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Die Reisfelder bei Sa Pá
Die Reisfelder bei Sa Pá

Bei der Ankunft in Sa Pá bin ich jetzt „fast“ 750 km unfallfrei durch ein authentisches Vietnam gekommen, aber hier komme ich mir ein wenig vor wie auf der Khaosan Road in Bangkok. Ok, ganz so schlimm ist es nicht, aber mich wundert es schon, dass mir sogar Apfelwein angepriesen wird.

Ein billiges Hotel ist schnell gefunden und es gibt sogar WIFI. Daran ist messbar, dass viele Touristen hier her kommen. Während ich kurzerhand das WIFI ausnutze und macht sich Alban auf die Suche nach einem Lokal, dass von Einheimischen besucht wird. Wir verabreden uns dann für eine Stunde später am Marktplatz.

Als ich Albane traf hatte sie schon Hunger und ein super Lokal ausfindig gemacht. Als wir das Lokal betraten, waren wir die einzigen Ausländer. Die ca. 50 anwesenden Vietnamesen nahmen uns erst mal gar nicht wahr, da scheinbar eine Feier stattfand. Wir bestellten Getränke und als diese vom Kellner gebracht wurden auch das Essen. Jetzt wurden wir erst richtig bemerkt. Das Essen wurde von den Feiernden einfach abbestellt und wir wurden zum feiern eingeladen. Albane saß sofort bei den Frauen und ich hatte schneller ein Schnaps in der Hand, als ein Stuhl unter dem Hintern und fand mich bei den Herren wieder.

Bevor ich die Schälchen mit allerlei vietnamesischen Essen bekam, musste ich noch drei Schnäpse trinken. Attacke….  Ein paar von ihnen konnten gebrochen Englisch und als ich erklärte, dass ich aus Deutschland kam, bekam ich gleich noch ein paar Schnäpse ausgegeben. Zwei Minuten später stand dann ein Mann vor mir, der hier die Rechnung bezahlte. Er sprach mich auf Deutsch an und erzählte mir, dass er vor dreißig Jahren in Leipzig studiert hatte. Heute feiert er hier mit seinen Mitarbeitern und ist ganz aus dem Häuschen, dass er wieder Deutsch reden kann. Ich verstehe aber nur jedes dritte Wort, aber das kann auch an seinem Schnapskonsum liegen.

Nachdem wir vollgestopft worden sind, ziehen unsere Gastgeber uns auf die Tanzfläche, die durch beiseiteschieben der Tische entsteht. Auf die Frage, ob ich mit Albane verheiratet sei, wurde ein Nein nicht gewertet und die Hochzeit hätte ihnen zufolge sofort vollzogen werden sollen. Zum Glück wurde die Musik auf ein unerträgliches Maß aufgedreht und bei komischen Technoklängen konnte keiner sein Wort mehr hören. So tanzen hier 20 Vietnamesen völlig willenlos zu Technoklängen und zwei Europäer konnten sich dessen nicht entziehen. Plötzlich, es war genau 21 oder 22 Uhr wurde die Musik mitten im Lied ausgeschaltet und die „besoffene Gesellschaft“ verabschiedete sich und verließ das Lokal. Wir standen da und wussten gar nicht was los war. Scheinbar gibt es wohl so eine Art „Sperrstunde“! Vor der Tür bedanke sich dann der Chef noch für unseren Besuch und hofft bestimmt noch bis heute, dass wir zwei heiraten werden.

Die Wanderung durch die Reisterrassen von Sa Pá

Auf der Wanderung die H’Mong Frauen

Auf der Wanderung die H’Mong Frauen

Das ca. 1600 über den Meeresspiegel liegende Sa Pá ist berühmt für die wunderschönen Reisterrassen und schon früh erkannten die Franzosen das angenehme Klima dort. Schon damals wurde dieser Ort zu Erholung genutzt. Albane und ich wollten eine kleine Bergtour unternehmen, zwar nicht den höchsten Berg von Vietnam, den Fan Si Pan (3143m), aber etwas Bewegung nach dem vielen Sitzen auf dem Motorrad. Als wir in Sa Pá ankam buchten wir eine Tour für den nächsten Tag. Nach dem Frühstück warteten wir, dass uns jemand im Hotel abholte, leider kam keiner und nach einer Stunde Verspätung stand ein Guide mit 15 Leuten vor unserem Hotel. Verdutzt schauten wir uns an, da wir dachten mit dem Auto abgeholt zu werden.

Die Tour war dann eher ein gemütlicher Spaziergang durch die angrenzenden Reisterrassen, als die von uns gewünschte Wanderung. Der Sparziergang war recht nett, allerdings folgten uns auf Schritt und Tritt ein paar H’Mong Frauen, die in ihren Trachten nett anzusehen waren. Erst dachte ich, dass diese zum Programm gehören. Aber weit gefehlt, sie laufen einfach mit bis zum nächsten Dorf und wollen Souvenirs verkaufen. Im nächsten Dorf werden sie dann durch die H’Mong-Frauen des Ortes ersetzt. Scheinbar gibt es wohl Gebietsgrenzen zum Souvenirverkauf!

Nach vier Stunden waren wir zurück im Hotel. Wir hatten zwar noch eine Nacht gebucht, aber noch nicht bezahlt. So fragten wir, ob wir sofort auschecken konnten. Ein kurzes ja und schon saßen wir wieder auf unseren Motorrädern und verließen den Touristenort.

 

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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