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Salzwüste Bolivien – Jeep Tour Salar de Uyuni
Mit dem Jeep von San Pedro de Atacama nach Uyuni, vorbei an Lagunen Geysiren, Bergen, Flamingos und den klaren Sternenhimmel bei Nacht.
Mit dem Jeep geht es von San Pedro de Atacama nach Uyuni – der Südamerika Road Trip geht weiter und endlich geht es zur Salzwüste Bolivien. Die Salar de Uyuni Tour Tour war ein Highlight auf meiner Weltreise und damals stand der Salar komplett unter Wasser, so dass ich mir damals sagt: „Hey hier kommst du noch einmal her, wenn der Salar de Uyuni trocken ist. Im Mai ist somit die Beste Reisezeit für die Salzwüste in Bolivien und somit ging es auch im Mai noch einmal dort hin.

In meinem vorherigen Post „Salar de Uyuni Tour – Der ultimative Guide, die Jeep-Tour durch Bolivien“ habe ich dir mal ein paar Tipps von meinen zwei Reisen aufgeschrieben und hier wollte ich schreiben wie ich die Tour zur Salzwüste Bolivien selbst empfand.

San Pedro de Atacama – Grenzstadt Chiles & das Tor zur Salzwüste Bolivien

Die Kirche von San Pedro de Atacama

Die Kirche von San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama ist schon ein komisches Städtchen, aber es ist halt das Touristensprungbrett zur Salzwüste Bolivien. Der Markplatz mit der schönen Kirche ist der Mittelpunkt, aber in den Gassen dahinter steppt der Bär. Die Stadt ist noch so wie vor sechs Jahren, allerdings ist der Touri-Basar wesentlich größer. Ein Tour Anbieter war schnell ausgewählt und leider geht es direkt am nächsten Morgen weiter nach Bolivien, denn die Jeep Tour startet. Die billige Unterkunft war schnell gefunden und für einen Tag in Ordnung. Nach ein paar Empanadas ging es noch Geld tauschen um genügend Bolivianos zu haben und ein paar Besorgungen machen. Hier findest du deine Unterkunft in San Pedro.

San Pedro de Atacama und zu wenig Zeit

Vier Wochen sind eigentlich eine lange Zeit um von Chile bis nach Peru zu reisen, aber dennoch viel zu kurz. Leider werde ich dieses Gefühl noch ein paar Mal auf der Reise haben und für San Pedro de Atacama fehlt mindestens ein wenn nicht sogar zwei Tage. Die Tage können dann zur Akklimatisation genutzt und ein paar Sehenswürdigkeiten besucht werden. Zum Glück hatte ich das letzte Mal etwas mehr Zeit und ich besuchte damals mit dem Fahrrad das Valle de la Muerte (Tal des Todes) und das Valle de la Luna (Tal des Mondes). Schade, aber gerade das Valle de la Luna hätte ich gerne noch mal besucht.

Abends ging es noch in einen kleinen Pub, aber da sich die Höhe in Form von kleinen Kopfschmerzen meldete blieb ich lieber bei antialkoholischer Cola Zero. Der Abend wurde dann auch nicht so alt, denn früh Morgens ging es schlieslich los mit der Jeep Tour zum Salar de Uyuni.

An der Grenzstation Chiles ist es kalt

Die Grenzstation von Chile auf guten 3500 Meter Höhe

Die Grenzstation von Chile auf guten 3500 Meter Höhe

Früh morgens sammelt uns ein Kleinbus am Hostel ein und es geht ca. eineinhalb Stunden bis zur neuen Grenze von Chile. Vor sechs Jahren war die Grenzstation noch direkt am sogenannten Busbahnhof in San Pedro de Atacama und jetzt gibt es auf bestimmt 3500 Meter Höhe eine neue Station im nirgendwo. Bei unserem Bus verreckt das Getriebe und wir kommen gerade noch zur Grenzstation, aber es geht nicht mehr weiter. Normalerweise sollte uns der Kleinbus noch durch das „Niemandsland“ zur bolivianischen Grenzstation bringen, jedoch bewegt sich unser Bus keinen Meter mehr. Daher gibt es jetzt erst einmal das erste Frühstück auf der Tour und der Busfahrer versucht die Jeeps aus Bolivien zu erreichen, damit sie uns direkt hinter der Grenzstation abholen. Nach dem Frühstück dauert es bestimmt noch gute eineinhalb Stunden, bis die Jeeps da sind. Mit unseren Rucksäcken sind wir dann erst zur Ausreise drei hundert Meter hingelaufen und man merkt die Höhe. Ein Kumpel von mir baut schon ab und die Höhenkrankheit hat ihn spätesten an der bolivianischen Grenzstation voll im Griff. Wie immer ist die Ausreise (auch die Einreise) wie in ganz Südamerika unkompliziert. Stempel in den Pass und ¡Adios Amigos!

Der Grenzübertritt nach Bolivien – Unkompliziert und freundlich wie immer

Die Grenzstation von Bolivien

Die Grenzstation von Bolivien auf geht es zur Salzwüste

Ein Land macht einfach schon ab der ersten Minute spaß, wenn der Grenzbeamte nett ist und die Einreise innerhalb von einer Minute erledigt ist. Bolivien ist so ein Land, noch nie hatte ich einen unfreundlichen Mitarbeiter oder irgendwelche Probleme. So dürfte es immer sein!

Da das Gebäude der Grenzstation recht klein ist, können immer nur zwei drei Leute reingehen, die Zeit nutze ich um ein paar Fotos zu machen, denn auch in diesem Punkt ist diese Grenze angenehm und es gibt kein ärger.

Was ich auf der Jeep von San Pedro de Atacama nach Uyuni so liebe

Eine der meistgestellten Fragen ist „Wo und in welchem Land war es denn am Schönsten?“ und genau diese Frage kann ich nicht beantworten. Jedes Land an sich ist schön und hat was, aber was ich sagen kann ist, dass es definitiv Highlights gibt. Neben der Chinesischen Mauer ist die Tour über die Anden zum Salar einfach wunderschön und ein Highlight.

Die Anden sind alleine schon wegen ihrer Höhe der Wahnsinn, denn ehrlich gesagt da kann Europa nicht mithalten. Für mich sind hier die Farben, der Himmel und die Sterne einmalig und deshalb wollte ich auch nochmal zurück.

Die Farben der Lagunen und der Flamingos

Die Laguna Colorada (Die Rote Lagune) mit ihrer traumhaften Landschaft und den Flamingos

Die Laguna Colorada (Die Rote Lagune) mit ihrer traumhaften Landschaft und den Flamingos

Welche Farbe hätten Sie denn gerne? Rot, Grün, Weiß die Lagunen sind immer anders und jedes Mal wieder ein Highlight für die Augen. Die pinken Flamingos sind das „i-Pünktchen“ und die Tiere zu beobachten macht einfach Spaß.  Die Natur hat hier oben in den bolivianischen Anden ganze Arbeit geleistet und auch wenn ich das zweite Mal davor stehe, ich bin beeindruckt.

Die Farben der Landschaft mit den Bergen, Vulkanen und Kakteen

Die Laguna Colorada (Die Rote Lagune) mit ihrer traumhaften Landschaft und den Flamingos

Die Laguna Colorada (Die Rote Lagune) mit ihrer traumhaften Landschaft und den Flamingos

Hast du schon mal Berge gesehen, die aus bis zu sieben Farben bestehen? Von grün bis braun und weiter zu dem blauen Himmel. Das Farbspektrum ist wunderbar und dann die Vulkane mit ihren schneebedeckten Puderzuckergipfeln. Auf dem Salar das strahlende Weiß und in Mitten dieses Salzsees erhebt sich eine Insel, die von einer Horde Kakteen bevölkert ist. Auch wenn die Landschaft während der Fahrt sich ähnelt, findet das Auge immer wieder was Neues.

Das warme und kochende Wasser

Es brodelt, zischt und dampft bei den Sol de Mañana Geysire

Es brodelt, zischt und dampft bei den Sol de Mañana Geysire

Auf 4400 Meter Höhe ist es kalt und was macht man dann? Klar man legt sich in einen warmen Pool und genießt die Landschaft. Von den vulkanischen Aktivitäten werden auch die Geysire gefüttert und sie blubbern, zischen und stinken so vor sich hin. Das Naturschauspiel sieht man auch nicht alle Tage.

Der Spielplatz für ausgewachsene Kinder

Cementerio de Trenes Der Friedhof der Lokomotiven bei Uyuni

Cementerio de Trenes Der Friedhof der Lokomotiven bei der Salzwüste Bolivien

Der Friedhof der Lokomotiven ist ein Spielplatz für Erwachsene. Wo in der Welt kann man einfach so auf alten Dampflokomotiven herumklettern? Dazu ist der Cementerio de Trenes noch ein wunderbares Fotomotiv und jeder Fotograf kommt hier auf seine Kosten. Mir macht das Erkunden zwischen dem rostenden Stahl spaß und das eine oder andere schöne Foto gibt es noch dazu.

Bequemlichkeit gibt es eher nicht

Die Jeeps sind voll mit Touristen und wer wirklich Pech hat, der sitzt zu siebt im Jeep. Ich hatte das Glück bei beiden Touren immer nur mit 5 Touristen und dem Fahrer im Auto zu sitzen, so ist wenigstens etwas Platz vorhanden. Bequem ist es aber dennoch nicht.

Das Essen finde ich lecker und es war ausreichend vorhanden, es musst keiner von uns hungern.

Die Betten und vor allem die Decken sind jetzt nicht der Knaller, aber umso mehr freut man sich auf ein gutes Bett nach der Tour. Die Decken sind halt unheimlich schwer und damit es in der Nacht warm genug ist, sind halt drei oder vier Decken nötig. Das mit den schweren Decken fand ich immer unangenehm, aber die Tour ist halt auch kein Ponyhof.

Gab es eigentlich eine Dusche?  Also auf der ersten Übernachtung bin ich mir nicht sicher, aber mit Sicherheit hätte ich da nicht geduscht, denn es war auf 4200 Metern einfach zu kalt und warmes Wasser hätte es auch nicht gegeben. Da freute ich mich lieber auf die warme, wenn auch kostenpflichtige, Dusche im Salzhotel. Eine Wellnesstour ist diese Tour bestimmt nicht, aber ihr Reiz hat sie halt woanders.

Würde ich die Tour auch ein drittes Mal machen?

Ja definitiv, so anstrengend wie die Tour mit der Höhe ist, so gerne würde ich Tour auch ein drittes Mal machen. Es gibt dann bestimmt neben dem „altbekannten“ auch wieder was Neues zu sehen. Was mich jedoch so fasziniert hat, das waren die vielen unterschiedlichen Landschaften und Farben. Ein Highlight bleibt halt ein Highlight und deshalb ist es auch immer ein Besuch wert.

Wie sind deine Erfahrungen oder deine Erwartungen?

Warst du schon mal unterwegs mit einer Jeep Tour von San Pedro de Atacama nach Uyuni? Wenn Ja, was war dein Highlight auf der Tour über die Salzwüste Bolivien, oder kamst du in Uyuni an und dachtest „nie mehr!“? Du hast vor die Tour über die Anden während deiner nächsten Reise durch Bolivien zu machen? Mich würde interessieren, was deine Erwartungen sind und warum du diese Tour machen möchtest. Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Hier die Bilder zur Jeep Tour Salar de Uyuni und der Salzwüste Bolivien

Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Bolivien

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Facebook, Twitter & Co. verfolgen würdest.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

    • Hallo Sabine,

      ich fand die Laguna Hedionda und die Laguna Colorada am schönsten. Allerdings ist die Landschaft auf der kompletten Tour einfach nur der Hammer und daher sind alle Tage ein Highlight.

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