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Road Trip Vietnam – Unter Locals
Road Trip Vietnam – Unter Locals

Während der schönen Fahrt durch die Berge, dachte ich oft an das Buch von „Heinz Helfgen – Ich radel um die Welt (Band 2)“, als er dies mit der „grünen Hölle von Indochina“ beschrieb! Es ist einfach wunderschön dieses Grün, diese Berge. Der Weg führte uns hoch in den Norden, die Grenze zu China ist nicht mehr allzu weit und die Berglandschaft verzück einen. Da es in Sa Pá nicht mit dem Wandern geklappt hatte, sollte Hà Giang dafür her halten.

Ankunft in Hà Giang

Schlangenschnaps ist wirklich eckelig

Schlangenschnaps ist wirklich eckelig

Wir erreichten Hà Giang kurz nach 17 Uhr und da wir keine Ahnung hatten, wo man eine Wanderung unternehmen kann machten wir uns auf eine Art Tourismusbüro zu finden. Das Unterfangen hört sich leichter an als Gedacht, da niemand englisch spricht, selbst in etwas größeren Hotels verstand uns niemand. Da wir auch überhaupt nichts in dieser Richtung sahen, sahen wir unsere Wanderung dahin schwinden.

Albane sah plötzlich einen „Ausländer“ und meine euphorisch „Den können wir fragen!“. Wir liefen zu im hin, er saß bei einigen Vietnamesen auf der Straße und hackte Brennholz. Wir gesellten uns dazu, wurden sofort zum Tee eingeladen. Die Runde war lustig. Eine kleine englisch- und eine etwas größere Runde vietnamesisch sprechende Leute unterhielten sich mit den Händen. John, ein Amerikaner, wartet auf seinen Bus nach Hanoi und hatte einen Lonley Planet dabei. Es stand eine Telefonnummer drin, die uns Hoffnung machte. Die Runde wurde immer lustiger, der Tee würde gegen Schlangenschnaps ausgetauscht und jeder durfte mal Holzhacken! Vor dem ersten Schlangenschnaps ist besser als vor dem Zweiten, denn wer vorher weiß wie ekelhaft dieser schmeckt wird vielleicht freundlich ablehnen. Durch meine Unwissenheit kam ich dann in den Hochgenuss mehrere dieser Schnäpse.

Auf dem Weg nach Hause riefen wir die Nummer aus dem Lonley Planet an und eine Frau meldete sich. Sie war kurz später bei uns im Hotel und meinte alles regeln zu können. Wir machten einen Preis für ein Guide aus, der kein englisch sprach und uns am nächsten Morgen abholen und den Weg zeigen sollte.

Auf zur Wanderung… oder?

Wunderschöne Landschaft bei Tom Son

Wunderschöne Landschaft bei Tom Son

Pünktlich standen nur wir am nächsten Morgen um 7 Uhr vor unserem Hotel und von unserem Guide war keine Spur zu sehen. Nach 30 Minuten riefen wir bei der Frau an und 20 Minuten später kam ein Mann. Da er uns nicht verstand fuhren wir ihm einfach hinterher. Gegen 10 Uhr nach zweieinhalb Stunden Fahrt, kam uns das Ganz dann doch komisch vor und wir ahnten, dass der Guide weniger Ahnung hatte als wir selbst. Wir stoppten und fingen an ihn auf englisch zu befragen, er jedoch machte sich nicht viel draus und drückte uns sein Telefon in die Hand. Die Frau von gestern war wieder dran und wir teilten ihr mit, dass der Ausflug anders abgesprochen war und wir jetzt auf die Hilfe des super Guides verzichten. Sie wollte dennoch den ausgemachten Betrag, wir jedoch gaben dem Guide ein Drittel des ausgemachten Betrags und fuhren davon.

Wir fuhren einfach weiter, wunderschöne Berglandschaften von Tam Son eröffneten sich vor uns. Wir kauften Obst und etwas Brot für den Lunch, den wir dann gemütlich am Ufer eines Flusses genossen. Gegen Nachmittag waren wir dann wieder in Hà Giang zurück.

Da aus unserer Wanderung wieder nicht geworden war, wollten wir die Stadt per Fuß erkunden. Weit kamen wir nicht, nach ca. 500 Meter winkten mich zwei Polizisten zu sich. Diese saßen bequem in einem Straßenlokal und baten mich zu Ihnen zu setzen. Bevor ich richtig saß standen Biere auf dem Tisch! Albane wollte erst nicht, dass ich mich zu ihnen setze, aber ich meinte zu ihr – Warum nicht, vielleicht sieht man sich nochmal im Leben und dann ist es immer ein Vorteil mit den Polizisten einen getrunken zu haben. Das Argument zog, jedoch trank sie nicht mit. Eine Kommunikation bis auf „Prost“ in vietnamesisch kam nicht zu Stande, aber es wurde viel Gelacht. Innerhalb von einer knappen Viertelstunde leerte jeder von uns Dreien 6-7 Flaschen Bier (0,5l) so gut wie auf Ex. Albane gab ich zu verstehen, dass ich das nicht lange weiter durchhalte und wir weiter müssen. So verabschiedeten wir uns und ich wollte die Biere noch bezahlen, jedoch durfte ich das nicht. Die Polizisten luden mich ein, aber leider durfte ich kein Foto mit ihnen machen. Schade.

Weiter ging es und nach ein paar Meter stand Albane in einem Schulhof und spielte Volleyball mit den Jungs und Mädels. Es ist einfach toll von den Leuten angehalten zu werden, obwohl es außer den Händen keine Verständigungsmöglichkeiten gibt – Aber alle hatten immer einen Mordsspaß! Ich schaute dem Treiben zu, da ich nach den vielen Bieren den Ball nicht mehr folgen hätte können. Nach einer Dreiviertelstunde trieb uns der Hunger weiter. Wir zogen durch die Stadt, die nicht viel zu bieten hatte und kehrten dann in einer kleinen Garküche ein.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Deine Reise war sicher sehr schön,könnte man sie auch mit den auto machen.ich wünsche dir für deine künftigen reisen alles gute.ich habe schon Afrika von Äthiopien bis Südafrika bereist (öffentliche Busse),es war wunderschön.viel Spaß noch auf deine reisen.Fred

    • Hallo Alfred,

      ja du kannst solch eine Reise sicher auch mit dem Auto machen. Was nicht immer gehen wird, dass du so Abseits der großen Straßen fahren kannst, da du öfters mit einem Auto nicht mehr durch kommst. Die Frage ist auch, ob du so einfach ein Auto mieten kannst, oder eher nur eins mit Chauffeur! Wünsche dir viel Spaß

      Grüße Jens

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