      Viele Grüße
      Jens

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

X
/* ]]> */
IMMER INFORMIERT WERDEN
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
sharing is caring
Weltreiseblog
Immer auf dem Laufenden bleiben!
  Ich hasse Spam, deine Email-Adresse wird niemals weitergegeben.
Kauf mir ein Smoothie
Jetzt dein kostenloses Ebook holen
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
8 HOTSPOTS | ARGENTINIEN & CHILE
Wenn du kein Mail bekommen hast,
 dann checke bitte deinen Spamordner.
Mein Reise Sabbatical
Jetzt eine Hanse Merkur Auslandskrankenversicherung online beantragen
Jetzt dein kostenloses Ebook holen
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
DER ARCHIPELAGO TRAIL | DAS SCHÄRENMEER
Wenn du kein Mail bekommen hast,
 dann checke bitte deinen Spamordner.