Backpacker Weltreise Blog OVERLANDTOUR

Kleines Vorwort: Ich habe mir wiedermal jeden Tag ein paar Notizen gemacht. Diese Notizen habe ich hier etwas überarbeitet wieder gegeben. In meinen Texten finden sich immer wieder mal Links zu Webseiten, auf den es zu diesem Thema noch ein paar Informationen gibt . Ich hoffe, dass alle Links funktionieren, ich werde diese nicht mehr überprüfen.
Ich war knapp drei Wochen unterwegs, davon zwei Wochen in Mosambik und ein paar Tage in Jo´burg und den Drakensbergen. Den Reisebericht von Mosambik findet ihr unter unter Urlaub >> Mosambik >> Mosambik April 2006. Alle Bilder können als digitale Postkarte versandt werden, dazu einfach auf das Bild klicken!

Do. 06.04.06 Der Flug
Die Fahrt zum Flughafen mit den öffentlichen Verkehrsmittel hat genauso lange gedauert wie das einchecken bei Emirates, 35 min. Um 15.15 soll der Flieger nach Dubai von Frankfurt raus gehen, aber leider klappt das Boarding nicht und wir haben 40 min. Verspätung. Dieses Schicksal wird mich noch öfters ereilen. Der Service bei Emirates, das Essen und das Entertainmentprogramm (ca. 25 Filme in mehreren Sprachen auch deutsch, 50 CD´s, 20 Videospiele und Radioprogramme) ist einfach klasse. Gegen 24.00 Uhr (Ortszeit) lande ich in Dubai, es ist sehr war und die Luftfeuchtigkeit recht hoch. Angeblich soll der Flughafen Dubai so toll sein, aber ich finde das nicht. Es ist ein lang gezogener Schlauch, mit einer großen Shoppingmeile in der Mitte. Die Preise, obwohl „Duty freeâ“, sind ca. 33% teurer als in Deutschland und das Essen & Trinken sind „unverschämtâ“ teuer. Da ich alleine reise bekomme ich noch ein Liegestuhl, der das Warten etwas erträglicher macht. Sehr viele Menschen liegen auf dem Boden und schlafen, es sieht fürchterlich aus und es ist recht dreckig. Das Boarding klappt wieder nicht und die Maschine hat 40 min. Verspätung.
Mein Fazit zum Airport Dubai: Für dieses Land ist es eine Zumutung!

Fr. 07.04.06 Ankunft in Johannesburg
Um 10.25 Uhr soll in Jo´burg ankommen, aber die Maschine hat noch 20 min. Verspätung. Da mich Natalie um 11.30 abholen will, war dies schon nicht gut. Bei der Immigration ging es auch nicht voran, da scheinbar 4 Maschinen aus Europa gelandet waren. Gegen 11.30 kam meine Tasche raus, so dass ich gleich Richtung Terminal 2 gelaufen bin, wo ich abgeholt werden sollte. Fünf Minuten später fuhr Natalie vor und lud mich ein. Das klappte dann ja wie am Schnürchen.

So. 09.04.06 Apartheidmuseum in Jo´burg
Heute unternehme ich was mit meinem Freund Olaf und seinem kleinen Sohn Ben. Wir fahren zusammen in das Apartheidmuseum. Das Museum ist sehr groß und besser als das „District 6 Museumâ“ in Cape Town. Es ist sehr interessant, aber nach 2 ½ Stunden sind wir gegangen, da es für den kleinen Ben etwas langweilig wurde. Ich denke, dass man gut 4-6 Stunden dort verbringen kann. Das Museum ist sehr empfehlenswert. Danach sind wir noch etwas über den B&B Markt in der 6th Ave in Sandton gelaufen. Dort gibt es tolle Sachen. Jetzt folgen erst zwei Wochen Mosambik und dann geht es unten weiter mit den Drakensbergen…..

24.04.06 Auf zum Amphitheater
So jetzt geht es in die Drakensberge. Nachdem ich verzweifelt die Autobahn in Jo´burg nach Durban gesucht habe, bin ich sicher gegen 13.15 Uhr im Amphitheater Backpacker angekommen. Ich habe mein Bett bezogen und mich für den Trip auf das Dach des Amphitheater eingetragen. Mal sehen, ob der Trip in den nächsten zwei, drei Tagen zustande kommt, es müssen mindesten drei Personen sein. Den Nachmittag habe ich genutzt, um in Himmelsville einzukaufen. Den Rest des Tages habe ich dann noch etwas relaxt.

25.04.06 Gorge Pad (Wanderweg)
Eigentlich wollte ich heute auf das Dach des Amphitheaters, aber wie es das Schicksal so will melden sich zu wenig Leute an. OK, dann gehe ich den „Gorge Padâ“ zu den Füßen des Tugela Falls. Im Internet habe ich bereits über die Wanderung gelesen und der Weg soll toll und die Aussicht noch besser sein. Ich fahre gegen 7.00 Uhr los zum Golden National Park. Hier war ich auch schon mal bei meiner letzten Reise. Von dort aus gibt es viele Wanderwege. Der Tugela oder auch Gorge Walk ist ca. 21 km lang und auf den ersten km ist er auch wirklich ein schöner Wanderweg. Vorab schon mal: Man sollte immer die Uhr im Blick behalten, damit man nicht bei Dunkelheit absteigen muss, der Park schließt auch um 18.00 Uhr. Ich bin um 8.15 Uhr los gelaufen und war um 17.35 Uhr zurück. Die Wanderkarte kostet zur Zeit 40 Rand, ist aber nicht so gut zu gebrauchen. Tipp: Fragt lieber mal in eurem Camp, Backpacker oder Hostel nach, da bekommt man meistens eine gute Wegbeschreibung für 5 Rand. Wenn man vom Parkplatz (nicht beim Touristeninformation), sondern weiter links beim Busparkplatz am Grillplatz vorbei. Man läuft dann den Weg direkt am Fluss lang bis zu einer kleinen Holzbrücke. Den Fluss darauf nach links überqueren und dann geht es ein paar Meter wieder zurück, Dies ist aber richtig.
Danach könnt ihr nicht mehr falsch laufen, es gibt auch keine Beschilderung mehr! Jetzt kommt der angenehme Teil, bis ihr auf eine Schild „Dangerous Rocksâ“ kommt. Ab hier kann man jetzt nur über die Steine des Flusses springen und laufen um weiter zukommen. Irgendwann gabelt sich der Weg und ihr seht einen weisen Pfeil auf einer Steinwand, der nach links zeigt. Dort seht ihr auch eine kleine Leiter. Links laufen ist falsch, aber das habe ich erst am Ende des Weges gemerkt, da er irgendwann einfach aufhört. Das hat mich ca. 1 Std. gekostet. Da ich immer noch keine Karte habe laufe ich zurück und sehe neben diesem Pfeil rechts noch die andere Leiter, die ich gesucht hatte. Warum die mir nicht gleich aufgefallen ist??? Naja! Zu diesem Zeitpunkt stand noch ein Pärchen mit mir unten an der Leiter, aber sie wollten nicht hoch klettern. Ich hatte auch mal was von einem „Tunnelâ“ gelesen, aber diesen bis jetzt noch nicht gefunden. Als ich die Leiter überwunden hatte, kam gleich die nächste Hürde! An einem Drahtseil und Baumwurzeln kletterte ich also noch einen Felsen hoch (runter ging es zum Glück einfacher als gedacht). Oben angekommen schaute mich ein Mann an und sagt zu mir „Hey, still such a mad personâ“. Ich sagt zu ihm, na klar, wenn man schon hier ist! Wie schon vorher erwähnt meinte das Schicksal es gut mit mir. Der Mann hieß Karl und kam nach dem Krieg von Deutschland nach SA und lebte seit dem in Jo´burg. Karl ist 67 und wir liefen dann zusammen weiter. Alleine wäre er und ich auch nicht nach oben gegangen, da der Weg über die Steine und Felsen recht anstrengen war. Karl hatte auch diese Wegbeschreibung dabei, die aber auch völlig reichte. Es ist auch noch viel einfacher, denn nach der Leiter müsst ihr euch immer nur rechts am Fluss halten und hoch laufen, das ist alles! Wir sind dann noch ca. 2 Std. Hochgelaufen um den Wasserfall zu sehen. Leider war es sehr wolkig und als wir an einer Gablung ankamen, sagten wir, ok jetzt machen wir Rast und gehen dann zurück. Man kann bestimmt noch höher gehen, aber wir haben den Wasserfall gesehen, da das Schicksal es mit uns wieder gut gemeint hatte und die Wolken sich verzogen. Der Ausblick hier, wie schon beim ganzen Aufstieg ist wunderschön, einfach überwältigend. Um 13.30 Uhr sind wir dann wieder runter gegangen, da wir immer die Zeit gemessen hatten, wussten wir, wie lange wir brauchten. Nach unten dauert es bis zur Leiter fast genauso lang wie rauf, ist aber nicht so anstrengend. Das liegt auch daran, dass man sich immer wieder einen Weg über die Steine suchen muss. Nach dem wir den Draht und die Leiter bewältigt hatten, habe ich auch den „Tunnelâ“ gefunden, der ist einfach rechts neben der Leiter den Fluss hinauf. Im Sommer kann man hier durch laufen und ist bestimmt eine schöne Abkühlung. Ich habe es nicht gemacht, da mir das Wasser und die Außentemperatur etwas zu kalt war. Es ist ja auch schon Herbst. Danach ist der Abstieg zum Parkplatz ein Spaziergang, aber doch recht weit. Ich war pünktlich zum Sonnenuntergang am Auto und bin erschöpft in den Backpacker gefahren.
Noch Eins für Karl! Vielen Dank für den tollen Tag, deine Hilfe und dem vielen Spaß!

Mi.26.04.06 Auf das Dach des Amphitheater
Heute erfülle ich mir meinen Traum! The Top of the Amphitheater! Und wie das Schicksal will, habe ich einen super Tag erwischt. Das Wetter ist phantastisch. Die Tour vom Backpacker findet statt, da sich 8 Personen angemeldet haben. Ab 3 Personen findet eine Tour statt. Karl hatte mir am Vortag eine Wegbeschreibung erklärt, wie ich mit dem Auto hinkomme und wie ich laufen muss, aber ich würde jedem abraten alleine zugehen. Wenn man zu dritt ist und den Weg halbwegs kennt, kann man auch alleine gehen. Wir starten am Backpacker gegen 8.00 Uhr und fahren ca. 1,5 Std. bis zum Sentimental Peak Parkplatz (ca. 2600m). Von dort aus geht es los. Der Weg ist recht angenehm zu laufen im ersten Teil, wenn man sich etwas Zeit nimmt ist er auch gar nicht so anstrengen. Etwas Kondition sollte man aber schon haben, ein Sonntagssparziergang ist es nicht. Der Weg ist ist nicht sehr breit und sehr steinig. Der Abgrund meistens nur einwenig daneben. Man sollte damit schon klar kommen, da es ansonsten recht unangenehm für jemanden werden kann. Wir laufen bis zum Gully hoch, Der Gully ist eine kleine Klamm, die etwa 250m hoch ist und zum Dach des Amphitheater führt. Hier ist es sehr steil und mit vielen losen Steinen auch etwas gefährlich. Nach ca. 20 Min. quälen ist man dann oben und kann beim Lunch die Aussicht über das Amphitheater genießen. Es ist traumhaft und das Wetter einfach klasse, so toll habe ich es nicht erwartet! Von dort aus geht es weiter an die Tugela-Falls.
Angeblich der zweithöchste Wasserfall der Welt und der höchste in Afrika. Die Zeit auf dem Amphitheater war wunderschön. Zurück ging es dann über die „Leiternâ“, die recht lustig sind. Es ist einfacher als es aussieht, jedoch sollte man auch hier keine große Höhenangst haben! Der Abstieg von diesem Punkt aus bis zum Parkplatz dauerte ca. 70 Min.. Auf dem Weg trafen wir einen Südafrikaner, der sich uns angeschlossen hatte, dies sollte noch unser Glück sein, da der VW-Bus den Heimweg nicht mehr so recht wollte. Nachdem der VW-Bus erst nicht angesprungen ist, ist er dann noch am Berg liegen geblieben. Der Mann hat uns dann mit seinem BMW X5 den Berg hochgezogen und uns noch soweit der Weg gleich war verfolgt um uns im Fall der Fälle zu helfen. Der Bus war doch recht fertig, vor allem der Motor. Wir kamen dann mit Bus gegen 19.30 Uhr im Backpacker an. Es war ein wunderbarer Tag und einer der Besten in meinem Leben! Ich kann die Tour nur jedem empfehlen!

Do. 27.04.06 Auf der N3 zurück nach Jo´burg
Heute fahre ich zurück nach Jo´burg um noch ein paar Tage mit Olaf und Natalie zu verbringen. Es ist Feiertag „Freedom Dayâ“ und die Autobahn Richtung Durban total überfüllt. Bei Harrysmith, wo ich auf die N3 auffahren will sind gerade alle Autobahnzufahrten gesperrt und ein Chaos bricht in der Kleinstadt aus. Laut Radio sollen 4 Trucks und 10 Autos verunfallt sein. Die Polizei leitet mich netterweise dann auch die Autobahn Richtung Durban, obwohl das die falsche Richtung ist. Ich drehe an der nächsten Möglichkeit um und fahre einfach Richtung Jo´burg. Komisch da war kein Unfall, warum die die Autobahn gesperrt hatten blieb mir unerklärlich. Nach 1 Std. fahrt, gibt es die nächste Vollsperrung auf der N3. Wieder sind drei LKW´s ineinander gefahren. Gegen Nachmittag bin ich sicher in Jo´burg angekommen und in zwei Tagen geht es heim.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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