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Das St. Michaelskloster in Kiew
Das St. Michaelskloster in Kiew
Mein Reisebericht Kiew – Mal Osteuropa „anchecken“

Warum nach Kiew?

Eine gute Frage warum Kiew auf meiner „Bucketlist“ aufgetaucht ist. Es gibt zwei Gründe, warum ich mir Kiew einmal ansehen wollte. Zum Einem wollte ich mal Osteuropa „anchecken“, ob es mir gefällt! Zum Zweiten wollte ich einmal nach Tschernobyl in die Sperrzone und mir die Geisterstadt Pripyat ansehen. Beides zusammen konnte ich gut in einen Kurztrip vereinen und somit ging mein Abenteuer Kiew los.

Ankunft am Flughafen Kiew-Borispol

Sky Bus Kiew

Sky Bus Kiew

Wie kommst du in die Stadt? Das ist immer die erste Frage! Das Schöne am Flughafen Kiew-Borispol ist, dass es einen direkten Shuttle-Bus zum Hauptbahnhof gibt. Tagsüber fährt er alle zwanzig Minuten und kostet gerade einmal 60 UAH (ca. 2,15 Euro im Oktober 2016). Er fährt direkt vor dem Flughafen-Gebäude ab und nach 45 Minuten erreichst du den Hauptbahnhof von Kiew, der recht zentral in der Stadt liegt.

Sightseeing in Kiew

Bei meinen Recherchen über Kiew habe ich festgestellt, dass die Sightseeings größtenteils Kirchen und Klöster sind. Dabei habe ich mir ganz einfach eine Karte erstellt, in der alle wichtigen Sightseeings eingezeichnet sind und habe festgestellt, dass ich diese bequem in zwei Tagen ablaufen kann und ab und an mal die Metro benutze. Somit entstand mein Sightseeingsplan:

1) Sophienkathedrale | 2) St. Andreas-Kirche | 3) St. Michaelskloster | 4) Mariä-Entschlafens-Kathedrale und das Höhlenkloster | 5) Mutter-Heimat-Statue | 6) St. Cyril´s Church | Außenministerium | Majdan (Platz) Kiew Innenstadt | Denkmal der Völkerfreundschaft | Ukrainian Genocide Holodomor Denkmal | Babyn Yar Park (Genozid Gedenktafeln) | Kiew Hauptbahnhof

Los geht´s zum Kirchen und Klöster Rundgang durch Kiew

Sophienkathedrale (1)

Die Sophienkathedrale Kiew

Die Sophienkathedrale Kiew

Die Sophienkathedrale war der erste Sightseeingspunkt in der Stadt und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Am Sophienplatz angekommen fällt der Blick sofort auf den Glockenturm, der nicht der Einzige an diesem Tag bleiben wird. Da ich nicht so ein Museumsgänger bin und auch vermutlich nicht die Zeit bleibt um alle Museen in allen Kirchen und Klöstern zu besichtigen, löse ich nur den Eintritt für die Kathedrale und den Glockenturm. Schade ist, dass das Fotografieren in allen Kirchen nicht erlaubt und genügend Personal vorhanden ist, die darauf auch sehr achten. Daher habe ich nur von einer Kirche ein paar Fotos.
Ich klettere den Kirchturm rauf und habe einen wundervollen Blick auf die Sophienkathedrale. Von oben betrachtet kommt mir der Gedanke auf, dass sie etwas Ähnlichkeit der Haghia Sophia in Istanbul hat. Als ich danach recherchiere lerne ich, dass der Name wirklich daher kommt. Das Gelände ist groß, die Kathedrale von drinnen schön anzusehen.

St. Andreas-Kirche (2)

Die St. Andreas-Kirche steht auf einem „Art“ Hügel, zumindestens auf einer Seite sieht es so aus. Vielleicht wird sie deshalb „Fliegende Kirche“ genannt, jedoch sieht sie mit ihrer smaragdgrün der Fassade und den goldenen Kuppeln super aus.

Streetart in den Straßen von Kiew

Street Art in Kiev. #streetart #kievgram #kiev #kiew #shorttrip #overlandtour

Ein von Jens – Overlandtour.de (@overlandtour) gepostetes Foto am

Ich liebe es mit Zeit durch die Straßen in den Städten zu laufen, denn nur dann kann man Dinge sehen, die in keinem Reiseführer stehen. Ich war begeistert so viel schöne Streetart an Häuserwänden und Treppen zu sehen und ich denke, dass du mir da zustimmen wirst. Das ist die Belohnung für das Laufen.

St. Michaelskloster (3)

Das St. Michaelskloster in Kiew

Das St. Michaelskloster in Kiew

Die kleine Runde in der Innenstadt schließt sich am St. Michaelskloster, dass praktisch direkt gegenüber der Sophienkathedrale steht und von deren Glockenturm gut erkennbar mit den goldenen Kuppeln zu sehen ist.
Das Mönchskloster mit seiner himmelblauen Farbe und den goldenen Kuppeln finde ich wunderschön, besonders wenn warmes Sonnenlicht auf das Anwesen fällt. Das Kloster steht natürlich am Michaelplatz und wenn man es an diesem Eingang verlässt steht direkt daneben das Gebäude des Außenministeriums was einen Blick wert ist.

Ein längerer Sparziergang durch Kiew

Weiter geht es im Sightseeings-Kirchen-Programm, allerdings wird es jetzt erst mal abwechslungsreicher. Nach den vielen Kirchen finde ich es schön, etwas durch die Stadt zu laufen und bis zur Mutter-Heimat-Statue sind es gute sechs Kilometer.

Der Majdan

Der Majdan in Kiew

Der Majdan in Kiew

Wer hat noch nicht von diesem Platz bei uns in den Nachrichten seit der Krim-Krise gehört. Am Wochenende ist die Khreschatyk Straße am Majdan für den Autoverkehr gesperrt und hier wird jedem Besucher sofort eins klar. Hier wird Propaganda der ukrainischen Regierung betrieben! Die Videoinstallationen mit der Dauerbeschallung und der Heldenverehrung soll für das Militär werben. Mir kommt es aber so vor, als ob die Ukrainer kein besonderes Interesse daran haben.

Denkmal der Völkerfreundschaft

Denkmal der Völkerfreundschaft

Denkmal der Völkerfreundschaft

Der Sparziergang geht weiter zum Denkmal der Völkerfreundschaft, das am Ufer des Dnepr liegt. Mir gefällt der Bogen und das Denkmal, leider kommt es mir in der heutigen Zeit irgendwie „überholt“ vor, wenn ich mir die Nachrichten ansehe. Der Ausblick auf den Dnepr ist sehr schön und es wird Zeit für einen Kaffee.

Die Kaffeekunst der Kiewer

Die Kaffeekunst der Kiewer

Die Kaffeekunst der Kiewer

Durch Kiew zu laufen ist ein Traum, da alle paar Hundert Meter ein Auto inklusive italienischer Kaffeemaschine steht. Die Auswahl reicht von Kakao bis Latte Macchiato. Der frisch aufgeschäumte Latte Macchiato ist prima und da es Mitte Oktober schon etwas kühl ist, wärmt er mir auch etwas die Finger.

Wie sind eigentlich die Kiewer?

Jeder hat ja so seine Vorstellungen, aber ich bin so etwas von überrascht. Jeder spricht ein gutes Englisch und vor allem merkt man ihnen an, dass sie sich wirklich über uns Touristen freuen. Es ist erfrischend immer so freundlich empfangen zu werden, aber viele westliche Touristen kommen wohl zur Zeit nicht. Übrigens ist mir was noch an Kiew aufgefallen, es ist überall total sauber! Auf den Straßen, in der Metro oder auch dem Hauptbahnhof wirst du keinen Müll finden. So sauber…

Ukrainisches Genozid Holodomor Denkmal

Weiter geht es durch den nächsten Park und ich komme kurz vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale am ukrainischen Genozid Holodomor Denkmal vorbei. Hast du gewusst, dass einst Stalin den Freiheitswillen in der Ukraine unterdrücken wollte und somit die sowjetische Herrschaft zu festigen!? Ich nicht, aber Reisen bildet. Mehr darüber kannst du bei Wikipedia lesen wenn es dich interessiert, den Link findest du am Blogende.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale und das Höhlenkloster (4)

Mariä-Entschlafens-Kathedrale und das Höhlenkloster

Mariä-Entschlafens-Kathedrale und das Höhlenkloster

Es wird Zeit zu den Highlights von Kiew zu kommen. Es ist jetzt nicht unbedingt der Glanz Deutscher Geschichte, denn während der deutschen Besatzung Kiews, im Herbst 1941, wurden die Bauwerke der Mariä-Entschlafens-Kathedrale gesprengt. Das Höhlenkloster hat wieder einen Glockenturm und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Glockenturm ist das Highlight des Höhlenklosters und von oben hat man einen wundervollen Überblick über das Gelände, die Stadt, den Fluss und zur Mutter-Heimat-Statue. Die Höhlen selbst finde ich persönlich nicht besonders, aber klar, wenn man dort ist, dann gehört ein Besuch dazu.

Mutter-Heimat-Statue (5)

Die Mutter-Heimat-Statue in Kiew

Die Mutter-Heimat-Statue

Es wird Zeit, der erste Tag neigt sich langsam zum Ende und der Tagesabschluss kann nicht besser werden. Die Statue wurde einst von den Russen in den Achtzigern aufgestellt und sollte an die sowjetischen Streitkräfte im Großen Vaterländischen Krieg erinnern. Die Geschichte und auch manchmal ändern sich die Staaten und somit auch die Bedeutung eines Denkmals. Heute beherbergt das Gelände das Nationale Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg und die Mutter-Heimat-Statue. Am Wochenende ist hier die Hölle los, die Kiewer kommen zu dem großen Areal und verbringen die Zeit dort. Hoch im Kurs bei den Besuchern steht hier die Besichtigung der alten Kriegswaffen. Ich habe aber auch hier wieder das Gefühl, dass die ganzen Kriegswaffen zur derzeitigen Propaganda gehört, denn warum sollte sonst ein Panzer in den Farben der Ukraine dort stehen.
Die Mutter-Heimat-Statue ist für mich jedoch bewundernswert. Mit ihrem Sockel von 36,6 Metern und die Statue selbst misst noch einmal 91 Meter – gesamt beindruckend 127,6 Meter.

Kulinarisches in Kiew

Restaurantkette Puzata Hata, eine klare Empfehlung

Restaurantkette Puzata Hata, eine klare Empfehlung

Das Preisleistungsverhältnis ist fast unschlagbar und kann mit Asien mithalten. In einem normalen Restaurant kannst du schon ab 5 Euro essen, nur leider gibt es kaum einheimische Restaurants. Jedoch habe ich eine Restaurantkette „Puzata Hata“ gefunden und hier kannst du schon ab einen Euro essen. Es ist zwar ein Selbstbedienungsrestaurant, aber es ist super lecker und ich kann es dir nur empfehlen!

Mach dich zum Affen – Touristenfallen in Kiew

Mach dich zum Affen – Touristenfalle in Kiew

Mach dich zum Affen – Touristenfalle in Kiew

Ja ich habe mich mit meinem Kumpel zum Affen gemacht. Als wir über den Majdan liefen hatte Oli plötzlich einen Affen auf dem Arm und ich kurz darauf drei oder vier Affen. Also wunderbar in die Touristenfalle gelaufen. Die Jungs mit den Affen haben uns förmlich übertölpelt und als der erste Affe auf den Arm war, hatten wir schon verloren. Klar wollen sie dann etwas Geld und wir haben ihnen dann auch etwas gegeben. Sie wollten allerdings mehr, aber das wollten wir nicht. Was macht man dann? Einfach das geben was man geben möchte, nett Danke sagen und einfach weggehen. Es ist aber immer ein dummes Gefühl dabei und schmälert leider den Spaß. Übrigens mit Tauben haben sie es dann noch einmal vor einer Kirche probiert, aber da hatten sie dann kein Glück mit uns.

Zwei Tage Kiew, das reicht zur Stadterkundung

Wieviel Zeit benötigt man für eine Städtereise? Die Frage stelle ich mir auch immer und daher hier die Antwort. Zwei Tage Kiew sind ausreichend um alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe abzulaufen. Somit ist Kiew ein perfektes Ziel für ein verlängertes Wochenende und wer noch einen Tag dranhängt, der kann noch einen Tagesausflug in die Sperrzone von Tschernobyl mit der Geisterstadt Pripyat machen. Falls du die Ukraine noch weiter bereisen möchtest ist dies der perfekte Start und günstig kannst du das Land mit dem Zug bereisen.

St. Cyril´s Church (6)

Die St. Cyril´s Kirche in Kiew

Die St. Cyril´s Kirche in Kiew

Die St. Cyril´s Kirche ist die letzte Kirche auf meiner Liste und gleichzeitig mit die Älteste. Hier war nicht sehr viel los, da die Kirche schon einiges außerhalb des Stadtzentrums liegt. Gelohnt hat sich der Besuch schon, denn hier gelang es mir mal ein paar Bilder von innen zu machen.

Den Rest vom Tag bin ich noch einmal zur Mutter-Heimat-Statue, dazu habe ich dann mal die Metro benutzt. Die Fahrt ist super billig und die Stationen sind auch einen Besuch wert. Somit verpass nicht ein Highlight von Kiew und fahre Metro. Auf dem Weg zur Metro kam ich noch durch den Babyn Yar Park mit seinen Genozid Gedenktafeln vorbei.

In der U-Bahn in Kiev -At the subway station in Kiev #ubahnstation #subwayststation #kiev #kievgram #kiew #kievinsta #kievgirls

Ein von Jens – Overlandtour.de (@overlandtour) gepostetes Foto am

 

Du warst schon mal in Kiew und hast noch einen Tipp! Falls du noch nicht in Kiew warst, dann würde ich mich über einen Kommentar freuen. Vielleicht steht jetzt Kiew auf deiner Bucketliste, oder nicht! Schreib mir doch warum.

Weitere Infos und Links zu einer Reise in die Ukraine:

Kennst du schon meine weitere Artikel aus der Ukraine?

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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