OVERLANDTOUR Backpacker Weltreise Blog
Tallinn Städtetrip am Wochenende
Über Tallinns Dächern beim Sonnenaufgang

Auf zum Tallinn Städtetrip am Wochende. Warum ich nach Tallinn wollte? Estland steht schon lange auf meiner Bucketlist und der Osten von Europa ist noch so unbekannt für mich. Das Baltikum hat so viel zu bieten und weil Tallinn nur zwei Stunden mit dem Flieger entfernt ist, ist es perfekt für einen Tallinn Städtetrip am Wochenende.

Die Anreise zum Tallinn Städtetrip

Nach Tallinn werden die meisten Besucher mit dem Flugzeug kommen, außer du kommst aus Finnland. Die Finnen selbst kommen gerne mit der Fähre, denn Helsinki Ist gerade einmal 80 Kilometer entfernt. Die Fähre schafft das in guten zwei Stunden, daher ist Tallinn auch perfekt um günstig weiter nach Finnland zu reisen, oder von Finnland einen kurzen Abstecher zu machen.

Mit dem Flugzeug nach Tallinn

Aus Deutschland kommst du günstig nach Tallinn mit dem Flugzeug. Flüge ins Baltikumgibt es bei einigen Airlines wie AirBaltic, Finnair oder auch die Lufthansa. Der Preis ist oft ziemlich gleich und ich bin für 180,00 Euro mit Lufthansa Freitagabend hin und Montagnachmittag zurückgeflogen. Der Flug von Frankfurt dauerte gerade einmal zwei Stunden, also eine sehr kurze Anreise für einen Wochenendtrip oder Kurztrip.

Mit der Fähre nach Tallinn

Tallinn liegt direkt an der Ostsee und hat einen großen Fährhafen. Somit ist klar, dass du mit der Fähre hier gut und auch günstig weiterkommst. Die großen Firmen wie Tallink – Siljia Line, Viking Line und der St. Peter Line verbinden Tallinn mit Mariehamn (Aland), Stockholm, Helsinki und St. Petersburg. Nach Turku kommst du auch, indem du in Mariehamn umsteigst.

In Tallinn mit den Öffentlichen, dem Taxi oder mit Uber

Tallinn STädtetrip – Welches Verkehrsmittel nehmen?

Tallinn und seine Verkehrsmittel – Welches nehmen?

Bei einem Städtetrip ist es auch immer sehr interessant, wie du einfach und günstig in der Stadt vorankommst. Die Städte erkunde ich immer per Fuß, aber ab und an muss ich auch mal auf ein Verkehrsmittel zurückgreifen. Tallinn erreichte ich Nachts kurz vor 24 Uhr und somit stellte ich mir die Frage wie nach Old Town ins Hostel zu kommen. Die Wahl fiel auf das Taxi, denn das war günstig und am einfachsten für die nächtliche Ankunft.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Tallinn

Tallinn hat ein gutes Netz von Bussen und Straßenbahnen, jedoch wird man dieses nicht großartig nutzen. Warum, weil die Altstadt mit ihren Sightseeings fußläufig erreichbar sind. Mit dem Bus kann man jedoch zum Tallinner Fernsehturm fahren; eine Fahrt kostet 2,00 Euro (Stand 12/2017).

Mit dem Taxi durch Tallinn

Abends bin ich mit dem Taxi zum Hostel nach Old Town gefahren und habe unter 10 Euro bezahlt (12/2017). Das war nicht teuer und hat mich gewundert. Vom Flughafen fährt nur ein Bus in die Stadt und nachts in einer fremden Stadt ziehe ich dann das Taxi vor, vor allem wenn es so günstig ist.

Aus Zeitgründen bin ich zum Fernsehturm Tallinn mit dem Taxi gefahren. Der Fernsehturm liegt ca. 10 Kilometer von Old Town entfernt und als ich ankam stand der Taxameter auf 8,57 Euro. Sehr fair und der Taxifahrer freute sich, als ich von meinen 10 Euro nichts mehr zurückhaben wollte. Zurück ging es dann mit dem Bus für 2,00 Euro, alleine ist es wesentlich billiger, aber wenn man zu dritt oder viert ist, dann kann man auch ein Taxi nehmen.

Der Fahrdienst Uber

Den Fahrdienstanbieter Uber gibt es auch in Tallinn, jedoch wenn ich die gewünschten Strecken eingegeben habe, dann wurden mir diese immer bis zu 40% teurer angegeben als eine Taxifahrt kostete. Daher habe ich auf Uber verzichtet, da scheinbar nur UberX in Tallinn angeboten wird und ganz ehrlich brauche ich keine Luxuslimousine um von A nach B zu kommen.

Wie viele Tage für eine Städtereise nach Tallinn einplanen?

Wie der Titel des Beitrags schon sagt „Tallinn Städtetrip am Wochenende“ solltest du dir zwei bis drei Tagen Zeit nehmen, im Sommer kann man bestimmt auch vier Tage dort verbringen. In zwei Tagen solltest du wirklich alles Wichtige gesehen haben, bei drei Tagen kannst du das etwas gechillter angehen. Ich selber hatte 2,5 Tage in Tallinn und ich fand es völlig ausreichend, für das was mich interessierte. Solltest du jedes Museum besuchen wollen, dann solltest du mal eine Woche einrechnen, aber das ist eher nicht der Normalfall.

Tallinns und die Estnische Geschichte ist von Besatzung übersäht

Estlands Geschichte der Besatzer

Estlands Geschichte der Besatzer

Geschichte ist nicht gerade meins, aber die Estnische Geschichte und die Menschen die ich jetzt traf haben mich schon bewegt. Ein Volk, dass praktisch bis fast zum 21 Jahrhundert immer einen Besatzer hatte, lebt heute mit diesen zusammen.

Die Besatzung fing irgendwann um 1200 an und endete 1991. Ich möchte euch nicht langweilen mit der estnischen Geschichte, daher habe ich euch eine kleine Grafik zur Historie Estlands und Tallinns gemacht.

Die Besatzer Tallinns und Estland in der Schnellübersicht

  • 1200 bis 1346 durch Dänemark

  • 1346 bis 1561 durch den Deutschen Orden (1558-1561 etwas Krieg zwischen den Besatzern)

  • 1558 bis 1710 durch Schweden

  • 1710 bis 1918 durch Russland

  • 1918 bis 1940 erste Republik Estland wird ausgerufen

  • 1940 bis 1991 durch die Sowjetunion (UDSSR)

  • 1991 bis heute Republik Estland

Ich hoffe, euch hat der kleine Exkurs gefallen, aber Reisen bildet und das ist das Schöne daran.

Sightseeing in Tallinn und die Tallinn Card

Ich hatte die Tallinn Card für 24 Stunden und sie hat sich für mich gelohnt. Hätte ich alle Eintritte einzeln bezahlt, dann wäre mich das doppelt so teuer gekommen. Jetzt wo ich mal nachlese, fällt mir auf, dass ich für die Busfahrt vom Tallinn Fernsehturm zurück in die Stadt kaufen musste. Die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und Straßenbahn) sind in der Tallinn Card enthalten! Naja, die 2,00 Euro bringen mich nicht um. Hier mal die Übersicht, was alles in der Tallinn Card steckt:

  • Erwachsenen-Karte und reduzierte Kinderkarte für 24, 48 oder 72 Stunden.
  • Freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gültig für Straßenbahnen, Trolleybusse und Busse.
  • Kostenloser Eintritt für über 40 Museen und Sehenswürdigkeiten, darunter 10 Top-Attraktionen in Tallinn. Gültig für einmaligen Eintritt zu jeder Attraktion.
  • Über 30 exklusive Rabattangebote auf Touren, Unterhaltung, Essen, Trinken und Einkaufen sowie ein paar Souvenirs und Leckereien.
  • Die kostenlose Tallinn Card Map, auf der komplette Informationen für jede Tallinn Card Website aufgelistet sind, und die Wege, Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer und Website anzeigt.

Was ich mit der Tallinn Card besucht habe und empfehlen kann, kommt gleich unter „Sightseeings in Tallinn“. Hier gibt es alle Informationen zur Tallinn Card.

Die Free Walking Tour Tallinn

Auf der Free Tallinn Tour beim Kiek in de Kök Museum

Auf der Free Tallinn Tour beim Kiek in de Kök Museum

Du bist gerade in Tallinn angekommen und möchtest gerne einen ersten Überblick über die Stadt bekommen? Genau so erging es mir, als ich Samstags morgens um 11 Uhr vor der Touristeninformation stand. Die Free Walking Tour Tallinn soll mich zwei Stunden durch die Oberstadt und Unterstadt von Old Town bringen.

Perfekt denke ich, denn wenn die Tour wirklich nichts ist, dann gebe ich keinen Tipp, also bin ich gespannt. Während der Tour bekomme ich vieles zu den Sehenswürdigkeiten wie Alexander-Newski-Kathedrale, dem Lange Hermann (Tallinner Schloss und Regierungssitz), dem Tallinner Dom, die historische Revaler Stadtbefestigung, dem Kanonenturm Kiek in de Kök, Zwei Aussichtsplatformen und noch ein paar Stationen mehr.

Die Tour war wirklich klasse und ich kann sie empfehlen. Jetzt habe ich nach zwei Stunden einen super Überblick über die Stadt und kann alleine losziehen.

Die Free Walking Tour mittelalterlichen Hanse Stadt Tallinn ist in Englisch und starten vor der Touristeninformation im Zentrum von Tallinn. Die Touren finden täglich um 11.00 und während der Sommerzeit von Mai bis September um 13.30 Uhr statt.

Im Sommer (Mai bis September) gibt es noch eine Free Soviet Tour die um 14.00 Uhr startet und zwei Stunden geht. Leider konnte ich diese Tour nicht mitmachen, da ich im Dezember Tallinn besuchte. Bei dieser Tour wird die sowjetische Geschichte von Tallinn erkundet, denn heute sind diese Sowjet Geschichten in der Stadt schwer zu finden. Die Tour interessiert mich und scheinbar muss ich noch einmal im Sommer nach Tallinn.

Tallinn Ghost Tour – Abends mit Geistergeschichten durch Tallinn: Mein Tallinn-Tipp

Die Alexander-Newski-Kathedrale bei der Ghost Tour Tallinn

Die Alexander-Newski-Kathedrale bei der Ghost Tour Tallinn

Was für ein Titel „Tallinn Ghost Tour“ dachte ich mir, als ich im Internet die Tour fand. Ich buchte mir diese und war gespannt was mich erwarten würde. Die Tour startet auch vor der Touristeninformation und dauert gute zwei Stunden. Auf der Tour erzählte der Guide viele Geschichten so überzeugend und mit Enthusiasmus das man förmlich an seinen Lippen klebte. Wieso es in der heutigen Kanadischen Botschaft spukt und wohl nur Frauen dort arbeiten, wo der Teufel seine Hochzeit feierte und viel Geschichten mehr erfährst du auf der Tour, aber von einer Geschichte möchte ich jetzt erzählen.

Carl – Der belgische Zechpreller des 18. Jahrhundert

Auf der Tallinn Ghost Tour kommst du auch an der St. Nikolaus Kirche vorbei und hier lag einst Carl im Keller. Diese Geschichte erzähle ich hier mal, viele andere hörst du auf der Tour, die für mich ein Highlight in Tallinn war.

Alles begann im November 1700 als Carl (Charles Eugène de Croÿs) der Belgier die Schlacht von Narva gegen die Schweden, die nur ein Drittel der Mannen hatte wie er selbst. Seine Führungsqualitäten sprachen nicht für ihn, denn eine Armee zu kommandieren und dabei nicht mal deren Sprache russisch zu können ist recht schlecht. Dazu kam noch, dass er seine Mannen wie Idioten behandelte. Wir können uns denken, dass so eine Führung in die Hose gehen muss.

Carl war ein Adliger und somit wurde er nicht gleich ein Kopf kürzer gemacht, sondern nach Tallinn gebracht. Dort wurde er auch nicht in den Kerker geworfen, als er versprach Tallinn nicht zu verlassen. Schnell war Carl der Partykönig von Tallinn und auf jeder Party ein gern gesehener Gast. Das Problem daran war nur, das Carl gar kein Geld für sein Lebensstil hatte und sich von der halben gehobenen Gesellschaft Geld lieh. Die feine Gesellschaft dachte halt, dass Carl ein Adliger sei und sie ihr Geld immer wieder sehen würden. Diese Träume zerplatzen zwei Jahre später, denn 1702 wird Carl plötzlich tot aufgefunden und die Gesichter der feinen Gesellschaft waren lang. Die Familie Carls sah erst gar nicht ein, die Rechnung Carls zu begleichen, denn was stand für Carl auf dem Spiel? Der Tot, aber er war ja bereits tot und so blieb die feine Gesellschaft auf ihrem Verlust sitzen.

Die Stadt entsorgt Carls Leiche im Keller der St. Nicholas Kirche und hoffte noch auf die Begleichung seiner Schulden durch die Familie.

Wir überspringen mal schnell 117 Jahre

Nach der Erfindung der Fotografie machte der Herzog de Croyst das erste Bild von Charles Eugène de Croÿs alias Carl | Foto: Tallinn City Museum

Nach der Erfindung der Fotografie machte der Herzog de Croyst das erste Bild von Charles Eugène de Croÿs alias Carl | Foto: Tallinn City Museum

Carl liegt 117 Jahre im Keller der St. Nicholas Kirche als man auf ihn aufmerksam wird, denn Carls sieht nach über ein Jahrhundert noch verdammt gut aus. Carl´s Körper ist noch super erhalten, selbst Haare sind noch zu erkennen und irgendwie wurde er mumifiziert. Böse Zungen sagten, dass die Mumifizierung durch den vielen Alkohol eintrat, andere meinen es war der Salpeter, der beim Bau der Kirche verwendet wurde.

117 Jahre konnte Carl seine Schulden nicht zurückzahlen, OK als Toter ist das bekanntlich auch schwer. Die Kirche sah darin ein Geschäft und stellte Carl in einem gläsernen Sarg aus. Natürlich konnte man Carl gegen einen kleinen Obolus besichtigen. Aus ganz Europa kamen die Besucher um die Mumie aus Tallinn zu sehen und mit den Einnahmen konnte er praktisch 117 Jahre nach seinem Tod seine Schulden bezahlen. Besser spät als nie.

1879 war dann Schluss mit der Schuldenrückzahlung, wahrscheinlich hat er auch seine Zinsen schon beglichen, aber als der Zar in diesem Jahr und dies sehr albern fand wurde Carl in den Ruhestand geschickt und beerdigt.

Weitere Informationen zur Ghost Tallinn Tour

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von Google Maps nachzuladen.
Hierbei können Daten von dir an Google Maps übermittelt werden.
Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3Lmdvb2dsZS5jb20vbWFwcy9kL2VtYmVkP21pZD0xZE9qNmYwZHlMSm10TDc5RTgtdjRHalJ2ZG9kRzdnYzImYW1wO2hsPWRlIiB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSI0ODAiPjxzcGFuIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OiBpbmxpbmUtYmxvY2s7IHdpZHRoOiAwcHg7IG92ZXJmbG93OiBoaWRkZW47IGxpbmUtaGVpZ2h0OiAwOyIgZGF0YS1tY2UtdHlwZT0iYm9va21hcmsiIGNsYXNzPSJtY2VfU0VMUkVTX3N0YXJ0Ij7vu788L3NwYW4+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

 

Sightseeings in Tallinn

Diese Sightseeings habe ich mir mit der Tallinn Card angesehen und da waren zwei klasse Highlights dabei.

Das Museum Kiek in de Kök

DIe Stadtmauer mit dem Kanonenturm Kiek in de Kök im Hintergrund

DIe Stadtmauer mit dem Kanonenturm Kiek in de Kök im Hintergrund

Kiek in de Kök ist der mittelalterliche Schutz- und Kanonenturm und wurde mit mächtigen und dicken Wänden gebaut. Dieser Kanonenturm hatte dien dicksten Wände, denn einst gab es mal 40 Wachtürme in der Stadtmauer. Heute sind noch 26 Türme und gute zwei Kilometer der Stadtmauer vorhanden und machen den Charme von Tallinn aus. Der Name des Turms „Kiek in de Kök“ heißt übersetzt „Guck in die Küche“ und soll laut einer unbestätigten Übertragung daher stammen, dass die Soldaten es immer so lustig fanden, den Einwohner in der Unterstadt, in die Kochtöpfe zu schauen.

Im Turm selbst wird die Entstehungsgeschichte sowie die Entwicklung von Tallinn und die wichtigsten Kriegsereignisse vom 13.-18. Jahrhundert dargestellt. Ganz oben ist ein Café integriert und von dort aus kann man wirklich den Bewohnern der Unterstadt in die Kochtöpfe schauen. Vielleicht stimmt die Überlieferung mit dem Namen ja wirklich. Im Keller des Museums geht es dann gleich weiter zu den geheimnisvollen Bastionsgängen.

Die geheimnisvollen Bastionsgänge der Erdfestungen Tallinns

Einer der geheimnisvollen Bastionsgänge der Erdfestungen Tallinns

Einer der geheimnisvollen Bastionsgänge der Erdfestungen Tallinns

Die Revaler (Reval alter Name für Tallinn) waren schon pfiffige Menschen im 17. und 18. Jahrhundert, als sie die Bastionsgänge bauten. Diese wurden zur Verteidigung, Ausspähung des Feindes, Truppen sicher von A nach B zu bewegen gebaut worden. Später wurden diese Gänge als Lagerräume genutzt. Während des kalten Krieges sogar als Luftschutzkeller benutzt. Nach dem Zerfall der UdSSR in den 1990ern zogen Punks und auch mittellose Einheimische ein.

Heute kann man ca. 1,5 Kilometer der Gänge erkunden. Während der Führung gibt es Erklärungen und etwas Geschichte und am Ende kommt man ganz woanders in der Stadt wieder an die Oberfläche.

Die Führung beginnt im Museum Kiek in de Kök und dauert ca. 1 Stunde. Ich glaube jeweils um 11.00 und 14.00 Uhr ist eine Führung (Montags ist das Museum geschlossen).

Der Garten des dänischen Königs

Der Garten des dänischen Königs liegt in der Altstadt von Tallinn, laut Legende fiel eine Flagge aus dem Himmel, die später die Nationalflagge Dänemarks wurde

Der Garten des dänischen Königs in der Altstadt von Tallinn. Laut Legende fiel hier die Flagge aus dem Himmel, die später zur Nationalflagge Dänemarks wurde

Der Garten des dänischen Königs liegt in Tallinn und nicht in Dänemark. Ja so ist das und die Legende sagt sogar, dass die Dänen ihre Flagge in Tallinn erhielten. Diese Geschichte fand ich wieder einmal interessant und deswegen will ich sie gerne mal erzählen.

Es war im Jahre 1219 als die Dänen unter dem König Valdemar II eine Schlacht schon fast verloren hatte, als plötzlich aus dem Himmel eine Fahne dem König vor die Füße fiel. Die Schlacht gewann der König dann und er war sich sicher, dass die Fahne ihm Glück brachte.  Die Flagge wurde dann etwas später die Nationalflagge von Dänemark und ist sie heute noch. Der Platz liegt in der der Nähe des Kiek in de Kök auf der anderen Seite der Stadtmauer am Böschung des Dombergs.

Der Fernsehturm Tallinn

Der Fernsehturm Tallinn (estn. Tallinna teletorn) ist 314 Meter hoch und kann besucht werden. Oben kann man die Aussicht geniesen und auch eine Außenplattform gibt es

Der Fernsehturm Tallinn (estn. Tallinna teletorn) ist 314 Meter hoch und kann besucht werden. Oben kann man die Aussicht geniesen und auch eine Außenplattform gibt es

Der Fernsehturm Tallinn liegt ca. 10 Kilometer außerhalb Tallinns im Stadtteil Pirita. Mit seinen 314 Meter ist der Fernsehturm das höchste Bauwerk in Tallinn und in Estland. Mit dem Aufzug geht es in 49 Sekunden hoch auf 170 Meter und dort wartet eine 360° Grad Aussicht auf dich. Bei guten Wetter kannst du sogar die Küste Finnlands sehen, denn Helsinki ist gerade mal 80 Kilometer über die Ostsee von Tallinn entfernt. Der Clou sind die im Boden eingelassenen Fenster, die auf einen Klick die Sicht nach unten frei geben. Eine nette Spielerei!

Eine Treppe bringt dich dann noch auf einen kleinen Außenbereich, dort kannst du dann die frische Luft in der Höhe genießen.

Mit den Buslinien 34A und Nr. 38 (von Viru Keskus im Zentrum Tallinns) kommst du zum Fernsehturm und wieder zurück.

Das Lennusadam Seaplane Harbour Museum

Das Lennusadam Seaplane Harbour Museum ist rießig samt U-Boot und Hubschrauber zum einsteigen

Das Lennusadam Seaplane Harbour Museum ist rießig samt U-Boot und Hubschrauber zum einsteigen

Die Tourismusinformationen sagt „Das spannendste Museum Europas befindet sich am Seeflughafen“ und legt die Messlatte schon ganz schön hoch. Ich stehe vor dem riesigen Flugzeughanger und bewundere schon die Ausmaße von draußen, obwohl es gar nicht so groß aussieht. Als ich in den Hanger komme, komme ich ins Staunen. Die Illumination und die Größe von innen beeindruckt mich. Meine Augen sehen ein komplettes U-Boot, das praktisch in der Luft schwebt. Über eine Art Brücke geht es in einiger Höhe einmal komplett durch den Hanger. Die Möglichkeit die Exponate wie Schiffe, Bojen und sogar einen kompletten Hubschrauber anzusehen ist klasse. Später geht die Erkundung vom Boden aus weiter. In so gut wie alle Ausstellungsstücke kann man rein, ein interaktives Informationssystem gibt dazu noch die dazugehörigen Informationen.

Die Besichtigung der „Lembit“ lass ich mir natürlich nicht nehmen, denn wo kann eine Landratte wie ich schon mal in ein U-Boot. Das ganze Museum ist wirklich klasse, das Gebäude und die Lichter drinnen runden das Ganze ab. Dazu kommt noch ein Außenbereich, der einige weitere Schiffe parat hält. Definitiv sehr interessant und für´s Auge ist auch genug vorhanden. Es gibt noch weitere Touren in Tallinn, hier gibt es weiter Informationen, einfach mal rein klicken.

Tallinn einfach ziellos erkunden

Ziellos und ohne Plan mal ein paar Stunden durch eine Stadt laufen, das macht mir Spaß. Das Schöne daran ist, dass man nicht enttäuscht werden kann, da man auch keine Erwartungen hat. Abseits von den Tourismusströmen sieht man etwas aus dem normalen Leben der Menschen, die hier wohnen. Des Weiteren kommt man unverhofft an Plätze, die man niemals irgendwie in einem Reiseführer lesen würde und wenn es nur ein kleines Café oder die Hafengegend ist.

Abseits des Tourismustrubels – Das Szeneviertel Telliskivi Creative City

Coole Restaurants und Cafés abseits der Touristenzone - Die Telliskivi Creative City, dem Szeneviertel in Tallinn

Coole Restaurants und Cafés abseits der Touristenzone – Die Telliskivi Creative City, dem Szeneviertel in Tallinn

Wo treffen sich denn eigentlich die Einheimischen? Wenn mich jemand dieses für meine Heimatstadt fragt, dann wird es schon schwer eine Antwort zu finden. In Tallinn habe ich solch ein Viertel gefunden, das noch nicht einmal weit von der Tourizone entfernt ist. Das Szeneviertel Telliskivi Creative City liegt gleich hinter dem Bahnhof und liegt auch fast auf dem Weg zum Lennusadam Seaplane Harbour Museum. Nach dem Bahnhof läuft man kurz durch die Markthalle „Balti Jaama Turg“ dahinter einfach links halten und erst kommt ihr durch eine Art Streetfoot Straße und dann noch mal links und ihr steht in der Telliskivi Creative City. Hier wartet Streetart, Cafés, Restaurants und Galerien und ein estnischer Markt mit billiger Kleidung auf euch.

Mein Restaurant-Tipp für Tallinn – Das F-hoone

Mein Restaurant Tipp: Das F-hoone abseits der Touristenzone im Szeneviertel Telliskivi Creative City

Mein Restaurant Tipp: Das F-hoone abseits der Touristenzone im Szeneviertel Telliskivi Creative City

Das F-hoone ist eine klasse Bar, Café und Restaurant. Stilvoll in einem alten Industriegebäude tobt der Bär. Tische sind oft schon reserviert und die jungen Einheimischen lieben das F-hoone.

Das Essen ist super lecker und ihr zahlt hier die estnischen Preise, also das perfekte für mich als Backpacker. Das Beste ist aber es schmeckt einfach klasse und ist lecker. Daher meine Empfehlung für deine nächste Tallinn Reise. (Das f-hoone bei Google Maps)

Wo übernachten in Tallinn? Ich war im Old Town Munkenhof Guesthouse

Natürlich gibt es hunderte von Übernachtungsmöglichkeiten, Hotels, AirBnB oder Hostels. Ich übernachte gerne in Hostels, da man dort einerseits leicht andere Reisende trifft und es günstig ist. Für Tallinn war mir wichtig günstig in Old Town zu übernachten, damit ich die kurzen Wege genießen kann. Das Old Town Munkenhof Guesthouse, welches auch als 16Euro Hostel wirbt habe ich mir ausgesucht.

Ich habe drei Nächte im Sechser Dorm gebucht und das Ganze für 12 Euro die Nacht. Perfekt, das Zimmer ist sauber, Bettwäsche ist vorhanden und es gibt sogar ein Handtuch dazu. Im Zimmer gibt es einen abschließbaren Stahlspint zum sichern der Sachen. Die Toilette im Erdgeschoss sollte man meiden und dazu lieber in das 2. oder 3. Stockwerk gehen, dann ist es in Ordnung. Die Lage ist super, vielleicht fünf Minuten bis zum Rathausplatz. Übrigens ein Doppelzimmer kostet 32 Euro pro nacht und somit 16 Euro pro Person, daher kommt wohl der Name. Mehr Bilder und Informationen zum Old Town Munkenhof Guesthouse sehen gibt es hier.

Mein Fazit: Fünf Gründe warum man ein Tallinn Städtetrip unternehmen sollte

Mein Fazit zum Tallinn Städtetrip habe ich mal in fünf wichtige Punkte aufgegliedert. Es gibt bestimmt noch mehr Punkte, warum man Tallinn oder Estland besuchen kann. Aber nach meinen drei Tagen in Tallinn kann ich das auf jeden Fall unterstreichen.

1. Freies WLAN – Das überall gibt es gratis Internet

Estland ist nicht umsonst das Land des Skypes! Hier wird Internet, die neuen Medien großgeschrieben. Überall in den Cafés, dem Hostel, den Restaurant usw. gibt es kostenloses Internet. Einfach das WLAN aussuchen und unter Umständen den Code erfragen, meistens ist er so kreativ wie „1234567890“. Mir gefällt das, auch wenn ich in Europa meinen Datentarif aus Deutschland wie zu Hause benutzen kann.

2. Mit Englisch kommst du super durch – Die Esten sprechen gutes Englisch

Die Esten sprechen sehr gutes Englisch! Ich bin begeistert, denn es ist bestimmt nicht überall im Baltikum, dass Englisch so verbreitet ist. Vom Taxifahrer bis zur Kellnerin, die Verständigung war niemals ein Problem.

3. Tallinn ist leicht selber zu erkunden – Die Wege sind kurz

Von der Stadtmitte sind alle Sightseeings innerhalb von 10 Minuten zu erreichen. Die in der Stadt aufgestellten Stadtpläne haben immer den Standort, der einen Radius von 10 Minuten zu Fuß anzeigt. Ziemlich praktisch um die Entfernungen einzuschätzen.

In der Altstadt gibt es so gut wie kein Autoverkehr, also ist das Erkunden ziemlich stressfrei.

4. Tallinn hat viele Sightseeings und Museen

Die Stadt wartet mit sehr vielen Museen und Sightseeings auf. Von der Erkundung alter Tunnel bis zum Besichtigen eines U-Boots ist alles dabei. Du solltest auf jeden Fall vorher mal auf die Webseite vom Tourismusbüro gehen und nachsehen, was dir gefallen könnte. Somit hast du vorher schon einen kleinen Plan was du während deinem Städtetrip besuchen möchtest.

5. In Estland und Tallinn zahlst du in Euro

Ehrlich gesagt dachte ich echt noch am Flughafen, dass ich noch mit der Estnischen Krone bezahlen muss. Ich muss gestehen, ich war mir nicht sicher ob ich mit Euro zahlen kann, daher hob ich mal etwas Geld mit der Kreditkarte am Airport ab…. und es kamen Euro raus!

Die Estnische Krone wurde bereits am 1. Januar 2011 vom Euro abgelöst, als Estland der Europäischen Währungsunion beitrat. Schande über mein Haupt, aber selbst in meiner Währungs-App ist die Estnische Krone noch aufgeführt! Ich schieb es mal auf die App, dann ist es nicht mehr ganz so peinlich.

 Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Estland und Tallinn:

Du willst von Tallinn aus weiterreisen? Dann interessieren die vielleicht unsere weiteren Finnland Artikel?

Dir hat dieser Artikel mit den Tipps gefallen? Dann teile ihn, ich freue mich darüber! Oder möchtest du über neue Blogbeiträge informiert werden? Dann abonniere doch unsere RSS-Feeds.

über den Author siehe alle Posts Autor Webseite

Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Facebook, Twitter & Co. verfolgen würdest.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Es werden keine IP-Adressen gespeichert. Email Angabe nur auf Wunsch des Kommentators

Cookie-Einstellung

Bitte treffen deine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen deiner Auswahl findest du unter Hilfe.

Treffe deine Auswahl um fortzufahren

Deine Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, musst du eine Cookie-Auswahl treffen. Diese Auswahl muss einen Webseitenbesucher ab dem 28.05.2018 gesetzlich angezeigt werden. Nachfolgend erhaltst du eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen
    Mit dieser Auswahl hilfst du uns bei der anonymen Auswertung / Statistik über das Besucherverhalten der Webseite
    Vielen Dank
    :
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies. Mit dieser Angabe können wir feststellen, wieviele Besucher wir auf unseren Blog haben. Diese Angaben werden anonym bei GoogleAnalytics gespeichert. Danke, dass du diese Auswahl wählst, da du uns damit sehr hilfst.
  • Keine Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.

Du kannst deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutzerklärung.

Zurück