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Cu Chi Tunnel - Vietnam
Cu Chi Tunnel - Vietnam

Ich habe es doch noch geschafft. Kurz bevor mein Visa abläuft bin ich in Ho-Chi-Mhin-Stadt (früher Saigon) angekommen. Vor vier Wochen dachte ich: „Was sollst du hier in Vietnam nur solange machen?“ Und nun fehlen mir bestimmt noch zwei, drei Wochen für das Land! Schade, aber es ist wie es ist und ich muss das Beste daraus machen.

Für Saigon und die nähere Umgebung habe ich genau drei Tage, aus diesem Grund entschließe ich mich zwei Touren zu buchen. Die erste Tour geht an und auf den Mekong River und die Zweite zu den bekannten Cu Chi Tunnels aus dem Vietnamkrieg.

Ankunft in Saigon

District 1 in Saigon

District 1 in Saigon

Ich erreiche um 6 Uhr morgens Saigon und stehe am Büro der Busfirma TheSinhTourist. Ich bin in Vietnam fast ausschließlich mit dieser Busfirma gefahren, da sie mir in Hanoi von meinen Couchsurfer-Freunden empfohlen worden ist. Der Grund ist einfach, denn diese Firma überbucht ihre Busse nicht, so dass man sicher sein kann, dass der Platz auch vorhanden ist. Vielleicht ist es etwas teurer, aber dafür ist die Fahrt recht sicher. Als Gegenpart gibt es die OpenBus-Tickets von verschiedenen anderen Busunternehmen. Dies sind eine Art Hopp-On-Hopp-Off Tickets, die vielleicht etwas günstiger sind. Jedoch ist nicht sicher, dass man einen Platz bekommt, wenn an dem Tag viele mitfahren und es sind nicht immer sicherer Busse und Fahrer.

Komme ich wieder zurück zu meiner Ankunft. Das Büro von TheSinhTourist liegt im District 1 und somit direkt in der Innenstadt. Um die Ecke komme ich in eine Art „Khoa-San-Road“, wo es viele Unterkünfte, Essen- und Souvenirstände gibt. Ich finde ein günstiges Hotel, welches nicht umwerfend ist, aber ich sofort das Zimmer beziehen kann.

Nach drei Stunden schlaf stehe ich auf und sehe mich in der Stadt um. Ich möchte meine zwei Tage planen und vergleiche die Preise für solche Touren. Mit dem Stadtplan in der Hand fällt mir erst einmal auf, dass die Stadt flächenmäßig riesen groß ist, sie hat immerhin weit mehr als 7 Millionen Einwohner. Allerdings, gibt es nicht gerade so viele Sightseeings für eine solch große Stadt. Ich laufe durch die Altstadt, die mich etwas enttäuscht und möchte mir dann die folgende Highlights wie „Post Office, die Kathedrale Notre Dame, dem Ben Thanh Market (Markthalle), dem Rathaus, der Oper/Theater und dem War-Museum“ ansehen.

Auf zum Sightseeing in Saigon

Die Kathedrale Notre Dame in Saigon

Die Kathedrale Notre Dame in Saigon

Als erstes komme ich an der Kathedrale Notre Dame vorbei und musste leider feststellen, dass diese verschlossen war. Sehr schade, aber der Anblick von draußen ist sehr schön. Eine viertel Drehung nach rechts und schon stehe ich vor dem Gebäude der Hauptpost. Auch dieses Gebäude beeindruckt mich von außen. Es fällt gleich auf, dass das Gebäude einen europäischen Architekten haben musste. Als ich danach googelte kam dann auch die Bestätigung, der Architekt war Gustave Eiffel. Als ich in die Halle trat war ich wirklich verzückt, ein wunderschönes Gebäude gab sich preis mit den Holztäfelungen, den alten Uhren mit der Zeit aus aller Welt und den gemalten Karten.

Weiter ging es als nächstes lang das War-Museum auf meinem Weg. Ich bin kein großer Meuseumsgänger, aber dieses Museum lege ich allen ans Herz. Im Außenbereich stehen noch viele Panzer, Artilleriegeschosse, Hubschrauber und ähnliches Kriegszeug rum. Das ist zwar recht interessant, aber im Museum drin wurden die Folgen des Vietnamkrieges gezeigt. Ein Krieg ist immer Sinnlos, aber wenn dann die Zivilbevölkerung einfach bebombt wird, dann frage ich mich nach der Ethik und der Moral der Generäle und Soldaten. Auch wenn das Museum durch den kommunistischen Staat hergerichtet wurde und die Geschichte dementsprechend dargestellt wird, können die Amerikaner nicht stolz auf Ihre Taten sein. Im Museum drin werden fast nur Bilder gezeigt, die mir die Auswirkungen auf die Operation „Argent-Orange“ zeigten und erschaudern ließen. Wenn ich jetzt durchdaran denke, wie freundlich die Vietnamesen sind und immer ein Lachen auch den Lippen, dann muss ich mich schon wundern.

Weiter ging es und ich kam Ben Thanh Market vorbei. Beim schlendern durch die Markthalle gönnte ich mir einen leckeren Che, ein Dessert aus Bohnen, Mais oder ähnlichen. Mir hat die Markthalle jetzt nicht besonders gut gefallen, daher bin ich dann auch gleich weiter gelaufen. Erst lief ich an der Oper vorbei, die doch ein recht kleines Gebäude ist und kurz darauf sah ich noch das Rathaus. Erschöpft kam ich dann Abends nach Hause und fand sogar laut Albans Meinung das beste Bun Cha Restaurants von Saigon. Es war richtig lecker! Auf dem Heimweg buchte ich dann für die nächsten zwei Tage noch die Touren für den Mekong und die Cu Chi Tunnel.

Auf gehts zum Mekong

Auf einem Seitenarm des Mekong

Auf einem Seitenarm des Mekong

Ich mag solche Touren nicht da sie meistens nicht das halten, was sie versprechen. Mir läuft die Zeit davon und daher muss ich mich jetzt damit abfinden. Der heutige Ausflug geht auf den Mekong ungefähr 90 Kilometer von Saigon entfernt. Das Minibus bringt uns an den Fluss und die eineinhalb stündige Fahrt wird nur von einer Frühstückpause unterbrochen. Am Mekong angekommen werden wir auf ein Boot gebracht. Hier wird mir erst einmal klar wie breit dieser Fluss ist. Wir setzten über an das andere Ufer, allerdings dauert die Fahrt bestimmt eine gute halbe Stunde. Das mit dem Übersetzten kam mir jedoch nur so vor, da wir zwei große Inseln im Mekong ansteuern. Die eine Insel hieß „Turtel-Island“ und den Namen der Zweiten hab ich vergessen.

Wie ich es erwartet hatte folgte nach der gelungen Anlandung ein Verkaufsstand nach dem Anderen. Das Highlight endete darin, dass wir uns ein Imker ansehen durften. Dabei wollte ich doch auf den Mekong und keinen Honig testen! Weiter ging es dann zur zweiten Insel. Hier liefen wir ein kleinen Moment einen Weg entlang und wurden dann in kleineres Boot gesteckt. Das kleinere Boot fuhr uns durch ein paar kleine Kanäle, was sehr nett und schön anzusehen war. Am Ende ging es dann zum Essen und danach durften wir mit einem Fahrrad 30 Minuten umherfahren. Kurzdarauf wurden wir wieder in die Boote gesetzt und zu unserem großen Boot gebracht, dass uns dann wieder über den Mekong zum Minibus schipperte. Von dort aus ging es dann wieder zurück nach Saigon.

Wie ich mir schon gedacht hatte, war es nicht das Mekongerlebnis, welches ich mir vorgestellt hatte. Ich nehme das positive mit und weiß, dass ich nochmal länger über den Mekong reisen muss.

Jetzt geht es zu den Cu Chi Tunnel

Die Cu Chi Tunnel

Die Cu Chi Tunnel

Der zweite Ausflug ging zu den Cu Chi Tunnel. Morgens wurde ich an dem Art Reisebüro wieder mit dem Minibus abgeholt. Die Cu Chi Tunnel liegen ungefähr 80 Kilometer von Saigon entfernt. Geschichtlich sind sie 1948 im Indochinakrieg gegen Frankreich entstanden und haben diesen Tunneln die Gegner schwer im Schacht gehalten.

Die Tunnel von Cu Chi entstanden 1948 im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich und wurden dann von 1960 bis 1975 im Vietnamkrieg von den Partisanen ausgebaut und benutzt um sich dort zu verstecken. Die Tunnel reichen von der Provinz Cu Chi bis ins ca. 80 km entfernte Saigon. Ganze kleine Dorfer lebten zu dieser Zeit unter der Erde, es gab sogar einige Schulen.

Heute gibt es noch einen ca. 90 Meter langen Tunnel, der allerdings für uns „Westler“ etwas vergrößert wurde! Des weitern werden Techniken gezeigt, wie die Landbevölkerung erst Tiere und dann Soldaten damit jagten. Wer genügend Geld hat und an Waffen interessiert ist kann dort auch mit einem Maschinengewehr oder Pistole rumballern. Die Tour war nicht schlecht vor allem aus dem Grund, weil ich genau dasselbe gesehen hätte, wenn ich auf eigene Faust losgezogen wäre.

Ein kurzes Fazit zu Vietnam:

Vietnam hat mir super gefallen. Es gab viele vorher, die mich gewarnt hatten „Ach die Vietnamesen sehen dich nur als Geldautomaten an und sind falsch!“. Ich glaube, dass in den ersten eins, zwei Tagen eines Landes die Weichen gestellt werden, ob einem das Land gefällt oder nicht. Ich hatte hier super viel Glück und immer nur nette und hilfsbereite Vietnamesen getroffen. Hier in Saigon ist es schon etwas nervend, wenn alle 30 Sekunden jemand mich anspricht „Mr. Motortaxi, …..??“! Das ist halt immer ein Problem mit dem Tourismus und ich nehme es gelassen, aber ich kann verstehen, dass jemand schnell die Lust an den Vietnamesen bekommt.
Eins noch! Ich werde das Essen vermissen, besonders Pho, Bun Cha und Che 😉

Und noch ein kleiner Nachtrag!

Ich habe ein Video zur Motorrad Tour durch Nord-Vietnam gemacht, doch leider konnte ich es niergends unterwegs hochladen. In saigon hat es endlich geklappt und so kommt ihr noch in den Genuß vonein paar bewegten Bildern! Viel Spaß 😎

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Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Vietnam:

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hi Jens,

    ich lese echt gerne Deine Erlebnisse. Hätte echt nicht gedacht, daß Du die Jahrestour durchziehst, über die Du damals 2007 in Sambia schon gesprochen hast. Ich habe mir Dich als Ansporn genommen und jetzt auch eine Shortversion der Weltreise geplant (leider nur 3 Monate). Mein Schwerpunkt liegt aber in Vietnam. Sieht ja so aus, als ob die Entscheidung richtig war.
    Mal schaun, vielleicht sieht man sich mal in Frankfurt.
    Gruß
    Andre

    • Hallo Andre,

      du hattest auch an deine Projekt mit der Webseite festgehalten und es durchgezogen! Was lange dauert…wird dann richtig gut! Vietnam war ein tolles Land für mich, aber ich treffe auch Reisende, die es nach drei Tagen wieder verlassen wollten. Der Norden hat super schöne Landschaften und wenn du abseits der Pfade die bewegst, dann ist es wirklich klasse!

      Viel Spaß wünsche ich dir!

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