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Ngorongoro Crater Safari – 3 Tage im Herzen AfrikasWerbung 

Was für ein Tier
Was für ein Tier
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Ngorongoro Crater liegt am Rande der Serengeti und ist ein Einbruchkrater. Ich bezeichne den Ngorongoro Crater lieber als eine große wunderbare Schüssel, die voll mit vielen wilden Tieren ist. Der Ngorongoro Krater war einst ein stolzer Vulkan und brach in dem Lauf der Zeit in sich zusammen und es entstand die große Schüssel. Der Kraterboden liegt auf ca. 1700 m und die Seitenwände haben eine Höhe von 400 bis 600 Metern, dass die Kraterkante auf ca. 2300 m liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer und das ergibt eine Fläche von 26.400 Hektar. Viel Platz für viele wilde Tiere.

Die Geschichte des Ngorongoro Crater ab dem 18. Jahrhundert

Der erste Löwe im Ngorongoro Krater

Der erste Löwe im Ngorongoro Krater

Die Geschichte des Ngorongoro Crater beginnt selbstverständlich vor dem 18. Jahrhundert und die Zukunft hätte für den Nationalpark anders ausgehen können. Der Ngorongoro und das umliegende Savannenhochland wurden spätestens seit dem 18. Jahrhundert von Massai-Hirtennomaden besiedelt. Die Massai nutzen diese Gebiete zur Viehweidewirtschaft. Der Ngorongoro hatte für die Massai eine große spirituelle Bedeutung.
Im Jahre 1904 beantragte der Farmer Adolf Siedentopf beim deutschen Kolonialgouvernement Land im Krater beantragte, um in Ngorongoro Krater Viehzucht und Landwirtschaft zu betreiben. Der Antrag der Familie Siedentopfs wurde stattgegeben und sie ließ sich dort nieder. Sein Bruder Friedrich Wilhelm kam noch hinzu. 1907 wurden den Massai das Landreccht im Ngorongoro aberkannt und diese wurden gewaltsam umgesiedelt.
Die deutsche Kolonialverwaltung entwickelte in den Jahren 1912 bis 1914 Pläne, den Ngorongoro Crater zum Naturschutzpark zu erklären. Die Familie Siedentopf konnte nicht zur Aufgabe des Pachtvertrags gebracht werden und die Pläne konnten nicht weiterverfolgt werden und es sollte noch schlimmer kommen. Das restliche Land im Ngorongoro Crater sollte an andere burische Siedler vergeben werden. Nur der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte dies und in dieser Zeit verließen die Siedentopfs den Ngorongoro Crater.

Die Entstehung des Ngorongoro Conservation Area und die Angliederung zum Nationalpark Serengeti

Ein Zebra so alleine

Ein Zebra so alleine

Nach dem zweiten Weltkrieg, im Jahre 1951 wurde der Ngorongoro Krater Teil des Nationalpark Serengeti. Acht Jahre später, außerhalb des Kraters entstand ein besonderes Schutzgebiet für die Massai, die Ngorongoro Conservation Area. In der Ngorongoro Conservation Area ist es den Massai erlaubt kleine Ansiedlung und Weidewirtschaft zu betreiben.
Ab dem Jahr 1975 trat das Verbot der Landwirtschaft im Ngorongoro Krater in Kraft. Die UNESCO nahm im Jahre 1979 den Ngorongoro Krater in die Weltnaturerbe Liste auf und 1981 zeichnete man das Gebiet als Biosphärenreservat aus. Als Letztes wurde der Ngorongoro Krater 2010 zum Weltkulturerbe ernannt.
Die „Conservation Area“ ist kein Nationalpark und es ist den Maissi erlaubt dort zu leben. Die Massai sind das Leben mit den wilden Tieren gewohnt und somit gehören sie zu dem Landschaftsbild. Die Massai sind eine halbnomadische Volksgruppe und haben große Viehherden, die die ganze Steppe abgrasen. Beim Verlassen des Einfahrtstor der Serengeti fällt dies jedem Besucher auf, die Wiese ist braun, vertrocknet und bis auf die Graswurzel abgefressen. Ich denke, dass dies in den nächsten Jahren ein größeres Problem geben wird, wenn es noch mehr Rinder bei den Massai geben wird. Ein Rind ist bei den Massai ein Statussymbol und zeigt seine Stellung an.

Heute schon gepinnt?

Das Klima und die Vegetation des Ngorongoro Crater

Das geniale an einer Schüssel ist, dass die Fläche sich nach außen hin ändert. Durch die steil aufsteigenden Wände des Kraters sind die Luftmassen in ständiger Bewegung und das Klima variiert von Ort zu Ort stark. Die Hänge nach obenhin sind feucht und diesig. Die Kraterränder mit Busch- und Heideland bewachsen. Der Boden des Kessels ist trockener und unterliegt großen Temperaturschwankungen, hier findest du auch einen kleinen See wo Hippos drin leben.

Die Safari geht los – Der Ngorongoro Crater wartet

Ein Jackel am Fluss

Ein Jackel am Fluss

Übernachtet haben wir im Simba Camp, das liegt ungefähr auf einer Höhe von 1600 Metern. In der Nacht, bei ca. 10° Grad, war es kalt. Wie jeden Tag gab es ein gutes Frühstück und der heiße Tee war bei der Kälte wunderbar. Nachts kamen noch ein paar Elefanten und Affen ins Camp, jedoch ist das kein Problem solange man im Zelt bleibt. Bei Christina und Dani fühlten sich die Affen wohl, sie machten sich vor ihrem Zelt gemütlich und wärmten die Füße der Mädels.
Die Fahrt durch den Ngorongoro Crater begann bei ungemütlichen Temperaturen und jeder war froh eine Mütze dabeigehabt zu haben. Es gibt nur eine kleine Road vom Kraterrand runter in den Kessel, der Nebel verbarg die Sicht und somit gab es keine Aussicht über den Kessel. Die Fahrt durch den Ngorongoro Krater vergleiche ich gerne mit einem Besuch im Kino, wo eine Tierdokumentation läuft. Nur hier ist alles live und die Tiere sind in 3D. Die Vielzahl an Gnus, Zebras, Elefanten und Löwen ist der Wahnsinn und die Zeit verfliegt. Am späten Mittag, es war gegen 13 Uhr fuhren wir zum Simba Camp zurück um unsere Zelte abzubauen. Als alles im Landrover verstaut war, ging es zum letzten Lunch und unser Koch verwöhnte uns mit Suppe und einem leckeren Auflauf.
Nach dem Mittagessen ging es über Arusha nach Moshi in die Weru Weru River Lodge. Dort wo unsere Safari begann endete sie und jeder von uns Dreien freute sich auf eine warme Dusche und ein wundervolles Bett.
Vielen Dank an unseren Fahrer Witson von KAT-Moshi, der umsichtig und ruhig uns die vier Tage chauffiert hat.

Wo buche ich meine Ngorongoro Crater Tour

Mein Touroperator vor Ort KAT-Moshi

Mein Touroperator vor Ort KAT-Moshi

Ich habe meine Ngorongoro Crater Safari Tour mit KAT-Moshi gemacht und diese haben alles von Unterkünften bis Permit für die Nationalparks gebucht. Es war ein großartiger Mix bei den Unterkünften und Luxus traf Abenteuer. Die Kosten bei einer Safari Tour variieren selbstverständlich und die Kosten richtigen sich nach den Unterkünften. Aus diesem Grund solltest du deine Wünsche und dein Budget angeben und erhältst ein gutes Angebot. Das tolle an KAT-Moshi ist, dass der Besitzer Deutsch spricht und es bei der Buchung und der Anfrage es keine Verständigungsprobleme gibt.

Noch weitere Bilder von der Ngorongoro Crater Tour

 

 

Disclaimer: Meine Reise wurde unterstützt durch KAT-Moshi in Zusammenarbeit mit der Weru Weru River Lodge

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Über den Autor

Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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2 Kommentare

  • Ist zwar schon 14 Jahre her, dass ich das letzte mal da war (und ich war damals auch erst 14), aber wir standen damals auch(?) am Grab von Bernhard und Michael Grzimek. Das ist ja direkt oben auf dem Kraterrand. War echt beeindruckend.

    Schöner Bericht! :)

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