Backpacker Weltreiseblog OVERLANDTOUR

Nach 19 Stunden Busfahrt sind wir in Salta angekommen. Leider war die Wahl des Hostel nicht gut, deshalb ging es gleich am nächsten Morgen zu einem Autoverleih um die Gegend um Salta anzusehen. Wir wollten eine Runde Fahren Salta-Cachi-Cafayate-Salta. Die erste Station war Cachi (und nein hier heißt es nicht Gesundheit), welches ein kleines verträumtes Nest ist. Die Fahrt ging über einen Pass von 3457 m und die Straße wurde immer schöner. Bis zum Pass umgab uns ein kleiner Urwald mit viel Grün und tollen Aussichten. Der Pass begrüßte uns in Wolken und bei der Abfahrt tauchten wir in ein Meer von Kakteen ein. Diese Kakteenlandschaft hatte was mystisches und war einzigartig. In Cachi wurde ein Hostel auserkoren und nach dem Einkaufen sollte es ein traditionelles Gericht von mir geben, was in der Hostelküche zubereitet werden sollte. Die Hostelküche entpuppte sich als Restaurantküche des Hauses und auf der Arbeitsplatte begrüße mich dann dort auch noch ein tiefgefrorenes Etwas. Ich tippe mal auf Lamm, aber es könnte auch ein Straßenhund gewesen sein! Der Speiseplan wurde aber nicht geändert! Am Abend zog ein sehr starkes Gewitter aus, so dass der Ort am späten Abend nicht mehr besichtigt werden konnte.
Am nächsten Morgen sollte es nach Cafayate weiter gehen und die Straße wurde auch schon etwas einfacher. Nach dem Tanken in Molinos nahmen wir versehentlich eine Nebenstraße, die uns jedoch in die selbe Richtung brachte, wie es sich später herausstellte. Irgendwann stoppte uns ein Motorradfahrer und meinte, dass die Straße nach Cafayate weggespült wurde und nicht befahrbar wäre. Also drehten wir um und nun führen wir auf der Hauptstraße zurück. Jedoch wollten wir nicht die selbe Strecke fahren und nahmen eine Art Abkürzung Richtung Salta quer durch den Nationalpark „Los Cardones“ (Höhe 2813m). Diese Straße führte uns durch eine bizarre Landschaft. Die Kakteen, die Farben der Berge wechselten von Rot über Terrakotta bis zu Weis und dazu das Grün der Pflanzen. Mit einer Straße oder Weg hatte die Querfeldeintour nichts mehr zu tun, denn diese Route hatte wir lieber mit einem 4×4 befahren sollen. Die Fahrt durch die zur Zeit ausgetrockneten Flussbetten waren eine Herausforderung für unseren VW-Gol (die Billigvariante des Golf) und den Fahrer. Nachdem der Nationalpark „Los Cardones“ fast durchquert, ein Hagelschauer überstanden war, meinte Katja nur so nebenbei mal „und wenn jetzt die Straße weggespült ist?“. Scheiß…. keine fünf Minuten später war es soweit und die Straße war vom letzten Regen weggespült und es fehlten so ca. 2-3 Meter. Umfahren konnten wir es leider nicht und so mussten wir den gesamten beschissenen Weg (ca. 23 km) wieder zurück. Unser VW zeigte volle Stärke und trotz mehrfachen aufsetzen hielt auch der Spoiler vorne und der Auspuff war auch noch dran, als wir wieder in Cachi in unserem altbekannten Hostel eintrafen.
Am nächsten Morgen sollte uns der Weg wieder in die „Zivilisation“ bringen, jedoch fanden wir den Weg unserer Querfeldeintour vom Vortag und wollten sehen, wie es auf der anderen Seite der weggespülten Straße aussah. Um die 2 km hätten uns noch gefehlt und wir hätten es am Vortag noch geschafft, aber dafür war es ein Erlebnis. Wir erkundeten jetzt bei Sonnenschein die Gegend der weggespülten Straße und wurde dann zum Dank noch von einem Bienenvolk vertrieben. Rennen bei 3100 m Höhe ist gar nicht mal so einfach, aber die Attacken der Bienen helfen sehr beim schnaufen…. Zum Glück hatte ich meine Mütze auf :-).
Die Fahrt führte uns aus dem Nationalpark wieder heraus und tanken war angesagt! Chicoana hieß das Dorf, welches als erstes auf der Karte stand. Als ich den Dorfplatz sah, fand ich das kleine Örtchen schon sehr sympathisch und so aßen wir dort auch was kleines zum Mittag. Da noch der Nachmittag vor uns lag und wir nicht nach Salta zurück wollten führen wir zu See Dique Cabra Corral. Hier treffen sich die Argentinier um entweder selber einen Bungeesprung zu machen oder nur zu zuschauen. Wir führen jedoch noch weiter um den See auf der Suche einen Platz zum baden zu finden. Das Wasser war dann auch mit seinen 25° Grad gar nicht so erfrischend ;-). Am Abend ging es dann wieder zurück nach Chicoana um in einem netten Hostel zu übernachten, bevor es zurück nach Salta gehen sollte.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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