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Der rote City Sightseeing Doppeldeckerbus
Der rote City Sightseeing Doppeldeckerbus

Zwischenstopp in Johannesburg! Was machen? Ich wollte unbedingt wieder mal nach Johannesburg, denn in den letzten acht Jahren habe ich es nicht in den Norden von Südafrika geschafft. Damals war es so gefährlich und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon großen Respekt vor der Stadt habe. Am Bahnhof „Park Station“ hatte ich schon ein unangenehmes Gefühl als ich nach Einbruch der Dunkelheit ankam. Zum Glück kam ich schadlos ins Hostel, aber ein ungutes Gefühl war ständig mit dabei. Ich buchte dort zwei Nächte und wollte wenigstens einen Tag etwas von Johannesburg sehen. Da es nicht besonders ratsam ist durch Johannesburg zu laufen, habe ich mich für die Fahrt im roten Hop-On Hop-Off City Sightseeing Bus entschieden.

Park Station – Start der Hop – On Hop-Off Tour

Park Station - Bahnhof von Jo´burg und Haltepunkt 1 vom City Sightseeing Bus

Park Station – Bahnhof von Jo´burg und Haltepunkt 1 vom City Sightseeing Bus

Im Hostel bestelle ich mir ein Uber Taxi und fahre damit zur Park Station. Das Büro des City Sightseeing Bus ist direkt am Haupteingang des Bahnhofs an der „Wolmarans Street“. Da ich mich am Vorabend sehr unsicher am Bahnhof gefühlt habe ist es jetzt um 9 Uhr morgens kein Problem dort herumzulaufen. Ich bekomme ruckzuck mein Ticket und laufe zum Bus, der auf der Wolmarans Street schon auf mich wartet. Es gibt 11 Hop-On Hop-Off haltestellen, an denen ich aussteigen kann. Da ich noch die „Soweto-Tour“ noch mitmachen möchte entscheide ich mich für folgende Punkte um die Attraktionen dort zu erkunden:

  • Start Haltepunkt 1 – City Sightseeing office at Gautrain Park Station
  • Haltepunkt 3 – James Hall Museum of Transport
  • Haltepunkt 4 – Gold Reef City Casino (Umsteigen auf die Soweto-Tour)
  • Haltepunkt 4 – Extra Soweto-Tour (Dauer 2 Stunden)
  • Haltepunkt 7 – Newtown Precinct
  • Haltepunkt 8 – Newtown Junction Mall
  • Ende Haltepunkt 1 – City Sightseeing office at Gautrain Park Station

Ich setze mich oben in den Open-Air Bereich des Doppeldeckerbusses und merke, dass ich meine Mütze vergessen habe. Mist, denn die Sonne brennt obwohl einige Wolken am Himmel sind. Ich stecke meinen Kopfhörer ein und wähle „Deutsch“ aus und somit erhalte ich während der Fahrt einige Informationen über die Gebäude, Plätze und Menschen, die hier gelebt haben. Sehr interessant finde ich, dass Gandhi 1893 nach Südafrika kam und dort die Rassendiskriminierung zu spüren kam. Daraufhin engagierte er sich 21 Jahre als Rechtsanwalt gegen diese Diskriminierung bevor 1914 Südafrika für immer verließ.

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Haltepunkt 3 – James Hall Museum of Transport

Haltepunkt 3 - James Hall Museum of Transport

Haltepunkt 3 – James Hall Museum of Transport

Wenn man nichts erwartet, dann ist die Überraschung groß wenn ein WOW wie aus dem Nichts erscheint. Genau das hatte ich, als ich das „James Hall Museum of Transport“ erkundete.

Der erste Eindruck auf das Gelände und den Eingang versprach nicht viel und ich dachte, dass ich den nächsten Bus in 30 Minuten zur Weiterfahrt nutzen werde. Am Eingang steht ein ältere Herr, der mich nett begrüßt und mir mitteilt, dass der Besuch kostenfrei ist. Das Museum würde sich aber über eine Spende freuen und ich gebe ihm eine Kleinigkeit.

Ich starte im ersten Stock des Eingangsgebäudes und sehe alte Pferdewagen, die sehen gut aus aber hauen mich jetzt nicht aus den Socken. Die Runde endet wieder im Erdgeschoss und die ersten alten Autos stehen dort. Ich laufe weiter und komme in die nächste Halle und bin beeindruckt von den vielen alten Autos die dort stehen. Ich bin wirklich beeindruckt und verstehe nach dem ich über das Freigelände mit Landmaschinen, Feuerwehrautos und weiteren alten Autos in die nächste Halle komme, dass das Museum das größte seiner Art in Südafrika ist.

Die jetzige Halle ist der Knaller! Hier stehen alte Doppeldeckerbusse und Doppeldeckerstraßenbahnen aus längst vergangen Zeiten. Hier bin ich wirklich begeistert und merke, dass ich hier schon fast eine Stunde unterwegs bin. Da ich noch nach Soweto weiter möchte muss ich los um meine Tour heute noch zu beenden. Diesen Stop kann ich nur jedem empfehlen, es gibt wirklich viel zusehen!

Eins ist noch zu beachten: Montags ist das Museum geschlossen, von Dienstag bis Freitag ist es von 9.00 bis 16.30 Uhr und am Wochenende von 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16.30 Uhr geöffnet.

Haltepunkt 4 – Extra Soweto-Tour (Dauer 2 Stunden)

Hector Pieterson Memorial in Orlando West - Soweto

Hector Pieterson Memorial in Orlando West – Soweto

Nach gerade mal 20 Minuten im roten Doppeldeckerbus stieg ich am Haltepunkt 4 „Gold Reef City“ aus um meinen Abstecher nach Soweto zu starten. Mit der „Soweto Extension Tour“ ging es dann weiter für die nächsten zwei Stunden nach Soweto. Hier am Haltepunkt wird der Bus gewechselt. Vom großen Doppeldecker geht es in den kleinen roten Minibus, der schon auf uns wartet.

Nach Soweto wollte ich schon immer einmal und bin gespannt auf das was kommen wird. In den nächsten zwei Stunden kommen wir an folgenden Punkten vorbei: FNB Stadium, Chris Hani Baragwanath Hospital, Bara Taxi Rank, Orlando Towers, Orlando Stadium, Hector Pieterson Memorial in Orlando West und dem Mandela House. Es ist mir schon klar, dass zwei Stunden Soweto nur ankratzen können, denn die Zeit ist viel zu kurz. Diese Tour gibt einen schönen Überblick über das was man mit mehr Zeit in Soweto besichtigen kann.

Zuerst steuern wir mit unserem kleinen Minibus das FNB Stadium an. Das Stadion hat eine Kapazität von 95000 Plätzen und ist von außen schön anzusehen und gewaltig groß. Es bleibt auch beim Ansehen, wir halten und machen nur einen Fotostop. Auf der Fahrt zu den Orlando Towers kommen wir am Chris Hani Baragwanath Hospital und dem Bara Taxi Rank vorbei. Aus dem Bus können wir ein Foto machen und unser Guide erzählt uns immer dazu die wichtigsten Fakten. Das macht er super und vor allem interessant. Kurz vor den Orlando Towers halten wir wieder zu einem Fotostop. Hier in den alten Kühltürmen können einige Aktivitäten wie z.B. Bungeejumping, Swinging und Freefall gemacht werden. Ich denke, dass Adrenalinjunkies hier voll auf ihre Kosten kommen. Hier kann man bestimmt einige Zeit verbringen – das nächste Mal dann!

Es geht weiter zum Hector Pieterson Memorial. Dieser Stop ist für mich der Interessantester, denn es ist ein geschichtsträchtiger Ort. Unser Guide übergibt uns an einen anderen Guide, der uns das Memorial mit der dazugehöriger Geschichte um Hector Pieterson erklärt. Hier sieht man dann auch, dass sehr viele Touristen an diesen Platz kommen.

Gerademal 600 Meter entfernt liegt das Mandela House und der Touristenwahnsinn nimmt seinen Lauf. Hier in der kleinen Vilakazi Street steht das Haus in dem die Familie Mandela einst wohnte. Es ist zu einem Museum ausgebaut und ich finde diesen Ort nicht besonders gelungen. Die Führung ist sehr langweilig, die Dame ist nicht gerade ambitioniert bei ihrer Arbeit und kurz ist sie dazu. Eine Massenabfertigung! Ich bin froh, dass wir weiter zum letzten Punkt der Tour, dem Kliptown Open Air Museum, fahren. Das Museum symbolisiert „the birthplace of our constitution“ und ist recht schnell besucht. Damit wir pünktlich am Haltepunkt 4 „Gold Reef City“ zurück sind machen wir uns auf den Rückweg, denn der rote Doppeldeckerbus wartet dort schon auf uns.

Haltepunkt 7 – Newtown Precinct

SAB WORLD OF BEER – Das Blacl Label ist lecker – Johannesburg

SAB WORLD OF BEER (South African Breweries) – Das Black Label hat geschmeckt

Ich habe Durst und somit kommt mir mein nächster Haltepunkt gerade recht. Vor zehn Jahren war ich schon einmal hier und habe die Führung bei der South African Breweries mitgemacht. Dieses Mal habe ich dafür keine Zeit und als ich ankam hatte diese schon begonnen. Somit kaufe ich mir zwei Coupons und begebe mich in die Bar um zwei leckere „Black Label“ zu trinken. Die halbe Stunde Pause bei der „SAB WORLD OF BEER“ vergeht wie im Flug bis der nächsten Bus mich wieder einsammelt.

Haltepunkt 8 – Newtown Junction Mall

Es dämmert schon langsam und somit wage ich mich nicht alleine die Gegend an der Newtown Junction Mall zu erkunden. So beschränkt sich mein Radius nur auf die Shopping Mall, die recht langweilig ist. Ich kaufe mir im Supermarkt noch ein paar Sachen für meinen Abendessen im Hostel ein und warte dann schon auf den letzten Bus, der mich zurück an meinen Ausgangspunkt der Park Station bringt. Dort ist es bereits dunkel und so wie ich gekommen bin fahre ich wieder zurück in mein Hostel.

Mein Fazit zum City Sightseeing Bus in Johannesburg. Ich sag es ganz klar, Johannesburg ist eine Stadt, die sehr interessant ist. Jedoch herscht dort auch ein sehr hohes Gefahrenpotenzial für Touristen. Ich habe kaum einen anderen Tourist in der Zeit getroffen, der nicht überfallen und ausgeraubt wurde, wenn er alleine durch die Stadt lief. Ich selber habe die Stadt so gut wie nicht selbstständig erkundet, sondern bin sicher mit dem roten Bus gefahren. Normalerweise würde ich auch noch dazu selber losziehen, aber ich muss nichts herausfordern. Es gibt noch viele andere Punkte, die auf der Route liegen, die bestimmt noch sehr interessant sind. Daher denke ich, dass man mit dem 2 Tage-Combo inkl. der Soweto Tour einen guten Überblick bekommt und dazu noch recht sicher. Für ein Stopover in Johannesburg ist der City Sightseeing Bus eine tolle Sache.

 

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von City Sightseeing Johannesburg.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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