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Sperrzone Tschernobyl – Prypjat
Der Vergügungspark von Prypjat bei Tschernobyl sollte am 1. Mai 1986 eröffnet werden - Es kam nie dazu

Tschernobyl wie kommt man nur auf die Idee dort hin zu fahren

Diese Frage und ungläubige Blicke waren die erste Reaktion derer, denen ich mein nächstes Reiseziel Tschernobyl verraten hatte. Dann folgte oft noch eine weitere Kettenreaktion von Fragen, wie zum Beispiel „Ist das sicher?“ oder „Die Strahlung ist doch viel zu hoch! “ bis hin zu „Dann brauchst du nachts nicht mehr das Licht anschalten! Haha“.

Ich möchte dir hier gerne beschreiben, dass eine Reise nach Tschernobyl und der Geisterstadt Pripyat keine verrückte Reise ist. Daher gibt es auch ein paar Hintergrundinformationen, die du dir gerne anschauen kannst, wenn es dich interessiert.

Diese Reise hat eine lange Vergangenheit

Ich war 15 Jahre alt und am 29. April 1986 kamen die ersten Nachrichten des „Super GAU“ in den Medien auf. Drei Tage zuvor am 26. April kam es nach der Explosion des Reaktor 4 in Tschernobyl zur Kettenreaktion und somit zur Kernschmelze. Zu dieser Zeit hatten schon die ersten Helfer ihr Leben gelassen um eine viel viel größere Katastrophe abzuwenden. Ich hatte damals das Gefühl, dass wir gar nicht die Auswirkungen irgendwie abschätzen konnten oder gar verstanden was dort passierte. Aber eins fühlte jeder zu dieser Zeit – Unsicherheit. Jetzt ist die Zeit gekommen, diesen Ort der Unsicherheit aufzusuchen um selber festzustellen wie sich dieser Ort anfühlt.

Was ist am 26. April 1986 in Tschernobyl passiert?

Eine sehr gute Zusammenfassung hat das ZDF zum 30. Jahrestag ins Netz gestellt In 96 Sekunden wird dir erklärt, was vor 30 Jahren in Tschernobyl geschah.

Wie gefährlich ist der Besuch heute

Strahlung gibt es auf der ganzen Welt und sie ist immer da, auch ganz ohne Tschernobyl oder Fukushima. Wer in den Urlaub fliegt, der bekommt sogar eine extra Portion Höhenstrahlung ab. Ich gehe aber davon aus, dass sich da kaum einer irgendwie auskennt. Dann kommen noch unterschiedliche Maßeinheiten ins Spiel und spätestens jetzt wird es unübersichtlich. Da unser Geigerzähler bei der Tour in Tschernobyl die Maßeinheit Mikrosievert = µSv anzeigte werde ich diesen Wert hier bevorzugen.

Zitat vom Bundesamt für Strahlenschutz:

Der Mensch lebt seit jeher auf Grund von natürlichen Strahlenquellen in einer strahlenden Umwelt. Die dadurch vorhandene natürliche Strahlenexposition führt für ein Mitglied der Bevölkerung in Deutschland zu einer jährlichen effektiven Dosis von durchschnittlich 2,1 Millisievert (mSv) = 2.100 µSv. Je nach Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reicht sie von circa 1 Millisievert (=1.000 µSv) bis zu 10 Millisievert (=10.000 µSv).

Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Tagesbelastung von 5,7534266 µSv und einer durchschnittlichen stündlichen Belastung von 0,23972603 µSv. Da raucht nicht nur dir der Kopf, mir beim Schreiben des Artikels auch.

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz ist die Überschreitung des Grenzwertes von 20.000 µSv im Kalenderjahr in beruflichen Bereichen nicht gestattet. Dies hat zur Folge, dass man am Tag nicht mehr als es 54.79452 µSv und pro Stunde 2.28311 µSv abbekommen sollte.

Beispiele Strahlenbelastung aus dem Alltag
 
Dosis *Wichtige Dosis- und Grenzwerte
0,01 mSv pro Jahr
10 µSv pro Jahr
Rechnerisch ermittelte Größenordnung der jährlichen Höchstdosis der Bevölkerung in Deutschland durch Kernkraftwerke im
Normalbetrieb (Diese Berechnungen gehen von konservativen Annahmen unter anderem des Aufenthaltsortes und der
Ernährung aus, so dass die tatsächlichen Expositionswerte darunter liegen.)
0,01 – 0,03 mSv
10 – 30 µSv
Dosis bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Thorax)
0,018 – 0,03 mSv
18 – 30 µSv
Dosis durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt am Main nach Johannesburg
0,032 – 0,075 mSv
32 – 75 µSv
Dosis durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt am Main nach New York
0,017 – 0,028 mSv
17 – 28 µSv
Dosis durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt am Main nach Rio de Janeiro
0,045 – 0,11 mSv
45 – 110 µSv
Dosis durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt nach Tokyo
1 mSv pro Jahr
1.000 µSv pro Jahr
Grenzwert (maximal zulässige Dosis) für die jährliche Strahlenexposition einer Person der Normalbevölkerung aus Tätigkeiten
nach § 2 der Strahlenschutzverordnung, unter anderem dem Betrieb kerntechnischer Anlagen in Deutschland
2 mSv pro Jahr
2.000 µSv pro Jahr
Durchschnittliche jährliche Dosis einer Person in Deutschland aus künstlichen Quellen, vornehmlich Medizin (Wert für 2012: etwa 1,9 mSv)
2 mSv in 50 Jahren
2.000 µSv in 50 Jahren
Gesamte Dosis für eine Person im Voralpengebiet auf Grund des Reaktorunfalls von Tschernobyl für den Zeitraum 1986-2036
2 – 3 mSv pro Jahr
2.000 – 3.000 µSv pro Jahr
Durchschnittliche jährliche Strahlenexposition der Bevölkerung in Deutschland aus natürlichen Quellen
10 – 20 mSv
10000 – 20.000 µSv
Dosisbereich für eine Ganzkörper-Computertomographie eines Erwachsenen
20 mSv pro Jahr
20.000 µSv pro Jahr
Grenzwert (maximal zulässige Dosis) der jährlichen Strahlenexposition für beruflich strahlenexponierte Personen in Deutschland
100 mSv*
100.000 µSv*
Unterer Schätzwert der Schwellendosis für Schädigungen des Ungeborenen
100 mSv
100.000 µSv
Bei dieser Dosis treten in einer Bevölkerungsgruppe etwa 1% zusätzliche Krebs- und Leukämiefälle auf
250 mSv
250.000 µSv
Richtwert für eine Person beim Einsatz lebensrettender Maßnahmen oder zur Vermeidung großer Katastrophen in Deutschland
400 mSv
400.000 µSv
Grenzwert (maximal zulässige Dosis) für die Berufslebensdosis bei beruflich strahlenexponierten Personen in Deutschland
500 mSv**
500.000 µSv**
Bei akuter Exposition treten ab dieser Schwellendosis Hautrötungen auf
1.000 mSv**
1.000.000 µSv**
Bei akuter Exposition treten ab dieser Schwellendosis akute Strahleneffekte auf (zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen)
1.000 mSv
1.000.000 µSv
Bei dieser Dosis treten in einer Bevölkerungsgruppe etwa 10 Prozent zusätzliche Krebs- und Leukämiefälle auf
3.000 – 4.000 mSv**
3.000.000 µSv – 4.000.000 µSv**
Ohne medizinische Eingreifen sterben bei dieser Dosis 50 Prozent der exponierten Personen nach 3-6 Wochen, wenn es sich
um eine in kurzer Zeit erfahrene Strahlenbelastung handelte (LD50)
> 8.000 mSv
> 8000000 µSv
Ohne entsprechende medizinische Behandlung bestehen nur geringe Überlebenschancen, wenn es sich um eine in kurzer Zeit
erfahrene Strahlenbelastung handelte
< 0,01mSv
10 µSv
Röntgenuntersuchung vom Zahn
0,02 – 0,08 mSv
10 – 80 µSv
Röntgenuntersuchung vom Brustkorb
6 – 18 mSv
6.000 – 18.000 µSv
Röntgenuntersuchung von Margen Darm
10 – 25 mSv
10.000 – 25.000 µSv
Röntgenuntersuchung vom Bauchraum (Computertomographie)
* Effektive Dosis bzw. Organdosis
** Um die Vergleichbarkeit mit den ansonsten in Sievert (Sv) angegebenen Messwerten zu ermöglichen, ist der Wert hier ebenfalls in Sievert angegeben; wissenschaftlich präziser wäre die Angabe in Gray (Gy).

Millisievert = mSV
Mikrosievert = µSv
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz [ http://www.bfs.de ]

Wenn ich jetzt die Tour mit den gemessenen µSv/h mal überschlage, dann waren es ungefähr 1,8 – 2,3 µSv/h (konservativ geschätzt). Der Besuch in der Chernobyl Exclusion Zone (Sperrzone) hat knappe sieben Stunden gedauert und somit gibt es eine Strahlenbelastung von 12,6 – 16,1 µSv. Somit liegt dieser Wert weit unter der Hälfte, die das Bundesamt für Strahlenschutz als tägliche Höchstdosis angibt.

Da du nicht jeden Tag so einen ungewöhnlichen Ort in deinem Leben aufsuchst, wird die Reise in die Sperrzone nach Tschernobyl und Pirpyat für deine Lebenserwartung keine Rolle spielen. Dann ist ein Kurztrip nach New York im Flugzeug „strahlenteschnisch“ vier bis fünfmal so hoch. Und habe ich dich überzeugen können, dass es nicht gefährlich ist?

Auf nach Tschernobyl

Um in die Sperrzone nach Tschernobyl zu kommen, benötigst du eine spezielle Genehmigung. Du kannst zwar diese Genehmigung selber organisieren und dann mit einem Guide die Sperrzone besuchen, aber das habe ich nicht gemacht – mein Russisch ist einfach zu schlecht dafür. Ich habe mich für eine Tour mit „CHERNOBYLwel.come entschieden, denn sie übernehmen alle Formalitäten und die Tour startet und endet in Kiew.

Morgens um 8 Uhr treffen sich alle Teilnehmer am Hauptbahnhof in Kiew. Unsere Gruppe besteht aus 2 Chinesen, 2 Österreicher und 6 Deutschen. Unser Guide Sergej überprüft die von uns vorab übermittelten Passnummern, da wir nur mit Pass in die Sperrzone zutritt bekommen.  Kurz darauf sitzen wir alle im Bus und los geht es. Während der Fahrt, die eine gute Stunde beträgt, erklärt uns Sergej alles Notwendige, kassiert den Tour Preis und zeigt uns ein sehr informatives Video Battle of Chernobyl.

Betreten der Sperrzone nach Tschernobyl

Einfahrt zur Sperrzone nach Tschernobyl und Pripyat

Einfahrt zur Sperrzone nach Tschernobyl und Pripyat

Die Einfahrt zur Sperrzone nach Tschernobyl ähnelt einer Grenze, ein Schlagbaum liegt quer über der Straße und ein paar Polizisten oder Militärangehörige stehen vor dem kleinen Häuschen. Sergej verschwindet mit einer Liste und unseren Pässen und kommt nach einer kurzen Zeit wieder. Nun verliest er die „Spielregeln“, wie z.B. nichts aus der Sperrzone mitnehmen, nichts anfassen oder sich irgendwo hinsetzen. Danach unterschreibe ich noch, dass der Aufenthalt und alle daraus entstehenden Folgen auf meine eigene Gefahr geht und ich niemanden haftbar dafür machen kann. Naja, so etwas unterschreibe ich des Öfteren, ob in Afrika oder Asien. Danach öffnet sich der Schlagbaum und wir laufen in die Todeszone rein.

Das Gefühl Tschernobyl überkommt mich

Altes Kulturzentrum kurz nach der Einfahrt zur 30-Kilometer-Sperrzone

Altes Kulturzentrum kurz nach der Einfahrt zur 30-Kilometer-Sperrzone

Die Sonne strahlt und es ist ein wundervoller Tag im Oktober. Kurz nach dem Checkpoint erreichen wir den kleinen Ort Zalissya und hier ist unser erster Stopp. Wir laufen ein paar Schritte in den Wald und die ersten zerfallenen Häuser verstecken sich drin. Hier komme ich ins Grübeln, was soll hier schon gefährlich sein? Die Sonne, der blaue Himmel, die Bäume – es ist alles wie immer und dennoch ist es anders. Die Strahlung ist gegenwärtig, auch wenn sie hier fast so gering ist wie in Kiew oder Frankfurt. Wir erreichen ein größeres Haus, was scheinbar schnell verlassen wurde und jetzt fühle, oder realisiere ich erst was hier mal passiert sein muss. Die Gedanken fahren Achterbahn und ich denke an den Informationsfilm zurück.

Wie müssen sich die Menschen damals Ende April 1986 gefühlt haben? Du siehst keine Bedrohung, du schmeckst nichts, du riechst nichts, die Sonne scheint und der Himmel ist blau und dennoch kommt jemand und sagt dir, dass du dein Zuhause für immer verlassen musst.

Dieses Gefühl, so intensiv habe ich noch nie gehabt, obwohl ich die Geschehnisse von damals kannte. Der Besuch hat sich jetzt für mich schon gelohnt, alleine für dieses Gefühl.

Mittagspause

Das einizige Hotel in Tschernobyl - Hier haben wir zu Mittag gegessen

Das einizige Hotel in Tschernobyl – Hier haben wir zu Mittag gegessen

Auf unserem weiteren weg kommen wir noch an ein paar Denkmälern vorbei und erreichen dann das Hotel Chernobyl mit seiner Kantine. Mittagspause es gibt leckeres ukrainisches Essen. Die Pause ist mir zu lang, denn ich will gerne weiter, ich bin neugierig.

Das Geheime Tschernobyl-2 oder Duga-3 die Abhörstation

Raketenspähsystem Duga 1 (auch Tschernobyl-2 genannt) 150 Meter hoch und 750 Meter ln lang

Raketenspähsystem Duga 1 (auch Tschernobyl-2 genannt) 150 Meter hoch und 750 Meter ln lang

Tschernobyl-2 oder Duga-3 war eine Radaranlage, die der strengsten militärischen Geheimhaltung unterlag. Selbst die Bewohner der 12 Kilometer entfernten Stadt Pripjat wussten nicht genau, worum es sich bei dem Stahlgerüst, das über den Wald herausragte, tatsächlich handelte. Offiziell war es als eine Art Ferienlager beschrieben und nur ein schmaler Betonplattenweg führt durch den Wald zu diesem geheimen Ort. Selber habe ich gar nicht gewusst, dass es so etwas gab. Drei solcher Anlagen gab es in der UDSSR und kommt nicht von ungefähr, dass diese Anlage hier stand. Energie war in dieser Zeit nicht immer in der UDSSR vorhanden, aber die Kernkraftwerke in Tschernobyl lieferten immer die viele Energie um dieses Ungetüm am Laufen zu halten. Von hier aus wurde die USA abgehört und zusätzlich war es ein Frühwarnsystem für abgeschossene Atomraketen aus Amerika.

Die Anlage darf man eigentlich nicht besuchen, aber niemand ist hier und so wagen wir uns hinter die Verbotsschilder. Diese Anlage passt gar nicht auf meine Kamera, denn sie ist 150 Meter hoch und 750 Meter lang – verrückt.

Kopachi Kindergarten – Nur noch 7 km bis zum Reaktor

Kopachi Kindergarten - 7 km von Tschernobyl entfernt

Kopachi Kindergarten – 7km von Tschernobyl entfernt

Der engere 10 Kilometer Umkreis ist gekommen und wir erreichen den Kindergarten von Kopachi. Er ist das letzte Überbleibsel eines einst 1114 Einwohner zählenden Dorfes. Vor dem Kindergarten steht wieder einmal ein Denkmal und ein Warnschild, dass hier ein radioaktiver Hotspot ist. Der Geigerzähler schlägt Alarm mit über 12 µSv/h, aber wieso hier eine so hohe Strahlung vorliegt wissen wir nicht.

Im Kindergarten drin wird es wieder bedrückend, Puppen und Töpfchen stehen noch herum und mahnen schweigend an – 30 Jahre lang.

Was mir auffällt ist, dass trotz der Strahlung scheinbar einige Sachen hier mitgenommen wurden. Dies wird mir noch öfters in Prypjat auffallen und auf die Frage gibt Sergej die Antwort, es gab Leute, die hier geplündert haben. Wer nimmt stark radioaktive verseuchte Materialien mit und wie skrupellos sind diese Leute, wenn sie diese Sachen verkaufen? Oder sind sie einfach nur dumm?

Reaktor 4 und daneben steht der neue Sarkophag

Reaktor 4 von Tschernobyl im Hintergrund

Reaktor 4 von Tschernobyl im Hintergrund

Tschernobyl sollte einst zu der größten Kernkraftanlage der Welt, mit elf Reaktoren ausgebaut werden. Jetzt stehe ich vielleicht noch zwei Kilometer vor den gigantischen Anlagen. Auf der rechten Seite die Kühltürme für Reaktor 5 und 6, diese standen 1986 schon. Der Reaktor 4 war noch nicht am Netz, sondern gerade wurden noch Tests zum Anlaufen durchgeführt. Bei diesem Test kam es dann zum super GAU. Links im Hintergrund steht der Reaktor 4 und der neue Sarkophag ist gut zusehen.

Wir fahren weiter und kurz darauf stehen wir am Reaktor 4. Sergej gibt uns kurz noch einige Instruktionen: „Ihr könnt den Reaktor und den Sarkophag fotografieren, aber nicht das Tor dazwischen mit den Mitarbeitern. Sonst kann es Ärger geben!“

Verrückt denke ich, ich stehe an einer Stelle, die mir vor 30 Jahren den sicheren Tod innerhalb von Tagen oder Stunden gebracht hätte. Der Geigerzähler zeigt heute 3,37 µSv/h an. Sergej sagt uns, ab und zu gibt es hier Werte von 6 – 7 µSv/h. Wir fotografieren beide „Katastrophensehenswürdigkeiten“ und setzen unsere Fahrt zur Geisterstadt fort.

Prypjat – Die Geisterstadt

Die Zeit rennt und gegen halb drei kommen wir in Prypjat an. Diese sogenannte Geisterstadt war damals eine sehr junge Stadt, denn das Durchschnittsalter betrug gerade mal 26 Jahre. 1970 wurde Prpjat gegründet und war für die damalige Zeit eine sehr moderne Stadt mit allem Komfort. Alt wurde sie jedoch nicht, denn am 27. April 1986 wurden die 49.000 Bewohner Prypjats innerhalb von zweieinhalb Stunden evakuiert. Damals wurde den Bewohner nur gesagt, um eine Panik zu vermeiden, dass sie für drei Tage ihr Zuhause verlassen müssten, aber sie kamen nie wieder zurück.

Das Besondere an diesem Ort

Der Vergügungspark von Prypjat sollte am 1. Mai 1986 eröffnet werden - Es kam nie dazu

Der Vergügungspark von Prypjat sollte am 1. Mai 1986 eröffnet werden – Es kam nie dazu

Diese Stadt ist was Besonderes, denn wo findet man auf der Welt eine komplette Stadt, die im Jahre 1986 stehen geblieben ist. Nicht nur, dass an der Stadt sich seit über dreißig Jahren sich nichts mehr verändert hat, sondern innerhalb von Minuten verlassen wurde macht das Besondere aus. Leider wurde wohl auch sehr viel geplündert in den Jahren und ein paar Einwohner durften auch nochmal zurückkommen um ein paar Gegenstände mitzunehmen. Eigentlich verrückt, denn diese Sachen sind alle stark kontaminiert gewesen.

Wir laufen durch die Straßen und kommen an vielen Punkten vorbei, von denen ich schon einmal Fotos gesehen habe. In den kommenden eineinhalb Stunden kommen wir an dem Kulturpalast „Energetik“, Hotel „Polissja“, Ehemaliges Kernenergie-Institut, Kino, Schiffanlegestelle, Theater, Schule, Schwimmbad und dem bekannten Rummelplatz vorbei. Hier können wir überall ungehindert unseren Entdeckungsdrang nachgehen und Fotos machen, nur muss man aufpassen wohin man tritt.

In einer Schule in Prypjat liegen tausende Gasmasken für Kinder auf dem Boden

In einer Schule in Prypjat liegen tausende Gasmasken für Kinder auf dem Boden

Besonders eindrucksvoll sind tausende von Kindergasmasken in der Schule, die alten Propagandabilder zum 60. Jahrestag der Sowjetunion, deren Untergang angeblich im direkten Zusammenhang mit dem Unfall in Tschernobyl in Verbindung gebracht wird. Jedoch besonders faszinierend finde ich den Rummelplatz mit seinem Riesenrad, das nie einen Besucher befördert hat. Der Rummelplatz sollte nämlich am 1. Mai 1986 seinen Betrieb aufnehmen, aber zu diesem Zeitpunkt war Prypjat bereits eine Geisterstadt.

Mein Fazit zu diesem außergewöhnlichen Reiseziel

Viele hielten mich verrückt, denen ich von meiner Idee einer Tschernobyl Tour erzählt habe. Jetzt, im Nachhinein kann ich für mich sagen, dass es einer meiner besten Trips war, um Geschichte zu spüren… zu erleben. Meine Einstellung zur Kernkraft hat sich nicht geändert, denn man sollte so schnell als möglich diese Technologie verlassen. Wie unkontrollierbar sie während einem kleinen Störfall werden kann, möchte ich mir erst gar nicht ausmalen. Auch das Argument – Atomkraft ist eine günstige Energie – kann ich nicht mehr nachvollziehen. Was hat Tschernobyl gekostet? Unendlich viel Geld! Sechs Atomkraftwerke, eine Mega-Abhöranlage, eine komplette neue Stadt die für 80.000 Menschen geplant war und dann kommen noch die Folgekosten! Der Wahnsinn! Und bei uns können wir heute noch nicht absehen, was die Endlagerung und der Rückbau der Atommeiler kosten wird. Nur eins werde ich voraussagen, die Kosten wird kein Energiekonzern tragen, sondern wir – die Steuerzahler!

Ich kann verstehen, dass dennoch Leute verunsichert sind Tschernobyl zu besuchen, aber ich kann es dir nur empfehlen. Noch kurz zur Tour, ich hätte lieber noch ein oder eineinhalb Stunden mehr Zeit in Prypjat gehabt, da es dort viel zu sehen gibt. Leider verging die Zeit zu schnell und da wir vor 18 Uhr die Sperrzone verlassen mussten war es etwas stressig. Meine Empfehlung ist, dem Guide klar zu sagen, dass man sich die ganzen Denkmäler nicht ansehen möchte, dann bleibt auch genügend Zeit für Prypjat.

 

Du warst schon mal in Tschernobyl und Prypjat? Oder es steht jetzt auf deiner Bucketlist? Mich wurde es freuen zu erfahren, wie du es fandest oder warum du dort hin möchteste und freue mich über ein Kommentar. Vielleicht habe ich die auch die Unsicherjeit mit dem Beitrag genommen, dann schreib mir doch.

 

Weitere Infos und Links zu einer Reise in die Ukraine:

Weitere Infos und Links zu Tschernobyl:

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von CHERNOBYLwel.come.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

28 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Super Bericht! Werde in 2 Wochen den 2 Tages Ausflug in die Zone unternehmen, auch dein Bericht über Kiew ist sehr hilfreich und informativ!

    • Hallo Roman,

      vielen Dank für dein tolles Feedback. Ich wünsche dir viel Spaß in der Ukraine und einen interessanten Aufenthalt in der Sperrzone. Für mich war es eine der intensivesten Reisen.
      Viele Grüße
      Jens

  • Hallo Lieber Jens,sehr guter Beitrag echt auch ich befasse mich seit 2011 mit dem Thema vorallem den Sarkophag und war im Oktober 2016 selbst vor Ort ich traf mehrere Helden die eines meiner Gemälde Unterschrieben haben. Ich finde es gut wenn sich Menschen ernsthaft mit diesem Thema Befassen denn diese Helden haben ihr Leben für uns Verlohren. Ich stelle auch derzeit aus und gebe am 30 April ein kleines Konzert zu meiner Ausstellung mit meinen Songs. *Wir dürfen diese Helden von 1986 NIEMALS Vergessen ! Mit Besten Wünschen /Kai..SA&F…

    • Hallo Kai,

      vielen Dnak für deinen Kommentar. Ja ich habe auch erst dort erfahren wie kurz vor knapp es mit einem Super-Super-GAU war! Es ist wirklich ein Wahnsinn, was diese Menschen damals gemacht haben und dafür ihr Leben ließen. Ich denke, dass sie zum Glücknicht wußten, was für ein Schicksal auf sie warten wird. Es zeigt jedoch, wenn was mit Atomkraftwerken passiert, dann ist dies nicht mehr zu händeln. Zum Glück gibt es bei uns den Atomausstieg und die Forschung muss ein neues Gebiet beschreiten.
      Viele Grüße
      Jens

  • Puh, deine Geschichte hat mich richtig mitgenommen. Damals als das Unglück passiert ist war ich gerade mal 3 Jahre alt. Das einzige, woran ich mich erinnere ist, dass ich tagelang drinnen bleiben musste und lange Zeit nicht im Sand spielen durfte. Das ganze Ausmaß nun einmal verbildlicht zu sehen raubt mir ein wenig die Worte. Krasse Story, ehrlich.

  • Sehr, sehr spannend, Jens! Und das muss ich noch dringend loswerden: Was mir am allerbesten an diesem Artikel gefällt, ist erst einmal Deine anschauliche Beschreibung der Strahlenbelastung (ja, die habe ich mir reingezogen, weil ich das endlich mal fundiert fand) und dann vor allem Deine ganze, unaufgeregte Schreibe. Kein Clickbaiting bei der Überschrift, kein „boah voll gefährlich aber ich habs getan“, kein „voll krass“ (also ich meine jetzt nicht die genauen Formulierungen sondern eben die Superlative), obwohl das ja siher ein kleiiiines bisschen in den Fingern juckt. 😉 Wirklich klasse, informativ und nachvollziehend geschrieben, danke dafür,
    Viele Grüße
    /inka

    • Hallo Inka,

      vielen Dank für dein super Feedback. Zum Clickbaiting kann ich dir sagen, dass es mir nicht in den Fingern gejuckt hat. Warum, ganz einfach! Ich finde es in den letzten Monaten so fürchterlich wie so viele Blogs nur noch die Worte „ultimative“, „das must du gesehen/gemacht haben“ usw. benutzen. Das Tilt auch auf Das bezahlen mit Kreditkarten usw. ab. Manchmal denke ich, dass deren Leser für Kinder gehalten werden von den Bloggern, aber es geht mir doch darum die Uninspirierten zu inspirieren, Lust auf das Reisen zu machen. So wie das bei vielen zur Zeit mit dem Clickbaiting läuft, wird es auf kurz oder lang zur Langeweile kommen und Blogs sind dann nicht mehr eine angenehme Informationsquelle. Leider ?

      Dur liebe Grüße aus Kanchanaburi
      Jens

  • Hallo Jens,

    ich war ganz gefesselt von deinem Beitrag und empfinde die Bilder als sehr bedrückend. Gerade das Kinderheim hat schon einen ziemlichen Horrorfaktor. Auf jeden Fall ein spannendes Reiseziel und ein sehr prägender Ort für die jüngere Geschichte. Weißt du noch wie teuer deine Tour war?

    Liebe Grüße
    Marie

    • Hallo Marie,

      vielen Dank für dein liebes Feedback. Ja es war schon beeindruckend und so habe ich das auch vorher nicht erwartet gehabt.
      Dir Tour kostet €120,00 und startet in Kiew am Hauptbahnhof.
      Liebe Grüße

  • […] Blogger Jens Lüdicke aus Frankfurt am Main stattet Tschernobyl und der Geisterstadt Pripjat einen Besuch ab. Dort findet er unter anderem einen Vergnügungspark vor, der nach dem Atomkraft-Unglück nie eröffnet wurde, und eine geheime Radaranlage der ehemaligen UDSSR, die ein Frühwarnsystem für abgeschossene Atomraketen aus Amerika beherbergte und gleichzeitig Abhörstation war. Mehr lest Ihr hier. […]

  • Wow, Jens! Das ist mal eine beeindruckende Reisedestination! Ich wette, deine Gefühle haben Achterbahn gespielt. Ich stand vor ein paar Jahren mal in Hiroshima. Das war Gefühlsmäßig der Wahnsinn, aber da ist das Leben ja immerhin weiter gegangen. Ich finde es wunderbar, wie viel Hintergrundinformationen du zusammengetragen hast – ganz zu schweigen von deinem Beitrag zur Reise.
    Viele Grüße aus Cartagena sendet dir,
    Christin

  • Wow, total interessanter und spannender Artikel! Mir war gar nicht klar, dass man Tschernobyl besuchen kann. Vielen dank für die vielen Infos und den anschaulichen Bericht. Werde definitiv über einen Besuch nachdenken.

    • Hallo Kathrin,

      das freut mich, dass ich dir ein Reiseziel für deine Liste liefern konnte. Vielen Dank für die Blumen, es freut mich, wenn dir der Beitrag gefallen hat.
      Viele Grüße
      Jens

  • Respekt. Auch wenn du schreibst, dass es sicher ist, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich das trauen würde. Hätte da aber definitiv auch mal Bock drauf. Vielleicht habe ich ja irgendwann genug Mut 🙂
    Liebe Grüße
    Christina

    • Hallo Christina,

      ich hoofe ich konnte dir mit dem Bericht etwas Mut machen. Es ist klar, dass jeder seine eigene Entscheidung treffen wird um in diese Zone oder in ein unbekanntes Land zu fahren. Ich finde es immer wichtig Informationen zu sammeln und dann abzuwägen „Kann ich das verantworten, oder ist es zu gefährlich?“, denn dann brauche ich kein Mut. Mut brauche ich nur, wenn ich etwas, z.B. eine Situation, nicht abschätzen kann.
      Ich hoffe, dass du dieses Ziel irgendwann mal auf deine Bucketlist kommt! Ist ja ein perfektes Ziel für ein Kurztrip.
      Liebe Grüße
      Jens

  • Toller Artikel! Mit dem Computerspiel „Stalker“ aus 2007 habe ich auch einiges Interesse an Tschernobyl, der Katastrophe und ihre Folgen und Auswirkungen entwickelt. Eine Tour dort hin und nach Prybjat muss wie eine Reise in die Vergangenheit sein. Die Faszination einer der größten Lost Places überhaupt und Abschreckung, was Atomenergie anrichten kann üben heute wohl einen besonderen Reiz aus – ich würde so eine Tour auch gerne mal machen. Danke für deinen Bericht!

    Ronny

    • Hallo Ronny,

      danke für deinen Kommentar und du hast recht, es ist schon ein besonderer „Lost Place“. Ich kann dir nur empfehlen hinzufahren. Falls du den alten Reaktor 4 noch einmal sehen möchtest, dann solltest du vor November 2017 hinfahren, da ab dann die neue Schutzhülle fertig ist und über den Reaktor 4 geschoben wird.

      Viele Grüße
      Jens

      PS: Dein Blog sieht gut aus! Auch aus Südafrika die Beiträge kann ich gut nachvollziehen…. habe vieles wiedererkannt.

  • Hi Jens
    Super spannender und Informativer Bericht … ich könnte es mir glaub ich nicht vorstellen nach Tschernobyl zu reisen,
    allerdings nicht aus Angst vor der Strahlung.
    Ich glaube ich würde es kaum ertragen mir vorzustellen wie es den Menschen damals wohl gegangen ist.
    LG
    Katrin

    • Hallo Katrin,

      ich kann deine Entscheidung nachvollziehen, dass ist eine ganz persönliche Sache. Ich habe für mich erkannt, dass ich genau dies auf meinen Reisen „kennenlernen“ möchte. Ich finde es für mich wichtig, denn dann kann ich mir nur in Bruchteilen vorstellen wie sich Menschen fühlen müssen. Krasse Erfahrungen hatte ich nicht nur bei dieser Reise, sondern auch zum Beispiel in Somaliland, in afrikanischen Bussen oder in Banda Aceh am Strand. Für mich ist das ein wesentlicher Bestandteil von Reisen geworden.

      Liebe Grüße
      Jens

  • Danke für den sehr interessanten Bericht.
    Da es uns noch nie in die Ukraine verschlagen hat, habe ich mich mit Tschernobyl als Reiseziel auch noch nie auseinandergesetzt. Es ist sicher kein Ort, den ich auf meiner Bucket List ganz nach oben setzen würde, aber ich würde eine Reise dorthin nicht ausschließen. Ich finde es besonders spannend die Ecken eines Landes kennenzulernen, die nicht zu den klassischen Highlights gehören. Ganz besonders interessieren mich Orte, die etwas erzählen und da gehört Tschernobyl auf jeden Fall dazu. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Tag im April 1986, obwohl es bei uns in der DDR erst einige Tage später publik wurde.
    Mit dem Thema Strahlung mussten wir uns in diesem Jahr auch auseinandersetzen, wir waren 4 Wochen in Japan unterwegs. Haben uns aber nicht abschrecken lassen.

    • Hallo Frauke,

      abschrecken lasse ich mich von anderen nicht. Ich erkundige mich vorher, wie gefährlich ein gewisses Reiseziel ist. Ich bin der Meinung, dass wenn ich die Gefahren kenne mit ihnen umgehen kann. Wenn ich zum Schluss komme, dass ich die Gefahren nicht abschätzen kann, dann würde ich nicht hin fahren.
      Nach Japan würde ich auch sofort fahren, warum auch nicht! So lange ich dort nicht mein Seepferdchen im Abklingbecken mache hätte ich keine bedenken. Viele Leute hören nur ein paar Nachrichten und dann oft nicht richtig hin. Dazu kommt auch noch, dass sie sich nur negative Meldungen merken und das oft über Jahre. Daher gebe ich nichts auf diese Leute, informiere mich selber und fahre hin. Danach fragen mich oft diese Leute wie es war und wenn ich was darüber erzähle, dazu hab ich die Reise noch überlebt, merke ich wie ein „Nachdenken“ bei ihnen eintritt.
      Ich finde es klasse, dass ihr euch nicht abschrecken lasst.
      Viele Grüße
      Jens

  • Hi Jens,
    Tschernobyl hat einfach diesen faden Beigeschmack. Deshalb umso besser, dass du hier mal aufklärst und realistische Vergleiche der Strahlung anbringst. Zahlen und Fakten!
    Von der Höhenstrahlung wusste ich z.B. noch nichts. Aber ganz ehrlich, man kann doch jede Ecke der Welt schlecht reden, wenn man wöllte. Es fänden sich immer Schattenseiten, die skeptische Leute davon abhalten würden, zu reisen. Ich finde deinen Beitrag sehr gelungen und aufschlussreich.
    Viele Grüße,
    Stefanie

    • Hallo Stefanie,

      ja das mit der Hohenstrahlung war mir bekannt, aber wie hoch diese war nicht. Genauso was das Rönten getrifft. Ich fand es auch überraschend, wie „niedrig“ die Belastungen bei Besuch von Tschernobyl sind und wie „hoch“ doch Belastungen sind, die für uns ganz normal erscheinen. Unwissendheit macht Vorurteile.
      Zum Anderen hast du Ja du hast recht, es gibt Leute, die alles schlecht reden können… Von Sonne bekomme ich ja auch Sonnenbrand und Hautkrebs und deshalb fahre ich nicht nach XXX. Ich meine, wenn man immer ein gesundes Mittelmaß anlegt, dann lebt man recht gesund und gut 🙂
      Vielen Dank für dein Feedback
      LG Jens

  • Hallo Jens,
    krasse Sache, zunächst mal ist es echt nachvollziehbar, dass es die meisten Menschen als verrückt empfinden, nach Tschernobyl zu gehen. Nach deinen Erklärungen hätte ich weniger Angst und irgendwie interessant ist es auch, aber eine eigene Reise wäre es mir dann doch nicht wert, da bin ich ehrlich. Liegt wahrscheinlich daran, dass mir Natur und Landschaft wichtiger sind.
    Dein Fazit zur Atomenergie kann ich nur teilen und unterstützen!

    • Hallo Klaus,

      vielen Dank für dein Kommentar. Die Reise habe ich mit einer Reise nach Kiew verbunden. Ich wollte auch gerne mal Osteuropa ausprobieren und fand es sehr interessant. Osteuropa stand noch nie auf meiner Liste und so habe ich das mit verbunden. Die Natur mit seinen landschaft mag ich auch sehr gerne, aber ab und an mache ich gerne einen Städtetrip.
      Zur Automenergie, ich finde es super so schnell wie es geht Auszusteigen, jedoch muss dies in geregelten bahnen vollzogen werden. So wie es zur Zeit in Deutschland geht der letzte Meiler 2022 vom Netz, das wäre in fünf Jahren und diesen Zeitraum finde ich überschaubar. Da machen mir die schnellen Brüter in unseren Nachbarländer viel mehr Kopfzerbrechen. Denn wenn es da Knallt, dann ist das praktisch auch vor meiner Haustür!

      • Das stimmt leider, auf die Kraftwerke in den Nachbarländern haben wir kaum Einfluss, sie sind aber fast genauso gefährlich, v.a. wenn sie in Grenznähe stehen. Aber selbst ohne einen Atomunfall ist mir echt schleierhaft, wie man die langfristigen Probleme wie z.B. den Atommüll so ausblenden kann und Atomenergie als saubere und sichere Sache verkauft… Der Mensch neigt leider dazu, sehr kurzfristig zu denken und hauptsächlich auf den eigenen Vorteil bedacht. Siehe auch Klimawandel.

        • Ja wie war. Das mit dem Folgekosten hab ich ja bereits schon geschrieben, da wird der jetzige Stromkunde/Steuerzahler noch ein paar mal verarscht! Aber das durchschaut doch Keiner! Traurig, traurig, traurig

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