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Auf dem Lake Ba Be – Vietnam
Auf dem Lake Ba Be – Vietnam

Auf meiner Reise hab ich gelernt, dass Nichts ohne Grund passiert, manche würden es vielleicht auch Schicksal nennen. Gestern war ein Scheißtag! Albans Verbrennung sieht nicht gut aus und kann in die Kategorie „Verbrennung dritten Grades“ eingestuft werden, über die Platten lachen wir zwar heute nur noch, aber das Ziel von gestern liegt noch vor uns. Unser Gastgeber in der Unterkunft spricht ein wenig englisch und macht uns nicht viel Hoffnung, dass wir mit den Motorrädern unser Ziel erreichen. Wir bedanken uns ihm für die Auskunft, jedoch ist für uns klar, dass wir in der uns verbleibenden Zeit die Strecke nicht zurückfahren können. Wir kommen zu dem Schluss – Ein Weg gibt’s immer!

Bevor wir die Rucksäcke festschnallen wir noch einmal getankt, wer weiß wo die nächste Tankstelle ist du wo es langgehen wird. Wir kommen nicht weit, denn fast jeder den wir treffen warnt uns vor dem Weg. Als wir das Dorf verlassen überqueren wir eine Brücke, unter uns ein ruhiger Fluss. Am anderen Ende der Brücke gibt es zwei Möglichkeiten weiterzufahren. Wir stoppen und holen unsere Straßenkarte raus. In diesem Moment kommt ein älterer Mann mit seinem Sohn zu uns und fragt, wo wir hinwollen. Da er nur vietnamesisch spricht, zeigen wir mit dem Finger auf die Karte und zeigen in die jeweilige Richtung der zwei Straßen. Der Mann fuchtelt mit seinen Händen hin und her und gibt uns eindeutig zu verstehen, dass es nicht möglich ist dort hin zufahren. Albane und ich schauen uns an und wahrscheinlich dachten wir das Selbe. Was soll jetzt noch passieren!?

Unerwartet steht das Glück vor Einem

In diesem Moment lernen wir Beiden eine neue Lektion beim Reisen – Hilfe kommt immer, wenn man sie nicht mehr erwartet. Bei uns war es der Sohn des Vietnamesen, der ganze zwei englische Wörter raus bekam, die wir erst nicht verstanden. „Ship….Boat….Ship….Boat“ und zeigte immer mit seinen Finger auf den Fluss. Er meinte, dass wir die verschüttete Straße per Boot flussaufwärts umfahren sollten! Was für eine klasse Idee, wir bedankten uns fuhren die 500 Meter zurück zu unserer Unterkunft.

Unser Herbergsvater schaute schon komisch, als wir wieder vor sein Haus fuhren. Wir erklärten ihm, dass wir ein Boot brauchen, das uns flussaufwärts bringen solle. Die Idee fand er gut und telefonierte los. Nach 45 Minuten brachte er uns zur Anlegestelle. Die befand sich an der Brücke und der Weg dahin war halsbrecherisch. Nun warteten wir auf unser Boot, das uns abholen sollte.

Mit dem Boot geht´s flussaufwärts

Auf dem Weg zum Lake Ba Be

Jetzt geht es auf den Fluss

Das Boot brachte uns ca. vier Kilometer flussaufwärts. Erst beim Abladeversuch beim bemerkte ich, dass unser Bootsführer halbseitig gelähmt war. Ich konnte es gar nicht fassen, wie er mit unserem Herbergsvater die Motorräder überhaupt verladen konnte. Gerade meine Maschine war sau schwer wir und ich hatte alle Mühe sie mit ihm an Land zu bringen. Der Mann hat meinen vollen Respekt, bei dieser Behinderung, solch eine Arbeit zu machen und dabei immer noch nett zu lächeln. Wir  bedankten uns bei ihm und bezahlten den vereinbarten Preis.

Jetzt standen Albane und ich wirklich im Dschungel. Eine Straße Fehlanzeige. Ein Weg Fehlanzeige. Ein kleiner Pfad durch Sträucher zeigte uns den Weg und mir kam jetzt nur noch ein Gedanken in den Kopf – Bloß keinen Platten jetzt! Kurzdarauf erreichten wir einen kleinen Weg, der etwas besser war. Da es nur diesen Weg gab führen wir weiter, ein paar Hütten standen rund und ein paar einheimische Kinder winkten uns zu. Albane wollte auf den Lake und dann noch den Dau Dang Wasserfall und die Dong Poung Höhle besichtigen.

Leider hatte Albane aber keine richtige Ahnung wo diese beiden Besichtigungen waren, aber wie war das noch einmal? Es passiert nichts ohne Grund! Der kleine Weg führte uns direkt zum Dau Dang Wasserfall, der nämlich am Wegesrand lag. Wir stellten unsere Motorräder ab und liefen den Weg zum Wasserfall runter. Hier begegnete uns doch eine amerikanische Touristin, hatten wir seit Tagen nicht mehr gesehen. Sie fragte uns wie wir da seinen und als wir meinten mit dem Motorrad schaute sie uns an, als wären wir vom anderen Stern. Naja sie musste ja an unseren Motorrädern vorbei, somit wird sie dann gemerkt haben, dass es stimmte. Der Wasserfall an sich war jetzt nicht so spektakulär, so dass wir schnell weiter fuhren.

Mit dem Motorrad über den Lake Ba Be

Auf dem Boot über den Lake Ba Be

Auf dem Boot über den Lake Ba Be

Weiter ging es und wir stellten schnell fest, dass wir uns auf so einer Art Insel befinden mussten. Für ein Weiterkommen mussten wir uns wieder ein Boot organisieren, da wir jetzt auf dem Lake Ba Be unsere Reise fortsetzten mussten. Die Verhandlungen waren schwierig um einen anständigen Preis zu verhandeln, aber mit ein wenig Geduld klappte auch dies. Die Motorräder wurden wieder auf das Boot verladen und so ging es weiter über den Lake Ba Be. Wir machen dem Bootsführer klar, dass wir gerne die Dong Poung Höhle besichtigen wollten und so fuhr er uns dort hin. So tuckerten wir gemütlich eineinhalb Stunden zur Höhle hin. Ich genoss diese Ruhe, die nur durch das monotone Geräusch des Motors gestört wurde und beobachte die Libellen im Flug neben unserem Boot.

Als wir dann samt Motorrädern in die Dong Poung Höhle einfuhren über kam mich schon ein komisches Gefühl. Albane hatte dies wohl auch, denn als wir ganz alleine durch die Höhle liefen um diese zu bestaunen kam ein kurzes Gespräch auf. Wir waren Beide der Meinung, dass der heutige Tag schon so extrem war, so wie wir heute vorangekommen sind, das kannten wir nur aus Reportagen des Fernsehen! Entweder sind dies Expeditionen, die im Vorhinein super geplant sind, oder irgendwelche Extremtraveler sind.

Nach der Besichtigung der Höhle ging es dann weiter über den Lake Ba Be Richtung Anlegestelle für die Touristen. Die Fahrt dauert nochmals eine gute Stunde und es wurde uns nicht langweilig bei dieser wunderschönen Umgebung. Ab hier trafen wir dann wieder auf Touristen, jedoch nur vietnamesische. Als wir unsere Motorräder an Land brachten staunten diese nicht schlecht. Nach unserer Karte hatten wir noch ein gutes Stück vor uns, da wir noch Richtung chinesische Grenze, nach Cao Bang, wollten. Gegen 21.30 Uhr erreichten wir unser Ziel.

 

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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