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Rennsteig – Etappe 4 – Masserberg nach Frauenwald

 

Halbzeit oder Bergfest auf dem Rennsteig

Halbzeit auf dem Rennsteig

Halbzeit auf dem Rennsteig

Heute war es soweit, der Eine nennt es Halbzeit, die Andere sagt Bergfest dazu! Für mich war es ein schönes Gefühl die Hälfte des Rennsteigs in Thüringen bewältigt zu haben. Ich würde es auch eher als Halbzeit bezeichnen, da noch ein paar Berganstiege vor mir liegen.

Nach der ersten Etappe dachte ich abends „Wann wird der Punkt kommen, an dem ich Aufgrund von körperlichen Leiden nicht mehr mag!“, aber Pusteblume – Heute kam ich mir richtig fit vor.

Kommunikation und Austausch auf der Etappe

Es war der erste Tag, an dem ich viele gleichaltrige Wanderer getroffen habe, das kommt aus dem Grund, da sie alle in die andere Richtung laufen. Aber für ein paar Minuten der Rast und des Austausches war Zeit. Interessanterer Weise gaben fast alle den selben Grund an, warum auch ich den Rennsteig laufe. Sie meinten, warum nicht mal vor der Haustür Urlaub machen und Deutschland hat soviel zu bieten.

Gute Luft und Wald und pünktlich am Ziel

Nach den letzten Tagen der Hitze war es heute sehr schwül. Die Hitze machte mir nicht viel aus, das Schwüle schon etwas mehr – Das T-Shirt musste heute mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Das angenehme an der Schwüle war aber, dass der Wald herrlich duftet! Das Atmen war ein Genuss und der Weg ging meistens durch den Wald.

Zirka 5 km vor Neustadt am Rennsteig (von Masserberg aus) führt der Weg an der Straße und in der Sonne entlang. Aber der Rennsteig ist nun mal seit je her ein Handelsweg und somit gehören die Straßen ab und an mal dazu. Zum Glück ist der Verkehr nicht besonders hoch, so dass mich es nicht sehr stört.

Mein Ziel war der Frauenwald und das Bunkermuseum

Das Bunkermuseum Frauenwald

Das Bunkermuseum Frauenwald

Vorweg genommen, ich habe keine Frau im Wald gefunden und muss also morgen doch alleine weiter laufen. Ich residiere direkt im Waldhotel „Rennsteighöhe“, das den direkten Zugang zum Bunkermuseum hat.

Nach dem ich mich frisch gemacht hatte, verschlug es mich direkt in den Bunker. Ich war doch tatsächlich der Einzige zu der Stunde und so genoss ich eine Privatführung. Super! Der Guide diente in beiden Deutschen Armen und ist zudem noch reiseverrückt wie ich. So haben wir schnell einen Draht zu einander und er erklärt mir den Aufbau des Bunkers und so manche kleine Geschichte dazu.

Was hier unter der Tarnung einer Trinkwasserspeicherung Gebaut wurde, sollte als Gefechts- und Schutzanlage für die Bezirksverwaltung Suhl dienen. Vergleicht man dies nun zu Heute, so wäre es ein Ort, an dem eine Landesregierung in Krisenzeiten das Kommando ausübt. Der Bunker lebt mit seiner Ausstattung, die über Jahre wieder zusammen getragen wurde auch mit der Unterstützung der ortsansässigen Vereine. Die Führung kann ich nur empfehlen. Ein Tipp von mir, nehmt ein Sweatshirt mit, da es um die 10° Grad im Bunker ist.

 

 

Die Rennsteigerkenntnis des Tages

Denk immer dran, wenn du einen Berg herunter läufst, auf der anderen Seite des Tales geht es wieder bergauf!

Rennsteig – Etappe 5 – Frauenwald nach Schneekopf

Als ich gestern Abend die Nachrichten gesehen habe, habe ich mir still und heimlich gedacht „Mensch hab ich ein Glück mit dem Wetter!“. Die Nacht hat es leicht gewittert und so war der Weg feucht und die Sonne war von einigen Wolken verdeckt. Die Temperatur war nach den letzten vier Tagen mit 20° Grad schön frisch und das Wandern dadurch noch angenehmer.

Folge dem Angebot und nimm den Alternativweg über den Finsterberg

Der Finsterberg

Der Finsterberg

Am Wegesrand erscheint ein Hinweisschild und macht Werbung für den Alternativweg über den Finsterberg. Nach kurzer Sichtung stelle ich fest, dass es wohl nur ein kleiner Umweg von 500m sein soll, aber dafür abseits der Straße. Klar ist, dass es wohl bergauf gehen soll. 800 Meter vor dem Gipfel steht noch eine Markierung und ich denke, jetzt kann es ja nicht mehr weit sein. Weit ist es nicht mehr, aber der Anstieg hat es auf den nächsten 500 Metern in sich. Gefühlte 250% Steigung, aber nach ein paar Minuten stehe ich oben und genieße die frische Brise und die Aussicht. Ganz alleine wird eine Rast eingelegt – ich bin nicht in eile!

Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zum Schneekopf, der mein heutiges Tagesziel sein soll.

Die Neue Gehlberger Hütte ein Highlight auf meiner bisherigen Rennsteigwanderung

Die Neue Gehlberger Hütte ein Highlight auf dem Rennsteig

Die Neue Gehlberger Hütte ein Highlight auf dem Rennsteig

Ich komme an, der Hüttenwirt Thomas sitzt in der Sonne vor der Hütte bei einer Tasse Kaffee. Ich stelle mich vor und die nette Bedienung meint vor Schreck, dass mein Bett noch gar nicht fertig sei. Kein Stress, kein Stress meine ich. Sie verschwindet schnell und ich muss mich innen reinsetzen, da mein T-Shirt völlig verschwitzt ist. Thomas kommt mit rein und bringt mir erst mal eine Apfelsaft Schorle.

Ich bin überwältigt von der Hütteneinrichtung, total mein Stil. Wir unterhalten uns und er erzählt mir, dass die Hütte seit 2009 offen sei, 28 Personen übernachten können, bei gutem Wetter viel los sei und die Auslastung der Rennsteigwanderer positiv sei. Das freut mich, da hier wirklich ein Highlight auf dem Rennsteig entstanden ist.

Er schließt die Wirtschaft um 17 Uhr und dann sind die Gäste alleine auf der Hütte. Für mich bedeutet dies heute Nacht, dass ich der Hüttenwirt bin, da kein anderer Wanderer mit mir übernachtet. Ich freu mich auf die Nacht in totaler Stille, wie sieht es mit dir aus? Würdest du auch gerne mal alleine auf so einer Hütte übernachten?

Der Aussichts- Kletterturm auf dem Schneeberg

Der Aussichts- Kletterturm auf dem Schneeberg

Der Aussichts- Kletterturm auf dem Schneeberg

Schon auf dem Balkon der Gehlberger Hütte ist das Panorama super, aber vom Aussichtsturm neben an erst!! Interessanter Weise ist der Aussichtsturm gleichzeitig ein Kletterturm. Von außen ist es möglich hochzuklettern. Ab und an wird das auch von einer Outdoorfirma angeboten. Also, wer klettern möchte kann dann auch noch auf seine Kosten kommen.

Nicht weit entfernt von dem Turm und der Hütte ist die Teufelskanzel, die einen wunderschönen Blick ins Erfurter Becken (Gehlberg, Geraberg, Arnstadt) freigibt.

 

 

Die Rennsteigerkenntnis des Tages

Jeder Wandertag hält eine neue Überraschung parat!

 

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Disclaimer: Meine Reise wurde unterstützt durch die Thüringen Tourismus GmbH

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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