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Erta Ale – Der brodelnde Vulkan - Äthiopien
Erta Ale – Der brodelnde Vulkan

Auf zum Feuerberg nach Äthiopien – Dem Erta Ale

Es gibt ja verschiedene Reisearten und auch Reiseziele. Dem Erta Ale einen Besuch abzustatten gehört wahrscheinlich nicht bei jedem auf der Urlaubswunschliste. Ich habe ein paar Bilder des brodelnden Vulkans vor ein paar Jahren gesehen und war schon damals begeistert. Leider gab es Anfang 2012 einen Überfall direkt am Krater des Vulkans und es kamen damals fünf Touristen ums Leben. Seit dem werden die Touristen vom Militär beschützt wenn sie die Nacht oben verbringen. Ein Restrisiko besteht jedoch immer, auch wenn ich mich während meinem Besuch immer sicher gefühlt habe. Es ist halt keine Kreuzschifffahrt, wobei 2012 auch kein gutes Jahr für diesen Tourismuszweig war.

Erta Ale – Der brodelnde Vulkan

Erta Ale – Der brodelnde Vulkan - Äthiopien

Der Weg zum Erta Ale ist sehr steinig

Erta Ale“ bedeutet bei den Afar „der rauchende Berg“ und gehört zu einen der sonderbarsten Vulkanen der Welt. Mein Guide meinte zu mir, dass bis 1957 der Erta Ale ein ganz normal inaktiver Vulkan gewesen sei, bis er zu diesem Zeitpunkt ausbrach. Selber konnte ich das Datum nicht verifizieren, jedoch ist er wohl 2002, 2005 und 2010 sehr aktiv gewesen, so dass man ihn zu dieser Zeit nicht besuchen konnte.

Jetzt ist der Erta Ale einer unter vier oder fünf Vulkanen weltweit, die mit seinem Lavaseeaktivitäten und kleinen Explosionen seine Besucher verzückt. Dazu hat er als Einziger einen permanenten Lavasee in seinem Krater.

Die Besteigung des Erta Ale

Die letzten 10 Kilometer geht es zu Fuß

Die letzten 10 Kilometer geht es zu Fuß

Es sind 45° Grad im Schatten, jedoch gibt es nichts das diesen spenden könnte. Es ist heiß und der Weg zum Krater ca. 10 Kilometer weit. Den 80 Kilometer weit entfernten Ausgangspunkt Dadom erreichen wir nach einer fünfstündigen Fahrt über Sandpisten und Lavafelder. Besonders das Lavafeld macht die Fahrt nicht zur Sonntagsausflugsfahrt. Wir passieren dort auch einige Afardörfer, die in dieser lebensfeindlichen Umgebung leben. Es ist schon verrückt, wie sich hier Menschen ansiedeln können.

Am Ausgangspunkt gibt es dann noch einmal einen heißen Tee, statt einer kalten Cola und die Witze „wann kommt der Eismann vorbei“ machen die Runde. Die Campingausrüstung für die Nacht auf dem Erta Ale wird auf Kamele verladen und gegen 17 Uhr geht es dann los auf den Vulkan. Für die 10 Kilometer und ca. 500 Höhenmeter zum 613 Meter hohen Kraterrand sollen wir ca. 3 Stunden brauchen.

Die ersten 1 ½ Stunden laufen wir bei Tageslicht und die Temperaturen ändern sich nicht. Erst als die Sonne untergegangen ist und wir mit den Taschenlampen nur noch die nächsten Schritte erkennen können, bringt der jetzt kälter werdende Wind eine Abkühlung die wir auch benötigen. Die Konzentration lässt nach und jeder Schritt sollte sitzen, damit man oben ankommt. Nach drei Stunden ist es dann geschafft, wir sind am Ziel angekommen und ich bin total fertig.

So rot und heiß ist nur die Lava

Erta Ale - Der brodelnde Vulkan

Erta Ale – Der brodelnde Vulkan

Vom Kraterrand geht es herab in den Schlund des Vulkans und die Hoffnung die uns bleibt, dass der Vulkan jetzt nicht wieder ausbrechen wird. Nach guten hundert Metern stehen wir am nächsten Kraterrand und keine 10 Meter weiter erstreckt sich ein ca. 1 km2 großer Krater voll mit flüssiger Lava.

Es ist stockdunkel und nur durch das leuchtend rote Magma und deren Explosionen erhellt sich der Krater. Ein verrückter Anblick, denn erst reist die feste Lavasteinplatte auf bevor die flüssige Magma diese langsam auffrisst. Reißen größerer Felder auf so spürt man am Kraterrand die Hitze der 1200° Grad heißen Lava. Hinsetzen ist nicht angesagt, da überall kleine Lavastückchen so groß wie Stecknadelköpfe herumliegen, die zwar nicht mehr leuchten, aber dafür noch heiß sind. Nach einer Stunde des Staunens geht es zurück zum Nachtlager und morgens um 4 Uhr wird das Lavaschaupiel zum Sonnenaufgang beobachtet. Besonders hier ergibt sich für kurze Zeit ein tolles Bild, denn mit der Helligkeit wird auch die Umgebung sichtbar und somit kommt noch mehr Farbe ins Bild des Betrachters.

Ein unvergessliches Ereignis geht zu Ende und die Strapazen des Trips lösen sich in Zufriedenheit auf. Wer wirklich etwas Außergewöhnliches sehen möchte, der sollte den Erta Ale besteigen.

 

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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