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Felsenkirche Madonna della Corona am Gardasee – Der Guide für Anfahrt & Besuch

Die Felsenkirche Madonna della Corona - Gardasee
Die Felsenkirche Madonna della Corona - Gardasee

Ist die Felsenkirche Madonna della Corona am Gardasee ein Geheimtipp? Ich würde behaupten, dass es am Gardasee keine Geheimtipps mehr gibt, aber die Madonna della Corona liegt etwas Abseits im Hinterland vom Gardasee und hier wird es keine Touristenmassen wie zum Beispiel in Sirmione geben. Alleine das ist schon ein Grund, der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Italiens ein Besuch abzustatten.

Anfahrt zur Felsenkirche: So kommst du nach Spiazzi

Mit dem Auto ist die Anfahrt recht einfach! Gib bei Google Maps einfach den Ort “Spiazzi” ein. Vom Gardasee aus (z. B. ab Torri del Benaco oder Castelletto) sind es ca. 35 Kilometer und die Fahrt über die kurvigen Straßen ins Hinterland dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Ausgangspunkt am Ostufer können auch Orte wie Malcesine sein, von wo aus du der Uferstraße SR249 Richtung Süden bis nach Caprino Veronese folgst und dort in Richtung Spiazzi abbiegst.

Anreise mit dem ÖPNV (Buslinie 476)

Wer nicht mit dem Auto fahren möchte, kann die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen: Du kannst bequem in Garda mit der Buslinie 476 bis nach Spiazzi fahren und von der Haltestelle aus direkt loslaufen.

Parken in Spiazzi: Parkplätze & GPS-Koordinaten

Der Parkplatz im Ort Spiazzi

Der Parkplatz im Ort Spiazzi

Das Bergdorf Spiazzi ist nicht sehr groß und du wirst bei der Ankunft ohne Probleme an den Parkmöglichkeiten vorbeifahren. Es gibt im Wesentlichen zwei große Optionen: den ersten großen Parkplatz sowie weitere Stellplätze am Hotel Stella Alpina. Ich persönlich stand auf dem ersten Parkplatz [Parcheggio libero | GPS 45°38’53.1″N 10°51’08.4″E].

Der Fußweg: Über den Pilgerweg zur Felsenkirche Madonna della Corona

Blick ins Etschtal vom Pilgerweg zur Felsenkirche Madonna della Corona am Gardasee

Blick ins Etschtal vom Pilgerweg zur Felsenkirche Madonna della Corona am Gardasee

Der Weg zum Wallfahrtsort beginnt direkt am Parkplatz in Spiazzi und von einer klassischen Wanderung kann hier keine Rede sein, da es nur ca. 800 Meter bis zur Felsenkirche Madonna della Corona sind. Von einem reinen Spaziergang würde ich allerdings auch nicht sprechen wollen, da der Weg (Pilgerweg) kontinuierlich und recht steil bergab geht.
Wir folgen der schmalen Straße, auf der auch der Shuttle-Bus fährt, und laufen bergab. Die Aussicht in das dahinterliegende Etschtal ist sehr schön und gleichzeitig eine wunderbare Abwechslung zum Gardasee. Auf dem Pilgerweg befinden sich einige Skulpturen und Figuren, die den Kreuzweg symbolisieren. Dazu kommst du noch an zwei kleinen Höhlen vorbei, in denen ebenfalls Jesus- und Marienfiguren zu bestaunen sind. Keine halbe Stunde später erreichen wir die Felsenkirche.
Es gibt noch eine Art Abkürzung runter zur Felsenkirche: Kurz nach dem Beginn der schmalen Straße geht rechts eine Treppe ab, die einmal quer nach unten läuft. Damit sparst du mindestens die Hälfte des Weges. Ich habe diese Abkürzung auf dem Rückweg gewählt, da mir die Asphaltstraße bergauf zu steil war und die Stufen angenehmer zu laufen waren.

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Der Shuttle-Bus (Linie 499) von Spiazzi zur Felsenkirche

Die Buslinie 499 in Spiazzi zur Felsenkirche

Die Buslinie 499 in Spiazzi zur Felsenkirche

Knie und Ausdauer schonend erreichst du die Felsenkirche Madonna della Corona mit dem Shuttle-Service (Linie 499) von dem kleinen Örtchen Spiazzi. Der kleine Shuttle-Bus startet nur ein paar Meter vom Parkplatz entfernt an der Haltestelle „Spiazzi I“ und bringt dich in 8 Minuten runter zur Wallfahrtskirche. Eine weitere Haltestelle „Albergo Stella Alpina“ gibt es noch am Alpin Hotel, wo es auch noch Parkplätze gibt.

Shuttle-Bus zur Felsenkirche: Fahrzeiten & Preise

Der Shuttle-Bus fährt an Wochentagen alle 30 Minuten und an Sonn- und Feiertagen alle 15 Minuten. Den genauen Fahrplan gibt es hier auf der Webseite des Busanbieters.

Fahrscheinpreise:

  • Hin- u. Rückfahrkarte € 3,00 [Stand 2021]

Highlights & Besonderheiten der Felsenkirche am Gardasee

Die Pietà - die Marienfigur mit dem Leichnam Jesu auf den Knien

Die Pietà – die Marienfigur mit dem Leichnam Jesu auf den Knien (Wallfahrtsort am Gardasee)


Der Abstecher ins Hinterland beginnt an der Küste des Gardesee von Brenzone sul Lago di Garda. Mit dem Auto sind es ca. 40 Kilometer und eine Dreiviertelstunde bis zur Wallfahrtskirche Madonna della Corona. Nach dem kurzen Sparziergang runter zur Felsenkirche, erreiche ich die untere Bushaltestelle und von hieraus wird die Madonna della Corona das erste Mal in ihrer vollen Pracht sichtbar. Es sind nur noch ein paar Schritte, bis ich die höchstgelegenen Wallfahrtskirche Italiens erreiche. Sie liegt auf einer Höhe von 773 Metern und die Besonderheiten sind, dass sie zum Einen direkt in oder an die Felswand gebaut wurde und es eine Marienfigur mit dem Leichnam Jesu auf den Knien gibt. Es geht am Felsen entlang, erst kommt eine Art Wirtschaftshaus, dann ein kleines Café bevor ich am unteren Ende der Heiligen Treppe (Scala Santa) zur Wallfahrtskirche stehe. Die „Scala Santa“ wurde ebenfalls direkt in den Felsen gehauen und soll angeblich eine Reproduktion der Treppe in Rom aus dem Palast des Pontius Pilatus sein. Der Blick von mir fällt auf das Kirchenportal mit dem Malteserkreuz, bevor ich in die Kirche eintrete. Es ist unverkennbar, dass die Kirche mit dem Felsen verschmolzen ist, denn die West- und Teile der Nordwand bestehen weitestgehend aus dem Felsgestein des Berges.
Die Wand hinter dem Altar der Madonna della Corona ist ungewöhnlich und zieht meine Blicke an. Sind das Geweihe oder Schnitzereien? Was bedeutet diese? Hier findet sich der Grund, warum die Felsenkirche eine Wallfahrtskirche wurde, denn die Marienfigur mit dem Leichnam Jesu auf den Knien (Pietà) wird von einer Dornenkrone und fünf Engelsgruppen umgeben. Ich fand diese Wand beindruckend und alleine dafür ist die Kirche schon ein Besuch wert. Die Wallfahrtskirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut, jedoch soll es dort bereits ab dem 12. Jahrhundert eine Einsiedlerkirche gegeben haben. Im Jahre 1982 wurde der Kirche der Titel „Basilica minor“ zugesprochen und am 17. April 1988 besuchte Papst Johannes Paul II. den Wallfahrtsort und betete zur Madonna.

Öffnungszeiten der Felsenkirche Madonna della Corona

  • April bis Oktober: 7.00 Uhr bis 19.30 Uhr
  • November bis März: 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Fazit: Lohnt sich der Ausflug zur Felsenkirche am Gardasee?

Den Besuch der Madonna della Corona möchte ich nicht missen, denn erstens sind Felsenkirchen immer etwas Besonderes, dann der ungewöhnliche Altar und zum guten Schluss fand ich es auch sehr angenehm dem Gardasee kurz zu entfliehen. Wer mit dem Auto an der Ostseite des Gardasees ist, der kann ohne Probleme einen Abstecher machen.
Warst du schon einmal an der Felsenkirche oder möchtest sie besuchen? Dann würde ich mich über deine Meinung und einen Kommentar freuen.

Reiseführer Gardasee

Die Bilder vom Wallfahrtsort der Felsenkirche Madonna della Corona

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Über den Autor

Jens Lüdicke

Ich bin Jens – Reiseblogger, Weltreisender und leidenschaftlicher Backpacker. Seit 2004 entdecke ich die Welt auf eigene Faust – von Afrika über Südamerika bis Südostasien – und teile auf Overlandtour.de ausschließlich meine echten Erfahrungen.
Meine Reiseberichte basieren auf persönlichen Erlebnissen, intensiver Recherche und vielen Stunden Arbeit, damit du ehrliche, praxisnahe Tipps für deine eigene Reise bekommst – besonders im Budgetbereich.
Mit über 20 Jahren Reiseerfahrung möchte ich dich inspirieren, selbst loszuziehen und die Welt abseits der typischen Touristenpfade zu entdecken.

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