Backpacker Weltreise Blog OVERLANDTOUR

Die „Serengeti darf nicht sterben“, so hieß 1959 die Kinodokumentation von Dr. Bernhard und Michael Grzimek, der über die Anfänge des Serengeti-Nationalparks in Tansania erzählt. Heute müssen sich alle Besucher noch bei diesen zwei Tierforschern bedanken, dass wir diese Tierwelt noch besuchen können.

Um 7 Uhr morgens sitzen wir Drei schon im Frühstückszelt des Karatu Forest Tented Camp und unser Koch hat wieder volle Arbeit geleistet. Soviel kann ich gar nicht essen, aber es schmeckt wieder prima. Nach dem Frühstück packen wir alle schnell zusammen und sitzen im Jeep auf dem Weg in die Serengeti.

Am Eingang der Serengeti holt unser Fahrer Witson die Permits. Nach einer ganzen Weile kommt Witson zurück und wir haben schon feststellen können, dass hier viel los ist. Bevor es auf Game Drive geht fahren wir in das Overnight Camp. Während wir die Zelte aufbauen, richtet unser Koch schon den leckeren Lunch her.

Auf zur Großwildjagd mit der Kompaktkamera

Endlich geht es los und ab in den Jeep. In der Serengeti sind die Besucher alle bewaffnet mit den unterschiedlichsten Kamerasystemen in den unterschiedlichsten Preisligen. Ich zücke meine kleine Kompaktkamera und weis genau, dass ich damit nicht die perfektesten Bilder schießen werde – Mir fehlt leider dazu der Zoom.

Unsere Fahrt geht vom Camp aus immer weiter in die Serengeti rein. Die vielen Geländewagen vom Eingang haben sich verstreut. Die Landschaft ist wunderschön und die Beobachtung der Tiere macht spaß. Besonders fällt mir auf, dass es sehr viele Elefanten und Löwen gibt. Besonders viele Löwen denke ich und so schieße ich einige Bilder von faul in der Sonne liegenden Löwen. Nach einigen Stunden geht der Game Drive langsam zu Ende und wir fahren wieder zurück in das Overnight Camp.

Sonnenuntergang in der Serengeti

Sonnenuntergang in der Serengeti

Auf dem Weg wird es noch einmal traumhaft, denn die Sonne spielt jetzt ihre ganze Farbenpracht von gelb bis rot aus. Im Hintergrund steigen Heißluftballons auf und runden mit der Landschaft das Bild ab.

Als wir im Overnight Camp ankommen ist es bereits fast dunkel und schon recht kalt. Die Sanitären Anlagen sind jetzt nicht besonders einladend, was soll´s wir sind auf Safari! Unser Koch hat sich wieder ins Zeug gelegt und ein leckeres Essen auf seinem Gaskocher gezaubert! Nach dem Essen verschwinden wir recht schnell ins Zelt um erstens der Kälte im Schlafsack zu entkommen und zweitens früh zu schlafen, weil es am Morgen um 5 Uhr schon wieder auf Safari geht.

Den Löwen beim Frühstück zusehen

Brrrr ist es kalt beim aufstehen und ein heißer Tee kommt da gerade recht. Im Jeep wird es dann auch richtig kalt, denn das Beobachtungsdach ist geöffnet für den Fall der Fälle. Leider fahren wir bestimmt zwei Stunden herum und sehen nicht sehr viel. Die Sonne ist aufgegangen und es wird ganz langsam wärmer, bis es uns heiß wird – Wir treffen Löwen an. Scheinbar haben die Löwen gerade ein Zebra geschlagen und lassen sich jetzt das Frühstück schmecken. Wir sind nicht die einzigen Besucher, die die Löwen entdeckt haben und langsam stehen neben den Löwen 10-12 Autos, was den Löwen überhaupt nicht stört. Lustig sind dabei auch die kleinen „Jackels“, die immer mal wieder ganz frech versuchen den Löwen einen Happen zu klauen.

Eine weitere spaßige Begegnung mit einem Löwenrudel haben wir dann noch. In einer recht kleinen Schlammpfütze wollen die Löwen sich eine Schlammpackung abholen. Die Schlammpackung kühlt scheinbar und hält dazu noch die Parasiten vom Fell ab. Jedenfalls waren die eingesauten Löwen dann ein Hingucker.

Hippo Pool in der Serengeti - Tansania

Hippo Pool in der Serengeti – Tansania

Am Hippo-Pool wurde es dann für die Nase sehr unangenehm. Der Wasserstand war schon um einiges gesunken und da die Hippo´s ihren Pool höchstens in der Nacht verlassen scheißen sie ihn halt voll. Es stinkt bis zum Himmel. Nach einigen Minuten zieht es uns dann weiter um wieder frische Luft zu bekommen. Es geht schon gegen die Mittagszeit und wir machen uns auf zum Overnight Camp um dort unsere Zelte abzubrechen. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder an ein paar Löwen vorbei, die gerade ein Zebra verspeisen und schauen eine Weile zu.

Im Camp bauen wir unsere Zelte ab und verladen diese im Jeep. Danach gibt es Lunch bevor wir uns auf den Weg zum Ngorongoro Crater und dem Simba Camp machen.

 

Ab in den Ngorongoro Crater

Der Blick in den Ngorongoro Crater

Der Blick in den Ngorongoro Crater

Der „Ngorongoro Crater“ ist eine „Conservation Area“ (Naturschutzgebiet) und somit kein Nationalpark. Der Unterschied liegt darin, dass es erlaubt ist in einer „Conservation Area“ zu leben. Das macht natürlich kein normaler Afrikaner, sondern nur die Massai. Die Massai sind das Leben mit den wilden Tieren gewohnt und somit gehören sie auch zu dem Landschaftsbild. Die Massai sind eine halbnomadische Volksgruppe und haben große Viehherden, die wiederum die ganze Steppe abgrasen. Dies fällt besonders auf, wenn man die Serengeti verlässt, denn direkt nach dem Einfahrtstor ist die Wiese braun, vertrocknet und bis auf die Graswurzel abgefressen. Ich denke, dass dies in den nächsten Jahren ein größeres Problem geben wird, wenn es noch mehr Rinder bei den Massai geben wird, denn ein Rind ist dort eben ein Statussymbol und zeigt die Stellung des Massai an.

Zurück zu unserem Besuch im Ngorongoro Crater. Das Simba Camp liegt ungefähr auf einer Höhe von 1600 Metern, so dass es in der Nacht bei ca. 10° Grad ziemlich kalt war. Wie jeden Tag gab es ein gutes Frühstück und der heiße Tee war bei der Kälte einfach wunderbar. Nachts kamen auch noch ein paar Elefanten und Affen ins Camp, jedoch ist das kein Problem solange man im Zelt bleibt. Bei Christina und Dani fühlten sich die Affen recht wohl, da sie sich direkt vor ihrem Zelt gemütlich machten und deren Füße wärmten.

Die Fahrt durch den Ngorongoro Crater begann dann auch wieder bei ungemütlichen Temperaturen und jeder war froh eine Mütze dabeigehabt zu haben. Auch hier wurden wir wieder reichlich mit vielen Tieren beschert und die Zeit bis zum Mittag verflog nur so. Gegen 13 Uhr waren wir dann wieder im Simba Camp und bauten unsere Zelte ab, bevor es zum letzten Lunch ging. Unser Koch gab noch einmal alles und verwöhnte uns mit Suppe und einem leckeren Auflauf. Danach ging es dann wieder über Arusha nach Moshi in die Weru Weru River Lodge. Dort wo unsere Safari begann, endete sie dann wieder und jeder von uns Dreien freute sich schon auf eine warme Dusche und ein wundervolles Bett.

Vielen Dank an unseren Fahrer Witson von KAT-Moshi, der immer umsichtig, sicher und ruhig uns die vier Tage chaufiert hat.

 

Kennst du schon unsere weiteren Tansania Artikel?

Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Tansania:

Disclaimer: Meine Reise wurde unterstützt durch KAT-Moshi in Zusammenarbeit mit der Weru Weru River Lodge

Merken

Merken

über den Author siehe alle Posts Autor Webseite

Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ist zwar schon 14 Jahre her, dass ich das letzte mal da war (und ich war damals auch erst 14), aber wir standen damals auch(?) am Grab von Bernhard und Michael Grzimek. Das ist ja direkt oben auf dem Kraterrand. War echt beeindruckend.

    Schöner Bericht! 🙂

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

X
/* ]]> */
IMMER INFORMIERT WERDEN
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
sharing is caring
Weltreiseblog
Immer auf dem Laufenden bleiben!
  Ich hasse Spam, deine Email-Adresse wird niemals weitergegeben.
Kauf mir ein Smoothie
Jetzt dein kostenloses Ebook holen
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
8 HOTSPOTS | ARGENTINIEN & CHILE
Wenn du kein Mail bekommen hast,
 dann checke bitte deinen Spamordner.
Mein Reise Sabbatical
Jetzt eine Hanse Merkur Auslandskrankenversicherung online beantragen
Jetzt dein kostenloses Ebook holen
Deine Emailadresse und Name werden nicht weitergegeben!
DER ARCHIPELAGO TRAIL | DAS SCHÄRENMEER
Wenn du kein Mail bekommen hast,
 dann checke bitte deinen Spamordner.