Backpacker Weltreiseblog OVERLANDTOUR
Torres del Paine

Es ist jetzt einige Jahre her, dass ich Bilder vom Nationalpark „ Torres del Paine “ gesehen hatte und damals dachte ich gleich, da muss ich hin. Es war nun die Zeit gekommen, vier Nächte und fünf Tage wollte ich wandern gehen. Ich hatte viel Glück und bekam noch Platz in den Refugios, obwohl diese bis in den Februar ausgebucht sein sollten und somit musste ich nicht im Zelt schlafen und diese noch dazu schleppen. Mein Rucksack wog so schon gute 7 bis 8 kg und war schwer genug.

Meine Route im Überblick:

  • Tag 1: Las Torres Richtung Seron und zurück 14 km
  • Tag 2: Las Torres nach Cuernos 11 km
  • Tag 3: French Valley 20 km
  • Tag 4: Cuernos nach Chileno und zu den Torres 17 km
  • Tag 5: Chileno nach Las Torres 5 km

Insgesamt: ca. 67km

Das Wandern ist nicht mit dem zu Hause zu vergleichen. Die Wege sind voller Steine und gehen eigentlich immer nur rauf und runter. Zum „Einlaufen“ entscheide ich mich für einen leichten Weg am ersten Refugio. Der Weg führte mich fast bis Seron, allerdings drehte ich so nach guten 7 km wieder um. Die Sonne brannte und bei blauen und wolkenlosen Himmel waren es bestimmt 25° Grad. Schon fast zu warm mit dem Rucksack.

Am folgenden Tag brach ich auf um nach Los Cuernos zu kommen. Da Aufgrund eines Brandes im Park ein riesiger Teil gesperrt ist, herrscht in Los Cuernos Hochbetrieb. Hier müssen alle Wanderer zwei Tage übernachten, wenn sie in das „French Valley“ möchten. Dies wollte ich natürlich auch. Die 11 km über Stein, kleine Flüsse und ein paar schönen Anstiege bewältigte ich dann doch in knapp 5 Stunden. Am dritten Tag ging es in French Valley, um die Türme von hinten zu sehen und einen schönen Gletscher zu bestaunen. Beim loslaufen war noch schönes Wetter mit ein paar Wölkchen, jedoch sollte sich das kurz vor der Hälfte des Weges ändern. Erst nieselte es, dann am ersten Aussichtspunkt finge es an zu regnen und stark zu winden. Die zweiten 5,5 km zum zweiten Aussichtpunkt verstärkte sich der Regen, dazu kam Hagel und ca. 700 m vor dem Ziel, die Türme schon im Blick zog ein Orkan auf, der mich förmlich umgeblasen hatte. Nichts ging mehr, der Rückzug wurde nötig, jedoch belohnte Petrus mich mit zwei drei Bildern indem die Wolken kurz aufrissen und die Sonne ein paar Strahlen abgeben durfte. Der Rückweg wurde dann zur Qual, total durchnässt friere ich die meiste Zeit und die Steine waren auch schön rutschig geworden. Nach 20km kam ich dann recht fertig im Refugio an.
Tag vier brach an und heute ging es von Los Cuernos zum Campamento Chileno. Alle meinten auch ein einfacher Weg, allerdings nur, weil sie ihn anderes herum gelaufen waren. Es gibt eine kleine Abkürzung, die jedoch immer stetig nach oben geht. Der Weg ist wie immer wunderschön und so erreiche ich gegen Mittag Chileno. Dort beginnt es zu regnen und der Aufstieg zu den Torres scheint erst einmal für heute gescheitert zu sein. Jedoch mache ich mich mit James, der mit seiner Frau schon seit Wochen auf meiner Route reist, gegen 15.00 Uhr auf zu den Torres. Wir erreichen sie auch und ich dachte auf den letzten Metern ich muss sterben, erst so gute 13km von Camp zu Camp und jetzt noch einmal 4km hoch und dann wieder zurück. Am Ziel bin ich glücklich, stoltz über meine Leistung und mein linkes Knie will nicht mehr. Der letzte Tag beginnt mit dem Abstieg nach Las Torres und die 5km bringe ich in lockeren 2 Stunden hinter mich. Hier darf ich dann noch drei Stunden auf den Bus warten bis ich zurück nach Puerto Natales komme.

Der Nationalpark Torres del Paine bietet wahnsinnige Ausblicke. Ich empfand es eine Mischung aus den Alpen und den Drakensberge in Südafrika. Die Weite, die Seen und die Berge sind ein Genuss für jeden Naturliebhaber – Ein Wunder der Natur!

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

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