Afrika Seychellen

Segeln auf den Seychellen mein Yachtcharter Erlebnis

Die Seychellen sind ein Traumziel für viele Reisende. Nicht nur Frischverheiratete, wollen die Traumstrände der Seychellen erleben, sondern auch viele Normalurlauber. Ja, die Seychellen sind teuer und die Kosten an Land sind höher als auf einer Segelyacht. Ein Urlaub an Bord eines Segelschiffs kann die günstigere Variante einer Seychellen Erkundung sein, aber dazu später mehr. Erfahre mehr über meine kleine Segelyacht Kreuzfahrt von Mahé über La Digue und Praslin. Eine Woche, sieben Tage und mindestens sieben Trauminseln warteten auf mich, hier kommen meine Erfahrungen.

Anreise Segelkreuzfahrt auf Mahé Seychellen

Die Reise zum Segelurlaub auf die Seychellen startet am Flughafen. Die Anreise zum internationalen Flughafen der Seychellen (SEZ) dauert bei einem Direktflug 9 Stunden und mit einem Zwischenstopp inklusive Umsteigen 14 Stunden. Direktflüge gibt es mit Condor ab Frankfurt und Edelweiss Air ab Zürich. Selber bin ich kein Fan von Condor, schlechter Service und das Entertainment-System hat keine Auswahl für einen Langstreckenflug. Alles kostet extra und dann wähle ich lieber eine Airline, bei der der Urlaub am Flughafen beginnt. Diese Flüge mit einem Zwischenstopp gibt es:

  • British Airways mit Zwischenstopp in London
  • Emirates mit Zwischenstopp in Dubai
  • Qatar mit Zwischenstopp in Doha
  • Ethiad Airways mit Zwischenstopp in Abu Dhabi
  • Ethiopian Airlines mit Zwischenstopp in Addis Abeba
  • Turkish Airlines mit Zwischenstopp in Istanbul
  • Air France (kann ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen) mit Zwischenstopp in Paris

Ich bin mit Ethiad Airways geflogen, da sie einfach das beste Angebot für € 660 bei der Buchung hatten. Gerechnet habe ich mit € 900 bis € 1.000 für das Flugticket und mit diesem Preis sollte man kalkulieren. Persönlich finde ich einen Zwischenstopp nicht schlimm, da ich mir die Beine vertreten kann und somit einer Thrombose entgegenwirken kann.

Anreise vom Airport Mahé zum Yachthafen Eden Island

Vom Airport Mahé bis zum Yachthafen Eden Island sind es sieben Kilometer, von der Hauptstadt Victoria sind es fünf Kilometer und jeweils mit dem Taxi sind es keine 15 Minuten. Eine Taxifahrt wird zwischen 30 und 40 Euro kosten, da die Taxen auf Mahé nicht gerade günstig sind.

Der Katamaran und seine Crew

Unser Katamaran an der Marina Eden Island

Unser Katamaran an der Marina Eden Island

Unzählige Katamarane von mehreren Yacht-Charta Firmen gibt es auf den Seychellen. Ich war mit Dream Yacht Charter unterwegs und alleine diese Firma hat 34 Katamarane und 10 Einrumpfboote dort im Einsatz. Ich kann mich nur zum Katamaran äußern und mein Segelboot hatte sechs Kabinen mit Doppelbetten inklusive Toilette und Dusche für die Gäste. Dazu kam die Crew mit zwei Personen, die ihr eigenes kleine Reich hatten. Die Katamarane haben von drei bis sechs Kabinen an Board. Hier gibt es wohl noch kleine Unterschiede, denn auf den Webseiten sehe ich immer wieder, dass es Katamarane mit zum Beispiel 6 Kabinen und 4 Toiletten gibt. Die Frage sollte vorher geklärt werden, ob du eine eigene Toilette und Dusche hast, oder ob du diese mit einem anderen Gast teilen musst. Mein Katamaran hatte Sechs Kabinen mit eigener Toilette und Bad.

Die Crew All-inclusive-Kreuzfahrt

Die Crew setzt sich aus zwei Personen zusammen. Die erste Person ist der Skipper, der als Kapitän das Sagen auf dem Segelboot hat, die Gäste abends oder morgens über die nächsten Aktivitäten informiert. Die zweite Person ist der Chef de Cuisine, der seine Gäste jeden Tag dreimal am Tag mit seinen Kochkünsten begeistert. Skipper und Koch waren klasse, immer freundlich, hilfsbereit und zwei coole Typen.

Das Ein-Checken an der Basis auf Eden Island

Die Shopping-Mall Eden Plaza von Eden Island

Die Shopping-Mall Eden Plaza von Eden Island

Das Ein-Checken an der Basis der Yacht-Charter Firma erfolgt bei den meisten Yacht-Charter in deren Ladenbüros, die in der Shopping-Mall “Eden Plaza” von Eden Island sind. Mein Ein-Checken erfolgte Montagsmorgens und hier merkte ich schnell, dass das Inselhopping mit den komfortablen Katamaranen ein Segelerlebnis für die Masse ist. Vor dem Büro standen schon um die 50 Personen und warteten. Im Büro wurde noch die Hafengebühr bezahlt und dann bekam man sein Boot-Name genannt. Vor dem Büro wurden die kleinen Reisegruppen vom Skipper abgeholt, der seine Gäste zum Boot brachte. Jeder musste sein Gepäck selber bis zur Anlegestelle im Hafen tragen und hier komme ich zum nächsten interessanten Thema „Kabine und Gepäck“.

Die Kabine und wieviel Gepäck sollte ich mitnehmen

Unser Bett in der Kabine

Unser Bett in der Kabine

Die Kabine und das dazugehörige Bad inklusive Toilette haben mich persönlich überzeugt. Das Doppelbett war groß und unter dem hinteren Teil des Bettes konnte man noch in zwei Schubladen einige Sachen unterbringen. Ich denke, dass das perfekte Gepäck folgendermaßen aussieht: Eine Reisetasche oder ein Rucksack, der 55 bis 65 Liter nicht übersteigen sollte. Dazu kommt noch ein Tagesrucksack dazu, in dem auf dem Flug, wie Fotoapparat, Smartphone und andere wichtigen Sachen aufbewahrt werden.

Der Ausgangshafen Eden Island auf Mahé

Eden Island auf Mahé ist eine künstlich angelegte Insel, die auf einem Korallenriff aufgesetzt wurde. Eden Island wurde erbaut um ein exklusives Publikum stilvollen Apartments am Wasser mit Privatsphäre zu bieten, die dazu einen bequemen Zugang zu ihren Liegeplätzen der Yachten haben. Die Marina auf Eden Island beherbergt auch Boote und Yachten von ansässigen Firmen und Bootsreisenden. Hier startet und endet deine All-inclusive-Kreuzfahrt durch die Inselwelt der Seychellen.

Mein Lese-Tipp im Netz zum Inselhopping durch die Seychellen

Ich finde diesen Blogpost sehr interessant und originell geschrieben – Segeln auf den Seychellen: 7 Trauminseln in 7 Tagen

 

Sainte Anne Marine Park

Auf zum Sainte Anne Marine Park

Auf zum Sainte Anne Marine Park

Der Sainte Anne Marine National Park war unser erstes Ziel auf unserer Segelkreuzfahrt. Da der Marine National Park nur fünf Kilometer von Mahé entfernt liegt, bieten viele Firmen Tagesausflüge an. Der Marine-Nationalpark hat eine Größe von 14,5 km2, beinhaltet sechs kleine Inseln, wurde 1973 gegründet und ist das älteste Naturschutzgebiet der Seychellen. Der Sainte Anne Marine National Park mit seinem türkisfarbenen Wasser ladet seine Besucher besonders bei Nordwest-Monsuns von Oktober bis April zum Schnorcheln ein, wenn das Wasser ruhig und klar ist. Nach dem Besuch des Sainte Anne Marine Park fahren wir zu unserem Liegeplatz in der Nähe.

Cocos Island – Das Schnorchelparadies

Cocos Island - Das Schnorchelparadies am ersten Tag der Segelyacht Kreuzfahrt

Cocos Island – Das Schnorchelparadies am ersten Tag der Segelyacht Kreuzfahrt

Nach dem Frühstück setzen wir die Segel um unser erstes Highlight des Tages anzusteuern. Cocos Island ist ein echter Hingucker und das besonders aus der Luft. Die Kokosinseln, auch “Ile Aux Cocos” genannt, sind eine Gruppe kleiner Inseln 7 km nördlich von La Digue auf den Seychellen. Cocos Island ist unbewohnt und wir ankern hier für zwei Stunden um einen Schnorchelausflug zu unternehmen. Im Schnorchelparadies sollen wunderbare Rifffische wie Rochen, Muränen, Meeresschildkröten und manchmal sogar Walhaie zu sehen sein, was mir leider verwehrt blieb. Vielleicht hast du mehr Glück, wenn du dort schnorcheln gehst.
Nach dem Schnorcheln beglückt uns der Koch mit dem Mittagessen, bevor wir nun wirklich die Segel setzen. Mit einer frischen Prise geht es unter Vollsegel bis zur Insel La Digue. Hier wollten wir vor dem Hafen ankern und den Abend genießen. Ein aufziehender Sturm verschlug uns dann in den Hafen. Der Skipper war der Meinung hier würde der Katamaran von den Wellen nicht so betroffen und seine Gäste besser schlafen. Einen Sturm oder Wind konnte ich dann nicht wahrnehmen. Für uns war das ankern im Hafen gut, denn so konnten wir schon sehr früh am nächsten Morgen von Board um La Digue mit dem Fahrrad zu erkunden. Unser Skipper organisierte alles, damit pünktlich um 7 Uhr die Fahrräder am Hafen übergeben wurden.

La Digue – Die Trauminsel der Seychellen

La Digue die Trauminsel der Seychellen mit dem Traumstrand Anse Source d’Argent

La Digue die Trauminsel der Seychellen mit dem Traumstrand Anse Source d’Argent

Ein Tag auf La Digue, die viertgrößte Insel der Seychellen wartet mit seinen Sehenswürdigkeiten auf seine Besucher. La Digue hat eine Länge von rund fünf und einer Breite von etwa drei Kilometer. Warum ist La Digue die Trauminsel der Seychellen? Weil sie alle landschaftlichen Highlights vereint! Du findest hier fantastische weiße Strände mit spektakulären Granitformationen und türkisblaues Meer. In Mitten der Insel findest du üppige Natur, die das Landschaftsbild so einmalig macht. Bei der Erkundung von La Digue wirst du auch immer wieder die Riesenschildkröten antreffen.

Wie La Digue erkunden? Am besten mit dem Fahrrad!

Mit dem Fahrrad geht es über Trauminsel La Digue

Mit dem Fahrrad geht es über Trauminsel La Digue

Auf La Digue gibt es keine Autos und somit ist das Fortbewegungsmittel Nummer 1 das Fahrrad. Du erkundest am einfachsten und besten La Digue mit dem Fahrrad. Am Hafen gibt es viele Fahrradverleiher, die morgens auf die Yachtcharter-Gäste und die Besucher der Fähre warten. Die Miete für ein Fahrrad beträgt am Tag 150 Seychellen-Rupie [€ 10,08 | Stand 2020] und schon geht es los. Ein Fahrradschloss ist in der Miete mitinbegriffen. La Digue ist nicht groß, das Radfahren ist nicht schwer und wenn es einmal über den Berg zur Grand Anse geht, schafft das auch jeder.

L’Union Estate & Anse Source d’Argent

Mit dem Fahrrad geht es über La Digue und hier sind wir gerade bei den Vanille-Plantagen im L'Union Estate Naturschutzpark

Mit dem Fahrrad geht es über La Digue und hier sind wir gerade bei den Vanille-Plantagen im L’Union Estate Naturschutzpark

Was gibt es im L’Union Estate Naturschutzpark zu sehen? Hier kannst du einen kleinen Ausflug in die Kolonialgeschichte der Seychellen unternehmen, Riesenschildkröten bestaunen und den Duft der Vanille genießen. Der Park bietet dazu schattige Plätzchen und das alte Plantagenhaus kannst du dir noch ansehen.

Die Öffnungszeiten und der Eintritt des L’Union Estate?

Die Öffnungszeiten des L’Union Estate sind täglich von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Der Eintritt in den L’Union Estate kostet 100 Seychellen-Rupie [€ 6,69 | Stand 2020].

Die Aldabra-Riesenschildkröten im Schildkrötengehege

Die Aldabra-Riesenschildkröten im Schildkrötengehege im L'Union Estate Naturschutzpark

Die Aldabra-Riesenschildkröten im Schildkrötengehege im L’Union Estate Naturschutzpark

Das Schildkrötengehege liegt direkt am Monolith mitten im L’Union Estate Park. Die hier leben Aldabra-Riesenschildkröten freuen sich auf die Besucher, die sie mit den umherliegenden Blättern füttern. Ich persönlich finde das Schildkrötengehege ziemlich armselig für die Riesenschildkröten und würde mir wünschen, wenn die Parkverwaltung dieses lebenswerter für die Tiere gestalten würde. Die Parkgebühren könnten sie dafür einsetzen.

Wieviel Zeit sollte ich für den L’Union Estate einplanen?

Wieviel Zeit man für den L’Union Estate benötigt, das hängt schwer davon ab, ob man sich für die Kolonialgeschichte der Seychellen und an den Plantagen interessiert. Wer das interessant findet, der wird bis zu zwei Stunden dort verbringen. Wer nur die Riesenschildkröten und die Plantagen sich ansehen möchte, der sollte mit einer Dreiviertelstunde rechnen.

Anse Source d’Argent – La Digue

Der Anse Source d’Argent ist nur über den L’Union Estate Naturschutzpark zu erreichen und aus diesem Grund ist es der einzige Strand auf den Seychellen, für den du Eintritt zahlen musst. Der Zugang zu dem wohl meist fotografierten Strand der Seychellen findest du hinter dem Schildkrötengehege und ab dem Fahrradparkplatz sind es nur ein paar Gehminuten bis zur Anse Source d’Argent. Da die Anse Source d’Argent sehr einfach, auch zu Fuß vom Hafen, zu erreichen ist, ist hier spätestens nach dem Anlegen der ersten Fähre von Praslin oder Mahé voll. Daher mein Tipp, besuche den Anse Source d’Argent als erstes früh morgens.

Grand Anse – La Digue

Der Grand Anse auf La Digue

Der Grand Anse auf La Digue

An der Südostküste liegt der längste Strand von La Digue, die Grand Anse. Der Strand ist nicht nur wegen seiner Länge ein atemberaubender Ort. Die Grand Anse erreichst du mit dem Fahrrad, zu Fuß ist es vom Hafen schon zu weit weg. An die Grand Anse kommen die sonnenhungrigen Badeurlauber und genießen den feinen Sand. Das Schwimmen kann aufgrund der starken Strömungen des Meeres besonders während des südöstlichen Monsuns von April bis Oktober gefährlich sein und du solltest dies nicht unterschätzen.

Petite Anse & Anse Cocos – La Digue

Die Palmensonnenschutzunterstände am Anse Cocos auf La Digue

Die Palmensonnenschutzunterstände am Anse Cocos auf La Digue

Das Fahrrad haben wir an der Grand Anse abgestellt und weiter ging es per Fuß zum Petite Anse und dem Anse Cocos. Beide Strände sind traumhaft schön und nicht mehr so gut besucht wie der Grand Anse. Besonders die typischen Granitfelsen sind etwas für das Auge. Hier kannst du dich an den Strand in kleine zusammengebaute Palmensonnenschutzunterstände legen und den Tag genießen. Der Erbauer der kleinen Palmenhütten möchte dir dafür ein Getränk oder eine Kokosnuss verkaufen.

Der schöne Norden von La Digue

Neben dem Radweg in den Norden von La Digue

Neben dem Radweg in den Norden von La Digue

Von der Südostküste wollte ich mir noch den Norden von La Digue ansehen. Mit dem Fahrrad ging es zurück zum Hafen und ab hier führt der Radweg immer entlang der Küste in den Norden. Der Weg endet irgendwann, daher ist eine Umrundung der Insel nicht möglich. Traumstrände begleiteten mich schon den ganzen Tag, aber mit dem Fahrrad durfte ich noch weiter wunderbare Strände wie der Anse Severe, Anse Patates (ein echter Geheimtipp), Anse Gaulettes, Anse Banane und der Anse Grosse Roche sehen.
Das Schöne war, dass wir unterwegs immer freilebende Riesenschildkröten antrafen, die sich sogar am Hals kraulen ließen. Nach soviel Stränden und Radfahren meldete sich im Norden dann der Magen und hungrig wollten wir nicht weiterfahren, daher kam uns das Chez Jules gerade recht.

Mein Restaurant-Tipp – Chez Jules am Anse Banane

La Digue die Trauminsel der Seychellen - Mein Restaurant-Tipp Chez Jules am Anse Banane

La Digue die Trauminsel der Seychellen – Mein Restaurant-Tipp Chez Jules am Anse Banane

Das Restaurant Chez Jules ist mir schon von Freunden für seine kreolische Küche empfohlen worden. Von Seafood bis Sandwiches gibt es und mein Fisch war klasse. Die Pause, das kreolische Essen im Schatten des offenen Restaurants war klasse und nach der Stärkung ging es noch bis zum Ende des Radweges im Norden. Auf dem Rückweg wurde es dann mit der Zeit schon etwas knapp, da unser Skipper uns am späten Nachmittag am Hafen zurückerwartet.

Mein Fazit zum Tagesausflug von La Digue

La Digue war eine tolle Insel, ich glaube zwei drei Tage könnte ich hier verbringen und die Seele an den Traumstränden baumeln lassen. Die Insel hat alles, was jeder Seychellen Tourist von der Inselgruppe erwartet und das ist der Grund, warum La Digue so beliebt ist.

Cousin Island – Das Vogelschutzgebiet und Naturreservat

Die Inselbewohner vom Naturreservat Cousin Island

Die Inselbewohner vom Naturreservat Cousin Island

Der La Digue Ausflugstag ging zu Ende und abends ging es mit dem Segelboot weiter Richtung Praslin und dem Naturreservat Cousin Island.
Geankert wurde vor Cousin Island, damit die 29 Hektar große Granitinsel direkt nach dem Frühstück an Board erkundet werden kann.
Im Jahre 1968 wurde Cousin Island in ein Naturschutzgebiet umgewandelt und 1974 als besonderes Schutzgebiet ausgewiesen. Die Naturschutzinsel ist für Seevögel wichtig, außerdem ist Cousin Island die wichtigste Brutstätte für Karettschildkröten im Westindischen-Ozean. Die Insel wird ausschließlich von lokalen Mitarbeitern verwaltet und kommt den lokalen Gemeinden auf der benachbarten Insel Praslin durch Ökotourismus zugute.
Cousin Island wird hier als Ökotourismus angeboten, jedoch zieht sie jährlich rund 10.000 Besucher an. Eine Menge Besucher für diese kleine Insel und mir stellt sich die Frage, ob dabei soviel Ökotourismus vorhanden ist. Cousin Island ist an fünf Tagen in der Woche, von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr für Besucher geöffnet. Die meisten Besucher kommen bestimmt von der zwei Kilometer entfernten Insel Praslin, aber auch die komfortablen Katamarane bringen ihre Gäste hier her und vor der Insel ankern bis zu sechs All-inclusive-Segelboote.

Die Erkundung von Cousin Island

Die Erkundung von Cousin Island beginnt am Katamaran, denn wir werden von einheimischen Booten abgeholt, da unser Beiboot nicht anlanden darf. Der Strand ist schön und die Sonne brennt. Vom Strand geht es dann zu einem Holzpavillon indem viele Informationen über die Insel nachzulesen sind. Hier werden die Touristen dann in große Gruppen zusammengesetzt, die dann mit einem Guide die Insel erkunden. Nach über einer Stunde des Wartens geht es endlich los und unser Guide erzählt uns etwas über die Insel und vor allem über die Vögel. Die Gruppe läuft vom Strand in den Wald oder ist es ein Dschungel? Egal, die Wege sind zwar recht breit, aber die Besucher haben kaum Augen und Ohren für die Bewohner der Insel, denn Moskitoschwäre freuen sich auf ihre tägliche Fütterung. Der lustige Teil der kleinen Wanderung ist, dass die Touristen alle hüpfend und auf die Haut klatschend umherspringen. Als Genuss empfinde ich diese Tour nicht und bin froh, als wir wieder zum Strand kommen, denn hier nehmen die Moskitoangriffe etwas ab. Selbst Repellents und Mosikotspray konnten nicht die Plagegeister kaum abhalten, besonders wenn es ein ökologisches Moskitospray war. Das einzige was gut half war Anti Brumm, das ein Pärchen von unserem Boot nutzten. Abgesehen von den Moskitos waren die Vögel sehr relaxt und haben keine Angst vor den Besuchern, die sie scheinbar gewohnt sind. Das Fotografieren ist daher sehr einfach.
Mein Fazit: Ich fand den Besuch durch die Moskitoschwärme nicht besonders schön. Klar, es ist Natur und wer sich sehr für Vögel interessiert, der kommt auf seine Kosten. Nochmals würde ich dort nicht an Land gehen, dann lieber eine Runde schwimmen und die Sonne auf dem Segelboot genießen.

Praslin und die Coco de Mer – Die Seychellenpalme

Der Aussichtpunkt an der Straße mit Blick auf die Seychellenpalmen „Coco de Mer“

Der Aussichtpunkt an der Straße mit Blick auf die Seychellenpalmen „Coco de Mer“

Praslin und die Coco de Mer ist ein Highlight einer Seychellen-Reise, aber ich nehme es vorweg – Ich war enttäuscht von diesem Halb-Tagesausflug auf dem Segeltörn durch die Inselwelt. Nach dem Besuch von Cousin Island gab es ein frühes Mittagessen und dann ging es nach Praslin. In der All-inclusive-Segelboot-Reise war folgendes enthalten. Mit einem kleinen Bus ging es an den Eingang des Vallée de Mai, dem Nationalpark der Insel Praslin. Zeit für den Besuch haben wir nicht, sondern der Fahrer des Vans ist zeitgleich der Guide, der uns kurz zu einem Aussichtpunkt an der Straße führt, wo wir ein paar Seychellenpalmen „Coco de Mer“ ansehen können. Fünf Minuten später werden wir zum Eingang des Nationalpark Vallée de Mai getrieben und können uns dort noch die Frucht ansehen und bekommen noch ein paar Erklärungen. Das war´s, wer auf eigene Faust den Nationalpark Vallée de Mai besuchen will kann dortbleiben und muss dann selber mit einem Taxi (Kosten ca. € 50,00) zurück an den Hafen fahren. Mir war die Zeit für den Besuch zu knapp und so fuhr ich mit allen anderen an den angeblichen Traumstrand Anse Volbert.

Viel Zeit zur freien Verfügung am Anse Volbert Praslin

Der Anse Volbert auf Praslin

Der Anse Volbert auf Praslin

Am Anse Volbert wird unsere Gruppe aus dem Van gelassen und wir haben dreieinhalb Stunden Zeit, bis wir wieder eingesammelt werden. Der Anse Volbert ist wesentlich kleiner als gedacht und ehrlich gibt es nicht viel zu erkunden. Die Cafés sind spärlich und auch nicht schön und somit sind die dreieinhalb Stunden sehr lang. Am Ende der Anse Volbert finden Katrin und ich ein schönes Café und wir sind fast die Letzten von unserem Boot, die es sich dort bequem machen. Das WIFI funktioniert leider gerade nicht, aber die Cocktails sollen laut unseren Mitseglern gut sein. Wir bestellen uns ein Eiskaffee, der auf seiner Seychellen-Art (schwarz-schaumig-süß) eine leckere Abwechslung ist. Bei der Frage nach einem Schuss Milch werden wir verwundert angeschaut, aber die Milch findet schnell den Weg in den Eiskaffee. Mein Café-Tipp für der Anse Volbert ist das „Café des Arts“.

Grande Sœur ein Tag auf einer Privatinsel inkl.

Der hintere Traumstrand auf der Trauminsel Grande Sœur mit der Drohne mal aufgenommen

Der hintere Traumstrand auf der Trauminsel Grande Sœur mit der Drohne mal aufgenommen

Die Insel Grande Sœur ist für mich die Trauminsel auf dem Segeltörn durch die Inselwelt der Seychellen. Wir ankern vor dieser kleinen Privatinsel, die übrigens einem Schweizer gehört. Das Baden ist wie überall nur bedingt möglich und Grande Sœur hat zwei unterschiedliche Strände. Auf der Seite, an der wir anlanden ist es sehr seicht und ein Riff ist etwas vorgelagert. Hier können wir herausschwimmen und schnorcheln. Ich versuche das, aber hinter dem Riff ist der Sog auf das Meer sehr hoch und ich schaffe es wirklich mit letzten Kräften zurück an den Strand. Hier bleibe ich erstmal ein paar Minuten liegen um Luft zu schnappen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Insel, liegt ein Traumstrand. Das Problem ist, dass das Meer mit hohen kräftigen Wellen ankommt und somit kann man nur im seichten Wasser liegen. Gerade dieses finde ich schön und das spielen mit den Wellen macht mir Spaß.

Das Seafood-Barbecue auf meiner Trauminsel Grande Sœur

Während wir uns am Strand sonnen, im indischen Ozean abkühlen oder die vielen Riesenschildkröten bestaunen ist unsere Crew dabei ein wunderbares Seafood-Barbecue vorzubereiten. Was unser Chef de Cuisine und unser Skipper uns auftischen ist einfach klasse. Das Highlight sind zwei riesige Red Snapper und die sind eine Wucht.
Nach dem wunderbaren Barbecue lege ich mich an den Strand, bis der Verwalter der Insel mich weckt, da eine Riesenschildkröte mich gerne hat und immer näherkommt. Er rette meine Kamera, die sonst unter den Panzer gekommen wäre. Er gibt mir ein paar kleine Bananen, damit ich „Schildi“ füttern kann. Ein Schnapp und fast wäre mein Daumen samt Banane weg gewesen, das hätte ich nicht gedacht, also jetzt nur noch am Ende der Banane festhalten. Ein tolles Erlebnis war das, welches ich in meinem Leben nicht missen möchte. Am Nachmittag packen wir zusammen und verlassen dieses wunderschöne Eiland und segeln zu unserem morgigeren Ausflug Curieuse Island.

Curieuse Island – Ein Tête-à-tête mit den Riesenschildkröten

Die kleine Wanderung führt uns über die typischen Granitfelsen und die Mangrovenwälder

Die kleine Wanderung führt uns über die typischen Granitfelsen und die Mangrovenwälder

Curieuse Island ist Teil des maritimen Naturparks und es leben über 100 der seltenen Riesenschildkröten hier. Curieuse Island ist drei Quadratkilometer groß und diente im 19. Jahrhundert als Aussätzigenlager für Lepra-Kranke.
Mit dem Beiboot startet unser Ausflug und wir legen bei der kleinen Forschungsstation für Wasserschildkröten, Seychellen-Riesenschildkröten und sonstige seychellentypische Flora und Fauna wie Mangrovenwälder an. Nach einem kurzen Besuch der Forschungsstation und den Gehegen für die Schildkröten, bestaunen wir die vielen alten Riesenschildkröten. Jetzt machen wir uns auf die andere Seite der Insel auf. Die kleine Wanderung führt uns über die typischen Granitfelsen und die Mangrovenwälder. Nach einer Dreiviertelstunde erreichen wir das „Doctor’s House“, welches heute ein kleines Museum darstellen soll. Das „Doctor’s House“ bietet nicht viel und so legen wir uns an den Strand, bis wir von unserem Skipper mit dem Beiboot eingesammelt werden.
Die Wanderung über die Stege der Mangrovenwälder war sehr schön und das habe ich genossen. Die Forschungsstation, oder die Gehege sind kein Highlight. Die vielen Riesenschildkröten sind lustig anzusehen, somit war der Tagesausflug in Ordnung. Nachdem wir wieder an Board des Katamarans waren fuhren wir zu einer kleinen Bucht Curieuse Island und ankerten dort bis zum nächsten Morgen. Hier hatten wir dann noch Zeit zum Schwimmen, Stand-Up-Paddling oder Kayaking.

Entspannung zum Ende – Auf dem Weg nach Mahé

Morgens nach dem Frühstück bringt uns der Skipper auf Wunsch noch an den Strand der Bucht und wir können noch bis zum Mittag diesen genießen. Nach dem Mittagessen setzten wir die Segel und es geht zurück zur Marina von Eden Island. Die Fahrt ist die erste mit hohen Wellen und etwas schlechten Wetter, die meisten Mitsegler liegen im hinteren Teil des Katamarans und spüren die Kräfte des Meeres. Einige kämpfen mit der Seekrankheit, jedoch überstehen es alle unbeschadet. Die letzte Nacht mit dem letzten Frühstück am nächsten Morgen bilden das Ende der Katamaran-Tour durch die Inselwelt der Seychellen und unsere kleine homogene Truppe verabschiedet sich. Katrin und ich bleiben noch zwei Tage auf Mahé um dort weitere schöne Strände und Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Mein Fazit zur Segelyacht Kreuzfahrt

Die Seychellen sind ein Traumziel und dank Katrin dürfte ich das Inseljuwel im indischen Ozean besuchen. Ein billiges Ziel sind die Seychellen nicht und die Kosten sind für eine Woche recht hoch. Zum Flug kommen die Kosten für die Segeltour, die sich auf 1.400 bis 1.900 Euro pro Person bei einer 7-tägigen Segeltour belaufen. Das Gute der kleinen Segelyacht-Tour ist, dass auf dem Katamaran alles inklusive ist. Die Segelyacht Kreuzfahrten werden meistens in zwei Varianten angeboten. Du kannst zwischen einem 7- und 11-tägigen Segelerlebnis wählen. Ich persönlich kann sagen, dass mir die 7-tägige Yachtreise völlig gelangt hat, nach einer Woche war ich dann froh wieder an Land zu sein und die Kajüte gegen ein Zimmer zu tauschen. Ein guter Freund von mir, der öfters im Urlaub Segeln geht, der rat mir auch zu einer 7-tägigen Reise zum Einstand und damit hatte er völlig recht.

Warum eine All-inclusive-Seychellen-Kreuzfahrt die günstigere Variante einer Seychellen Erkundung sein kann

Bei der Einleitung erwähnte ich schon, dass eine All-inclusive-Seychellen-Kreuzfahrt eine günstige Variante sein kann um die Seychellen zu erkunden. Wie gesagt sind die Seychellen kein billiges Reise-Pflaster und auf den Inseln starten die Übernachtungen im Doppelzimmer ab € 120,00. Hinzu kommen die Lebenshaltungskosten und Ausflüge, wenn man etwas sehen möchte. Ich nehme jetzt mal eine 7-tägige All-inclusive-Seychellen-Kreuzfahrt, die € 1800,00 pro Person kostet und somit ein Tag € 257,00 auf dem Segelschiff kostet. € 260,00 sind viel Geld pro Tag, allerdings ist ein Aufenthalt auf den Seychellen-Inseln nicht viel billiger und dazu kommen noch die Fährfahrten zwischen den Inseln. Die Übernachtungen auf dem Katamaran sind auch was Besonderes, denn diese Freiheit und die Aussichten sind was anderes als vom Land aus. Zu den leckeren und ausreichenden drei Mahlzeiten am Tag, gab es immer Softdrinks, Bier und abends noch eine Flasche Takamaka Rum. Ich ließ es mir richtig gut gehen und glaube bei denselben Gegebenheiten an Land nicht billiger weggekommen wäre. Alles in allem, fand ich die All-inclusive-Seychellen- Inselhopping im Vergleich zum Inselleben nicht zu teuer und vielleicht ist es mit allen Leistungen sogar günstiger.

Mein Reiseführer-Tipp für die Seychellen

Normalerweise gebe ich keine Reiseführer Tipps. Ich nutze Reiseführer, finde diese überwiegend unpersönlich und oberflächlich. Mir reichen ältere Reiseführer, da ich mich gerne über Sehenswürdigkeiten informiere. Für die Seychellen mache ich eine Ausnahme, der „Inselguide Seychellen – der Seychellen Reiseführer“ hat eine Freundin von mir geschrieben. Simone ist 2016 auf die Seychellen gezogen um ihren Traum wahr werden zulassen. Vorher war Simone auf den Seychellen unterwegs und durch ihr Leben auf La Digue entstand ein wunderbarer Reiseführer. Ich empfehle dir den Reiseführer von Simone und mehr Informationen erhältst du auf ihrer Webseite Wolkenweit.

Noch mehr spannende Artikel auf anderen Reiseblogs

Noch mehr Inspirationen für deine Reise auf die Seychellen findest du auf folgenden Reiseblogs:

Hier kommen jetzt noch die Traumhaften Bilder des Katamarantrips durch die Inselwelt

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Über den Autor

Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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