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Das Geisterdorf „Campo di Brenzone“ am Gardasee

Das mittelalterliche Geisterdorf Campo di Brenzone am Gardasee: Das Campo di Brenzone von oben
Das Campo di Brenzone von oben

Es gibt ein Geisterdorf am Gardasee? Als wir dies hörten, war klar, das wollen wir uns ansehen. Die Wanderung zum mittelalterlichen Geisterdorf „Campo di Brenzone“ starten wir nicht unten im Dorf Marniga, eine der 16 Orte der Gemeinde Brenzone, sondern in der Via S. Pietro. Irgendwie hat uns GoogleMaps dorthin gelotst. Dass die Wanderung zu einem kurzen Sparziergang wurde, ahnten wir bis dahin nicht.

Auf zum mittelalterlichen Geisterdorf Campo di Brenzone

Das mittelalterliche Geisterdorf Campo di Brenzone am Gardasee: Auf einem alten Maultierpfad geht es zum Geisterdorf am Gardasee

Auf einem alten Maultierpfad geht es zum Geisterdorf am Gardasee

Das mittelalterliche Geisterdorf (Campo Borgo Medievale) ist mit dem Auto nicht direkt erreichbar, sondern nur per Fuß. Als wir in der Via. S Pietro starteten, war es bereits kurz vor 17 Uhr und wir wussten nicht wie weit das Geisterdorf Campo di Brenzone entfernt ist. Die Beschilderung, klärte uns schnell auf, dass es nicht weit ist. Keine 25 Minuten später erreichen wir das Geisterdorf Campo di Brenzone. Der Weg führte uns auf einem alten Maultierpfad, vorbei an Olivenhainen, immer leicht den Berg hinauf. Anstrengend war es nicht, denn das GPS gab gerade einmal 600 Meter vom Parkplatz in der Via S. Pietro an.
Wer von ganz unten in Marniga aus startet, der wird wohl eine Stunde bis zum Geisterdorf Campo di Brenzone benötigen.

Das Geisterdorf Campo di Brenzone (Campo Borgo Medievale)

Das mittelalterliche Geisterdorf Campo di Brenzone am Gardasee: Ein paar Impressionen aus dem mittelalterlichen Geisterdorf

Ein paar Impressionen aus dem mittelalterlichen Geisterdorf

Der Ort „Campo“ lag früher strategisch günstig an der Verbindung von Castelletto di Brenzone nach Prada auf einer Anhöhe 227 Meter über dem Gardasee. Der ganze ehemalige Ort Campo di Brenzone, der schon im Jahre 1023 erwähnt wurde, ist heute denkmalgeschützt und 2006 wurde eine Stiftung zum Erhalt des Dorfes gegründet. Heute gehören der Stiftung 60% der Häuser in dem Geisterdorf, die diese erhalten möchte. Zwei Häuser wurden schon wiederhergestellt, in denen Künstler ihre Werke ausstellen können. Es gibt immer wiedermal eine Veranstaltung dort. Bis in die 1950er Jahre war das Dorf noch bewohnt, heute sollen angeblich noch zwei Familien oder Personen dort wohnen, allerdings habe ich niemanden gesehen. Zwei kleine Häuser sehen noch bewohnt aus und ich dachte eher dabei an ein Freilichtmuseum. Manchmal soll man dort auch etwas zu trinken bekommen, vielleicht hast du bei deinem Besuch mehr Glück als wir. Die kleinen engen Gassen, Steinbögen und Portale des Geisterdorfs runden das Erkunden von Campo di Brenzone ab. Das kleine I-Pünktchen ist die kleine Kirche namens San Pietro in Vincoli aus dem 13. Jahrhundert. Die Fresken von 1358 wurden bereits restauriert und zeigen die Jungfrau Maria und einige Heilige, die von den damaligen Bewohnern verehrt wurde.

Mein Fazit: Keine Geister gefunden, aber einen wunderschönen Ort

Am Gardasee gibt es doch immer wieder abwechslungsreiche Orte wie hier auf der Westseite das mittelalterliche Geisterdorf Campo di Brenzone, die Felsenkirche Madonna della Corona oder auf der Ostseite des Gardasees die Pestkapelle San Valentino. Ich empfand den abendlichen Sparziergang an den Olivenhainen angenehm und wurde von einem Hauch Indianer Jones belohnt. Es machte mir Spaß durch die kleinen Gassen zu laufen und meine Augen auf Entdeckungsreise zu schicken. Wer den Gardasee besucht und in der Nähe ist, der sollte sich das Geisterdorf „Campo di Brenzone“ nicht entgehen lassen.

Wo liegt das Geisterdorf Campo di Brenzone – Die Karte incl. Weg

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Die Bilder vom mittelalterlichen Geisterdorf

 

 

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Über den Autor

Jens

Hallo ich bin Jens, Weltreisender, Entdecker und auch Blogger. Ich blogge aus Leidenschaft und mein Wunsch ist es dich zu inspirieren auf Reisen zu gehen. Seit 2004 reise ich mit dem Rucksack um die Welt und das wenn möglich im Budget Bereich. Reisen muss nicht teuer sein und Abenteuer erlebt man nicht im Hotel auf der Couch. Meine Blog Artikel entstehen nach einer Reise, ich möchte diese mit meinen Erfahrungen füllen und dir dazu noch viele Tipps und nützliche Informationen dazu geben. Übrigens, kannst du dir vorstellen, dass in einem normalen Blog Artikel bis zu 10 Arbeitsstunden stecken. Authentizität ist mir wichtig und ist der Reise Blog werbefrei und soll auch in Zukunft bleiben.

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