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Jurmo ist eine miJurmo am äußersten Rand des Schärengartenst der letzten Inseln im finnischen Schärenmeer, dass mit einer öffentlichen Fährverbindung erreicht werden kann
Jurmo am äußersten Rand des Schärengartens

Die Insel Jurmo liegt am äußersten Rand des Schärenmeeres und ist mit der öffentlichen Fähre der M/S Evior erreichbar. Die Fahrt von Pärnäs bis Jurmo beträgt gute drei Stunden und hier kannst du dich relaxt hinsetzen und die Seelandschaft beobachten. Die Insel Jurmo ist gute fünf Kilometer lang und einen guten Kilometer breit, also ist sie nicht besonders groß. Ein Teil der Insel ist nicht für Besucher freigegeben, da dies eine Vogelschutzzone ist. Die entfernteste Insel Utö, die du mit der M/S Eivor erreichen kannst, liegt 13 Kilometer nordöstlich von Jurmo im Schärenmeer.

Das Happening auf Jurmo – Das Einlaufen der M/S Evior

Bye bye Jurmo - Die M/S Eivor wartet auf mich. Der letzte Blick auf den Hafen von der Fähre

Willkommen auf Jurmo – Die M/S Eivor läuft im Hafen ein

Nach drei Stunden und zehn Minuten erreicht die Fähre Jurmo. Ich betrete den Pier und mir kommt es vor, dass mich eine Delegation der Inselbewohner erwartet. Vier Besucher inklusive mir steigen aus, die andren Drei müssen schon mal da gewesen sein, da sie zielstrebig ihren Weg fortsetzen. Ich habe Zeit und will noch das Ablegen der M/S Eivor ansehen, die ihren Weg nach Utö fortsetzt.

Am Pier stehen die Bewohner und freuen sich auf die Besatzung der Fähre, die auch die Versorgung der Inselbewohner übernimmt. Am Pier entdecke ich schon ein Werbeschild des „Jurmo Inn“, meine Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Kurz darauf spricht mich eine Frau an, und es ist Tiina Johansson, die Besitzerin des Jurmo Inns. Tiina lädt mich ein, mit ihr im Auto zurückzufahren.

Im Auto frage ich sie, ob sie immer an der Fähre auf ihre Gäste wartet und sie erklärt mir, dass das Einlaufen der M/S Eivor das „Happening auf Jurmo“ ist. Die Fähre sei wichtig für die Einwohner, da sie ein wichtiger Teil der Versorgung ist. Mit der Fähre kommt die Post, des Weiteren bestellen die Einwohner telefonisch auf Korpoo in einem Geschäft Lebensmittel und andere wichtige Sachen, die dann von dem Laden zur Fähre und dann weiter nach Jurmo gebracht werden.

Jumo mit seiner einzigartigen Landschaft – Die Inselerkundung

Die Kapelle auf Jurmo

Die Kapelle auf Jurmo

Warum hat Jurmo eigentlich keine Bäume? Ja die Insel ist auf dem ersten Blick etwas karg und das kam so erzählt mir mein neuer Reisebegleiter von der Fähre. König Gustav I war der Meinung, dass auf Jurmo im 16 Jahrhundert Piraten wohnten und von dort aus die Handelsschiffe auf dem Weg von Russland nach Schweden überfielen. Daraufhin entsandte er seine Armee mit dem Auftrag alle Bäume niederzubrennen, so dass die Piraten keine Schiffe mehr bauen konnten. Mir wurde aber versichert von den Einheimischen, dass es keine Piraten, sondern Fischer waren. Jetzt gibt es wieder ein paar Bäume hinter dem kleinen Dorf, die in den 70ern wieder angepflanzt wurden.

Jurmo besteht hauptsachlich aus Steinen, großen und kleinen. Wie sagte Tiina so nett zu mir „Steine, Steine kannst du mitnehmen, davon haben wir genügend! Aber bitte keine Pflanzen!“ Die einzigartige Landschaft hier draußen im Schärenmeer ist eine Raue. Die felsigen Strände, die Heide und das Moorland umgeben von einer blauen See macht eine Wanderung sehr interessant und bietet was für´s Auge. Ich habe es genossen ein Tag über die kleine Insel zu laufen, die Luft, die Sonne und das Meer zu genießen. Die meisten Informationen bekomme ich von meinem neuen Tagesreisebleiter, den ich heute bei meiner Wanderung wieder getroffen hatte. Er kommt seit über 15 Jahre immer im Frühjahr und Herbst auf die Insel, weil er die besondere Natur und die Ruhe genießt.

Die Kapelle

Das kleine Dorf auf Jurmo wurde 1540 das erste Mal schriftlich erwähnt. Die Kapelle stammt aus dem Jahre 1846 und ist ein kleines Juwel und ein Besuch wert. Da sie verschlossen ist, fragt einfach bei eurem Gastgeber nach, da die Bewohner einen Schlüssel haben. Von Tiina bekam ich den Schlüssel und konnte mir die Kapelle in Ruhe ansehen. Besonders ist das Schiff an der Decke ein Highlight! Allein die Größe, aber auch die Details machen es wohl einzigartig.

Der Friedhof, der um Kapelle liegt ist auch was Besonderes. Früher wurden die Bewohner der benachbarten Inseln hier beerdigt, da es nur auf Jurmo ein Friedhof gab.

Der Steinkreis „munkringar“

Ein Steinkreis „munkringar“

Auf zu den „munkringar“ und dabei habe ich keine Ahnung was das bedeutet. Auf den Wegbeschilderungen kann ich zwar munkringar lesen, aber so einfach sind diese dann doch nicht zu finden. Du musst schon die Augen aufmachen, um einen der vier alten Steinringe auf dem Boden zu erkennen, denn Steine gibt es hier im Überfluss. Der Name „munkringar“ bedeutet wahrscheinlich „Mönchsringe“ und bis heute ist nicht geklärt, was der Zweck dieser Ringe ist. Man vermutet, dass es was mit Mönchen zu tun haben könnte, die dort auf der Insel lebten und die Abgeschiedenheit suchten. Überliefert ist jedoch nichts und somit wird es vermutlich nie geklärt werden.

Die Alpaccas von Jurmo

Ich staunte nicht schlecht, als ich durch das kleine Dorf lief und das erste Mal ein paar Alpaccas traf. Ja Alpaccas und das hier im Schärenmeer? Das letzte Mal sah ich die in Peru während meiner Weltreise. Hier leben ein paar dieser Tiere und der Besitzer züchtet sie und verarbeitet die Wolle dann auch selbst, schau einfach mal im Shop vorbei.

Kleiner Shop am Hafen

Flaschen aus aller Welt findest du in dem kleinen Shop am Hafen

Flaschen aus aller Welt findest du in dem kleinen Shop am Hafen

Ich betrete den kleinen Shop am Hafen und muss staunen. Ist das hier ein Laden oder eher ein Museum für alte Likörflaschen? Was für eine Flaschensammlung ist das hier nur! Mein Reisebegleiter klärt mich auf. Der Vater des jetzigen Shop-Besitzers fing einst damit an und brachte aus der ganzen Welt Liköre und Schnapsflaschen mit. Heute lassen die paar Reisende ihre Flaschen hier, wenn sie welche mithaben. Die Sammlung wird somit fortgesetzt und ist beachtlich.

In dem kleinen Shop bekommst du nicht nur Alpaccastrümpfe, sondern auch Lebensmittel, falls du nichts mithaben solltest.

Hier war mal ein Flughafen!?

Gleich in der Nähe des Shops befindet sich ein kleines Museum oder vielmehr ein kleines Informationszentrum der Insel. Diejenigen, die sich für die Militärgeschichte interessieren, können aus der Zeit des Ersten Weltkrieges Reste eines russischen Flugplatzes finden, zumindest fand ich diese auf den alten Fotos. Auf dem danebenliegenden Hügel hast du eine wunderbare Aussicht und hier findest du auch noch die Fundamente auf denen einst die Kanonen standen. Es war sogar mal ein Hänger mit 1.600 m2 hier auf Jurmo, allerdings ist davon nichts mehr zu sehen.

Übernachten im Jurmo-Inn Turm

Das Jurmo Inn

Das Jurmo Inn

Viele Unterkünfte gibt es nicht und mich hat es ins Jurmo Inn verschlagen. Hätte ich ein Zelt mitgehabt, dann hätte ich auch zelten können. Ich beziehe den nagelneuen Turm, der gerade fertig wurde und staune nicht schlecht. Ich kann von dort oben links und rechts das Meer sehen. Tiina zeigt mir das Haus mit der Sauna und der Küche. Ein Restaurant gibt es nicht und somit komme ich morgens und abends in den Genuss der Hausmannskost von Tiina. Das Frühstück und das Essen kocht sie frisch und ist einfach lecker.

Natürlich abends in die Sauna

Du hast bestimmt schon die vorherigen Berichte meines Trips gelesen und daher darf hier auf Jurmo die Sauna nicht fehlen. Hier steht ein traditioneller Sauna-Holzofen abends für mich bereit und nach einem langen Tag, ich denke, dass ich bestimmt 12 Kilometer gelaufen bin, wird in der Sauna relaxt. Durch diesen alten Holzofen roch es bei jedem Aufguss nach Barbecue, was ich so noch nie erlebt hatte.

Nach zwei Tagen verlasse ich mit der nächsten Fähre Jurmo und bin froh die weite Fahrt gemacht zu haben. Jurmo hat eine einzigartige Landschaft und ist auch sonst einzigartig. Mir hat es gut gefallen und jetzt bin ich gespannt, was auf der nächsten Station Utö auf mich wartet. Tiina bringt mich wieder an den Hafen, das Happening beginnt von vorne für sie und ich verlasse Jurmo.

 

Informationen zu Fähren und Bussen auf dem Archipelago Trail

Du möchtest den Archipelago Trail erkunden! Dann habe ich hier die wichtigsten Informationen zur Planung für dich!

Ich denke, dass das größte Problem sein könnte, dass du dich fragst „Wie finde ich die Bus- und Fährverbindungen auf dem Archipelago Trail heraus?“. Genau das habe ich bei meiner Planung auch gedacht und ich möchte dir hier die Lösung der Frage vorstellen. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass du deinen Abfahrts- und Ankunftsort kennst und schon kannst du deine Verbindung überprüfen, ob sie so vorhanden ist.

Wie und Fähr- und Busfahrpläne auf dem Archipelago Trail & in ganz Finnland

Das gute an der Planung ist, dass du deine Verbindung, die Fahrzeit und die Fahrtkosten ganz einfach über das Internet abfragen kannst. Diese Planung macht deine Reiseplanung einfach und du kannst deine Zeit so planen wie du es magst.

Die Busfahrpläne Fährfahrpläne auf dem Archipelago Trail und in Finnland

Alle Busverbindungen und Fahrpläne in Finnland sind über jeweils eine Webseite abrufbar. Schön ist, dass die Webseiten eine gute Eingabefunktion haben, da die Eingaben gleich mögliche Varianten vorschlagen und du somit leicht deinen Abfahrts-, Endhaltestellen und Anlegestellen findest.

Mit öffentlichen Verkehsmitteln den Archipelago Trail bereisen – Die Route

Ich habe dir hier mal alle Bus – und Fährverbindungen auf dem Archipelago Trail aufgeschrieben, dann kannst du die Route leicht mit deinen Reisezeiten abchecken.

ACHTUNG! Bei kleinen Fähren ist es wichtig vorab bei der Fährfirma anzurufen und diesen mitzuteilen, dass du an der kleinen Anlegestelle wartest. Am besten ist es einen Tag vorher dort anzurufen. Ich denke, dass du das einfach in Englisch erledigen kannst, aber es geht viel einfacher! Dein Gastgeber in deiner Unterkunft wird dies für dich gerne übernehmen, wenn du sie fragst. Oft kommen sie sogar auf dich zu und fragen, ob sie die Fähre „bestellen“ sollen. Daher nicht schüchtern sein und sie bitten dort anzurufen.

Hier die Stationen für deinen Trip durchs Schärenmeer

 

    1. Turku – Pargas [Skärgårdsbuss to Pargas] Line 901, 902, 903
    2. Pargas – Kirjais vgs (Pargas) [Skärgårdsbuss to Nagu/Nauvo] Line 901, 902, 903
    3. Kirjais Österudde – Brännskär Island [FÄHRE] Commuterferry M/S Nordep
    4. Hier gibt es zwei Möglichkeiten! Ich hatte die Variante A) gewählt

    Variante A) Privaten Shuttle bei Linus Söderlund angefragt und gebucht [BOOT]

    Variante B) Brännskär – Mattnäs [FÄHRE] M/S Myrskylintu, M/S Cheri

     

    1. Pärnäs (Nagu) – Jurmo – Utö – Pärnäs (Nagu) [FÄHRE] M/S Eivor
    2. Nagu – Korpo [FÄHRE]
    3. Korpo (Pargas) – Houtskär / Mossala (Pargas) [Skärgårdsbuss] Line 903
    4. Houtskär (ferrypier Mossala) – Iniö (ferrypier Dalen) [FÄHRE] Diese Fähre ist nur im Sommer in Betrieb und schließt den Archipelago Trail. Gebührenpflichtig
    5. Laufen ca. 6 Kilometer ggf. ein TAXI oder per Anhalter
    6. Iniö – Iniö Jumo [FÄHRE]
    7. Laufen 4 Kilometer ggf. ein TAXI oder per Anhalter
    8. Iniö (ferrypier Kannvik) – Kustavi (ferrypier Heponiemi) [FÄHRE]
    9. TAXI oder per Anhalter (ca. 16 Kilometer bis zu Kustavi Center)
    10. Kustavi – Raisio [Bus] Taivassalon Auto Oy
    11. Raisio to Naantali [BUS] FÖLI Nummer 6 oder 7
    12. Naantali – Turku [BUS] FÖLI Nummer 6 oder 7

Mit dem Fahrrad, Auto oder dem Bus

Du kannst diese kleine Etappe  mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem Bus zurücklegen. Wie du siehst, der Archipelago Trail ist für alle Reisearten machbar. Einfach das Auto auf dem Parkplatz der Fähre stehen lassen.

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 Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Finnland:

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Visit Archipelago und Visit Turku.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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