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The Danakil Depression - Äthiopien
The Danakil Depression

Die Danakil Depression ist ein ungewöhnliches Traumziel. Als ich vor einigen Jahren mal ein Blogartikel und die Fotos aus der Danakil Depression (engl. Depression = Senke) in Äthiopien sah, dachte ich schon damals – Das musst du sehen! Einige Jahre später war es nun so weit und auch aller Reisewarnungen entgegen ist die Tour meiner Meinung nach nicht mehr gefährlich, da sie immer gut bewacht wird. Jedoch was ist heute noch sicher? Das wäre jetzt ein anderes Thema und zurück zur Danakil.

Alleine ist die Tour nicht machbar, also muss auf einen Touranbieter zurückgegriffen werden. Die Entscheidung viel auf ETT, die jedoch bedingt durch die Lowseason mit den anderen Touranbietern zusammen arbeitet. Nur kurz zum Anbieter, alles war super organisiert, reichlich Essen, was immer zu viel war und der Guide sprach perfektes englisch.

Ab in die ungastfreundschaftliche Salzwüste

Danakil Depression

Danakil Depression

Mit den Jeeps ging es in die Salzwüste und diese ist nicht wie die Salzwüste bei Uyuni in Bolivien. Mit jedem Kilometer, den wir uns von Ausgangspunkt in Mekele entfernten, erhöhte sich auch die Außentemperatur auf dem Display im Auto. Es wurde wärmer, dann heißer und bei 48° Grad und kein Schatten in Sicht ziehen an uns die Hütten der Afar vorbei. Immer wieder gibt es kleine Siedlungen an der Straße, die gerade vom Militär ausgebaut wird. Verkehr gibt es nicht, aber die Arbeiter in der heißen Sonne tun mir Leid. Welch eine Qual hier die Steine zu schleppen.

Es geht nun tiefer in die Danakil Depression hinein und wir erreichen am Abend die Salzwüste. Eine Kamelkarawane hatten wir leider nur einmal aus der Entfernung sehen können, jedoch jetzt gibt es einen kleinen Sparziergang über die Salzwüste. Die Salzkruste springt manchmal hoch auch und der Boden wirkt, als ob er feucht ist. Er wirkt nicht nur so, er ist es! Einige Stellen liegen über hundert Meter unterhalb des Meeresspiegel und unterhalb des Salzes, das bis zu 5 Kilometer dick sein kann ist das Wasser des Roten Meeres eingeschlossen, dass so langsam durch die seismischen Aktivitäten in der Gegend „ausgekocht“ wird. Es gibt sogar einen kleinen Pool mit Salzwasser, der einen höheren Salzgehalt hat wie das Tote Meer. Ein paar aus der Gruppe baden darin, ich verzichte gerne, da ich noch genau weis, wie es sich anfühlte nach einem Besuch in der Dead Sea und eine Dusche ist hier auch nicht vorhanden. Ein paar hundert Meter weiter gibt es dann sogar einen richtigen Salzsee zum Sonnenuntergang.

Die Kamelkarawanen zum Sonnenaufgang

Die Kamelkarawanen durch die Danakil Depression

Die Kamelkarawanen durch die Danakil Depression

Auf dem Weg zu den Salzgebieten, bei denen heute noch das Salz so abgebaut wird, wie vor hunderten von Jahren, begegnen uns die ersten Kamelkarawanen. Sanft schreiten die Kamele durch die Wüste und dabei beginnt die Sonne schon unermüdlich zu strahlen. Das Bild der Wüste mit den vielen Kamelen, die aneinandergehängt sind wie die Perlen an der Kette, ist unglaublich schön.

Auf dem Weg zu den Salzabbaugebieten kommen wir noch an weiteren „Hotsprings“ und ähnlichen Löchern mit blubbernden Substanzen vorbei. Am Salzabbaugebiet sind es dann 45° Grad, an Schatten nicht zu denken und auch sonst gibt es nichts, was mich dort länger halten würde. Jedoch die Arbeiter dort brechen Tag für Tag das Salz heraus und schnitzen es in Platten, die dann von den Kamelen abtransportiert werden. Ein Konchenjob und das für 4 Birr = € 0,17 pro Platte. Es ist Bestaunens wert, wie schnell sie die Platten in die richtige Größe zum Abtransport bringen.

Hast du schon einmal die Danakil Depression besucht, oder möchtest dort hin. Wie hast du es erlebt, oder welche Erwartungen hast du? Freu mich auf einen Kommentar von euch!

 

Hier geht´s zum Video

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Weitere Infos und Links zu einer Reise nach Äthiopien:

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hallo Jens,

    Die Tour sieht wirklich atemberaubend aus! Hast du diese vorab gebucht oder ist das vor Ort spontan Problemlos möglich?

    grüße Timo

    • Hallo Timo,

      ja die Tour war auch atemberaubend gut. Wir sind einfach nach Mekele gefahren und in das Büro von der Firma Ethio Travel and Tours (kurz ETT) gegangen und haben nach der Tour gefragt. Die fahren alle 2 oder 3 Tage diese Tour. Du kannst dann wählen mit dem Vulkan Erta Ale oder ohne. Du solltest dir den Vulkan auf keinen Fall entgehen lassen, ein Bericht und ein Video dazu findest du auch im Blog.
      Zu den Kosten, sie verlangten damals 600 U$ von uns wir haben sie auf 550 runtergehandelt, waren aber nicht so gut, denn manche in der Gruppe haben sie auf 450 U$ gehandelt. Ich denke, dass 450-500 U$ ok sind.
      Ich wünsche dir viel Spaß und eine geile Zeit in der Danakil Depression, denn das ist wirklich ein ungewöhnliches Reiseziel.

      Viele Grüße
      Jens

  • Wow, Jens. Das sieht ja super aus. Von wo startet die Tour denn und was kostet der Spaß? Da kriegt man ja gleich neue Ideen. Ich schreib Dir die Tage auch noch mal :-)))

    • Hallo Vera,

      die Touren starten von Mekele aus. Kostenpunkt 400-600 US Dollar, es kommt also darauf an wie gut du handeln kannst! Leider habe ich das mit den 400 erst danach erfahren. 450 US sollten aber schon mindestens eingerechnet werden. Die Tour dauert 4 Tage 3 Nächte und ist wirklich super. Genauso anstrengend ist sie aber auch.

      Grüße Jens

  • Ja Jens die Bilder sind atemberaubend und der Text dazu sehr interessant. Aber die Anstrengung war doch immens, hoffentlich legt sich die Erkältung wieder. Herzlichst Mudder und Vadder

    • Danke der Nachfrage, leider ist der Husten jetzt recht stark, aber ich bin mir sicher in einer halben Woche wird der auch besser sein!!
      Grüße nach Hause an die Heimatbasis 😉

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