Backpacker Weltreiseblog OVERLANDTOUR

Es wird Zeit euch mein Bild der Chinesen und von China näher zu bringen.

Ich sitze gerade im Flugzeug nach Kathmandu und kann hier meinen Gedanken freien Lauf lassen.
China ist kein freies Land, das merkte ich gleich nach dem ich mein Netbook hochgefahren hatte. Facebook, Vimeo und Co. sind gesperrt und verhindern so die einfache Kommunikation mit Freunden. Der Sicherheitsapparat ist überall im Land ausgebaut, die Kameras erfassen wohl jeden Winkel auf der Straße. Ich frage mich immer, wenn sie mir ins Auge fallen: „Wer um Himmelswillen wertet dies Datenflut aus??“. Die Frage bleibt für mich natürlich unbeantwortet, aber dafür ist die Arbeitslosenquote in China sehr gering. Die Chinesen sind ihrer Überwachung gnadenlos ausgesetzt, denn selbst bei dem Zugticketkauf muss der Ausweis vorgelegt und die Passnummer gespeichert werden. Die Bewegungsdaten der Mobiltelefone werden bestimmt auch gespeichert und ausgewertet, jedoch ist der Chinese freier als im der ehemaligen DDR-Bürger. Er kann reisen und wenn er wohl mag das Land verlassen. Wahrscheinlich deswegen, da es ausreichend Chinesen gibt :-).

Der Konsum der Chinesen

Der Chinese konsumiert sehr gerne. Er liebt sein „Shopping“ und ist der neuen Technik sehr aufgeschlossen. Die Frauen lieben High-Heels, kurze Röcke und Hosen, am Besten so kurz, dass das Ende der Nylonstrümpfe erkennbar ist (für Männer sehr nett anzusehen ;-)), allerdings darf das Smartphone der neusten Generation bei der Accessoires Ausstattung nicht fehlen. Die Männer sind da sehr einfach gestickt, sie geben sich mit der Smartphone-Mode zufrieden, aber lieben schicke Autos dafür, dazu später mehr.

Die Verkehrsmittel und worüber die deutsche Wirtschaft glücklich ist!

Wo sind nur die Fahrräder in China

Wo sind nur die Fahrräder in China

Meine Vorstellung der Chinese fährt Fahrrad ist wohl etwas überholt. Nein, erfahrt ein E-Fahrrad oder ein E-Scooter. Beide Varianten flitzen lautlos an mir vorbei und ich muss zugeben, dass mich die E-Variante beeindruckt, aber auch verunsichert. Beeindruckend sind die elektrischen Zweiräder, da sie keinen Gestank und keinen Lärm machen. Allerdings ist ein schnell näherndes Fahrzeug von hinten so gut wie nicht hörbar und daher ist es gewöhnungsbedürftig, wenn diese dicht an mir vorbei sausen.

Deutsche Nobelkarossen in China

Deutsche Nobelkarossen in China

Es gab bis jetzt noch kein Land, das ich bereist habe, dass so viele deutsche Nobelkarossen auf der Straße hat. Was würden die großen Automobilhersteller (Mercedes, Audi, BMW, Porsche und Volkswagen) nur ohne die reichen Chinesen machen. Billigautos können die Chinesen selber bauen und davon gibt es auch ein paar, aber wer was auf sich hält fährt zu mindestens einen VW. Der VW spiegelt aber nicht das Straßenbild wieder, das wird geprägt von den Nobelmarken aus Deutschland nur dass hier hinter der Typenbezeichnung zu 95% ein „L“ für „Langausführung“ steht. Diese Masse an den Hochkarätern werden wohl nicht in Deutschland abgesetzt, sondern hier in China. Den deutschen Autobauern und deren Arbeitnehmer wird dies gefallen, aber ich frage mich wie lange das noch andauern wird….

Wie lange bleibt das Wachstum noch in China so hoch und was sind die Folgen in der Zukunft

XXL Wohnungsbau in China

XXL Wohnungsbau in China

Meine Reise führte mich Quer durch Land, mehr als 5.000 km mit der Bahn und überall das gleiche Bild. Die neuen Wohnhäuser wachsen wie Pilze aus dem Boden. Dort wo es einst Kleinstädte gab, wird Platz gemacht für riesige XXL-Wohnblocks, die demnächst zu einer eine 5 – 6 Millionen Einwohnerstadt wächst. Oder es wird gleiche eine solche Stadt ganz neu irgendwo in der Pampa aus dem Boden gestampft. Die Verbindungen mit der Bahn werden ausgebaut, so dass diese Millionenstädte mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden werden. Die Brücken der Bahnstrecken, oder auch der neuen Straßen durchscheiden die Natur und ich gehe davon aus, dass nirgends auf die Umwelt geachtet wird. Umwelt ist ein gutes Sprichwort! China wird als „Das Reiche der Mitte“ bezeichnet, aber bekommt von mir eher die Bezeichnung „Das Reich der nie sichtbaren Sonne“. Der Smog, die Luftverschmutzung ist so gut wie überall spür- und sichtbar. Ich hatte Glück in Beijing und auf der Mauer mit dem Wetter, jedoch sagten mir Chinesen, dass diese Sicht, der blaue Himmel und die Sonne sehr selten im Jahr vorkommen. Die Chinesen berauben ihre Natur und kümmern sich nicht drum, es gilt nur – Aufholen zum Westen, um jeden Preis. Den Preis werden sie nach meiner unqualifizierten Meinung in ca. 10 bis 20 Jahren zahlen, wenn das Wasser knapp, die Menschen krank und die Natur sich rächen wird. Dann wird die Wirtschaftsleistung stark zurück gehen und die Chinesen nicht mehr konsumieren können, so dass dann auch unsere Premiumhersteller von Autos dies merken werden. Ich gehe davon aus, dass es dann auch dem jetzigen Parteiensystem an den Kragen gehen wird, denn wenn die Menschen auf ihr Lieblingsbeschäftigung „shoppen“ verzichten müssen, dann werden sie sich anders beschäftigen. Vielleicht mit dem Aufbegehren und der Forderung nach einer neuen Regierung. Es wird spannend!

Der Chinese selbst

Zum Schluss möchte ich noch meine Meinung zu dem Chinesen selbst zum Besten bringen. Fange ich da mit der positiven Seite an. Der Chinese ist gerne hilfsbereit, auch wenn er mir nicht helfen konnte. Bei einer Frage ist er freundlich und versucht das Beste zugeben. Die andere Seite der Chinesen sieht leider so aus: Der Chinese ist sehr egoistisch und das in allem was er macht. Egal ob er in die U-Bahn einsteigen möchte, er drängelt sich vor, schubst, zieht und bevor er jemanden aussteigen lassen sollte muss er selber erst einmal in die U-Bahn einsteigen. Dieses Verhalten lässt sich in alle Lebenssituationen übertragen, ob in der Schlage beim Fahrkartenkaufen, beim Einkaufen oder im Straßenverkehr! Die Devise muss wohl lauten „Erst ich, dann Nichts, dann vielleicht jemand Anderes!
Als weiteres sind seine Angewohnheiten ekelhaft. Er rülpst, er rotzt, er furzt, er pisst überall hin, wo er nur mag. Selbst im Zug wird die Hose bei Kindern runtergezogen und die dürfen dann vor das Bett/Sitz pullern, statt mit ihm auf das Klo zu gehen.
Was noch dazu kommt, dass der Chinese mit einem Hörfehler auf die Welt kommt, denn Unterhaltungen werden schreiend abgehalten, ein Telefon sollte bei der Lautstärke nicht gebraucht werden und dazu kommen noch die schönen kleinen handlichen Verstärker. Diese kleinen Verstärker benutzen vor allem Verkäufer und Tourguides. Richtig angenehm ist es, wenn zwei bis drei Tourguids nebeneinander auf ihre Gruppen verbal eindreschen und dabei kein Erbarmen kennen. Ich fand es extrem Nerv tötend und bin froh dieser Lautstärke nun entkommen zu sein :-).
An diese Angewohnheiten sollte sich jeder Chinareisende gewöhnen, ansonsten wir er keinen Spaß an seiner Reise haben :-).

Noch ein Nachtrag zu Shanghai! Das Video ist jetzt auch online!

 

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hallo,
    ich war schon über ein Dutzend Mal in China. Eine Anmerkung zur den Fahrkarten. Früher gab es diese ohne Reisepass. Damals waren die Züge sofort ausverkauft und die Tickets wurden auf dem Schwarzmarkt teuer verkauft.
    Um den Schwarzmarkt zu verhindern, wurde das mit Ausweis eingeführt. Seitdem gibt es den Schwarzmarkt nicht mehr.
    Vg
    Thomas

  • Moin aus der Heimat:)..

    Servus:)..
    musste aufgrund deiner Zeilen ganz oft ganz viel schmunzeln:)..

    der Beitrag war sehr erheiternd..

    andere Kultur,andere Sitten..mich würde interessieren,was für Gedanken in einem Chinesen herumschwirren,der zurück von einer Deutschlandreise ist, um mal seine Perspektive zu erfahren. Wünsche dir eine wundervolle Zeit in Nepal! Bin gespannt auf die Einträge!

    Tausend Grüsse!

    • Hallo Ramona,
      da hast du Recht, das würde mich auch mal interessieren, was so ein Chinese nach seiner Rückkehr denkt! Die paar Zeilen sind zum schmunzeln da, aber es steckt halt doch die Wahrheit drin! Wie schon geschrieben, abgesehen vonder Luxuskreuzfahrt auf dem Yangtse war China ein interessantes Reiseland!!

  • Sehr interessante eindrücke,wirklich spannend aber auch etwas skurril;)ich freu mich sehr für dich,denn solche Erfahrungen sind einfach unbezahlbar.freue mich auf jede weitere interessante Geschichte!!

    • Hallo Franzi,

      schön von dir zu hören, oder mehr zu lesen!!! Ja die Chinesen sind schon was “Besonders”! Dafür war China wirklich schön und leichter zu bereisen, als ich dachte! Also, keine Scheu haben und es einfach versuchen!! Weitere Berichte wird es geben, werde heute Abend noch was über die erste Stadtion in Nepal schreiben und Bilder wird es auch geben!!
      Liebe Grüße an deinen Schatzi und die Zwei von zu Hause! Pedro hat mir wiedermal Rechtsbeistand geleistet, gib ihm dafür mal ein dicken Schatzer von mir 😉
      Jens

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