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Wanderung zur Olpererhütte und Zillertaler Hängebrücke
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Die Wanderung zur Olpererhütte am Schlegeisspeicher mit seinen wunderbaren Aussichten über die Zillertaler Alpen, der Stausee bringt dich auch zu dem Instagram-Fotospot im Zillertal. Kurz hinter der Olpererhütte wartet auf dich die Zillertaler Hängebrücke, diese zur Beliebtheit der Wanderung zur Olpererhütte beigetragen hat.

Die Anreise zum Schlegeisspeicher und der Olpererhütte

Hier am Parkplatz des Schlegeisspeicher starte die Wanderung hoch zur Olpererhütte

Hier am Parkplatz des Schlegeisspeicher starte die Wanderung hoch zur Olpererhütte

Über die Inntalautobahn A12 (vignettenpflichtig) erreichst du die Ausfahrt Zillertal und von dort aus weiter auf der B169 bis nach Mayrhofen. Hier einfach auf der B169 weiterfahren und nach ca. 25 Kilometern erreichst du den Parkplatz des Schlegeisspeicher. Allerdings erfolgt die Anfahrt zum Schlegeisspeicher über die Mautstraße “Schlegeis-Alpenstraße“, die ja nach Schneelage zwischen Mai und Oktober befahrbar bzw. geöffnet ist.

Die Mautstraße Schlegeis-Alpenstraße

Die Schlegeisstraße wird ab dem Berggasthof Breitlahner oberhalb von Ginzling kostenpflichtig und hier gibt es auf der Straße zwei Wartelinien, weil die Strecke teilweise einspurig ist. Die Wartezeit kann bis zu 15 Minuten dauern. Hier kommt dann auch jemand am Auto vorbei, der von dir die Maut kassieren möchte. Die Bezahlung kann nur Bargeld erfolgen, EC-Karten oder Kreditkarten werden nicht angenommen. Die Tagespauschale für einen PKW kostet € 12,50 [Stand 2019].

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schlegeisspeicher

Du kannst zum Schlegeisspeicher und somit auch zur Olpererhütte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Mit der österreichischen Bahn bis nach Mayrhofen und direkt vom Bahnhof Mayrhofen geht es mit dem Bus 4102 weiter zum Schlegeisspeicher (Bushaltestelle Schlegeis Stausee) hoch. Die Fahrt mit dem Bus vom Bahnhof Mayrhofen dauert ca. 50 Minuten und kostet einfach € 7,50 [Stand 2019]. Hier geht es zur Fahrplanauskunft des Verkehrsverbund Tirol.

Die beste Zeit für die Wanderung zur Olpererhütte

Als ich letztes Jahr am 30. Dezember in meiner Unterkunft fragte, ob ich die Wanderung zur Olpererhütte machen könnte, erhielt ich die Antwort „Ja das kannst du versuchen“! Ich tat es glücklicherweise nicht, denn draußen schneite es, als ob es kein Morgen gäbe. Genau auf den Tag ein halbes Jahr später stand ich wieder im Zillertal und jetzt sollte der Wanderung nichts mehr entgegenstehen. Ich nehme es mal vorweg, denn oben auf der Hütte fragte ich eine Bedienung nach dem Aufstieg im Dezember und er meinte nur „Da hatten wir 9 Meter Neuschnee hier und wenn wäre ich nur mit dem Helikopter oder über den darüber liegenden Gletscher gegangen“. Alles klar dachte ich und muss dran denken, wie verantwortungslos mein Gastgeber im Dezember war.
Die beste Zeit für die Wanderung zur Olpererhütte ist von Juni bis Oktober, dann ist die Olpererhütte in der Regel auch bewirtschaftet. Natürlich kannst du auch schon im April oder Mai hochwandern, wenn die Mautstraße offen und schneefrei ist.

Wie anspruchsvoll ist die Wanderung zur Olpererhütte

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Wie anspruchsvoll die Wanderung zur Olpererhütte ist, ist natürlich subjektiv und jeder beantwortet diese anders. Die offizielle Bewertung der Wanderung zur Olpererhütte ist „anspruchsvoll Kategorie T2“. Dies bedeutet T2 = Bergwandern nach SAC-Skala. https://de.wikipedia.org/wiki/SAC-Wanderskala
Ich fand die Wanderung vom Wandern her nicht anspruchsvoll, jedoch schon recht anstrengend. Vom Parkplatz bis zur Olpererhütte sind es nur 3,7 Kilometer und die Beschilderung gibt an, dass man diese in 1,5 Stunden erwandert hat. Wer top fit ist, der wird das schaffen, aber ich denke eher, dass der normale Wanderer zwischen 2 ¼ bis 3 Stunden für den Aufstieg brauchen. Deshalb rechne etwas mehr Zeit ein. Du solltest schon etwas Trittsicherheit mitbringen und Trekkingschuhe sind empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig. Abstürzen kann man eigentlich nicht, aber auf den vielen losen Steinen oder kleinem Geröll kann man schon mal wegrutschen und sich verletzen. Besonders beim bergablaufen ist Vorsicht geboten. Wahrscheinlich ist die Olpererhütten Wanderung als „T2 – Bergwandern“ eingestuft worden.

Hier sind die Daten meiner Wanderung zur Olpererhütte

  • Gewandert am Sonntag, 30. Juni 2019
  • Start der Wanderung: 09:44 Uhr
  • Entfernung: 3,7 km
  • Dauer: 2 Stunden, 45 Minuten und 47 Sekunden
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 1,3 km/h
  • Minimale Höhe: 1791 m
  • Maximale Höhe: 2389 m
  • Anstieg (insgesamt): 598 m
  • Gefälle (insgesamt): 0 m

Unverzichtbares für die Wanderung zur Olpererhütte

Nur noch ein paar Höhenmeter und ich habe es geschafft

Nur noch ein paar Höhenmeter und ich habe es geschafft

Auf einer Wanderung sollte immer mindestens 1 Liter Wasser in den Rucksack mit rein um genügend zu trinken. Ich hatte eine 0,5 Liter Flasche mit und habe mir auf dem Weg diese immer wieder mit Wasser aus den kleinen Bächen gefüllt. Im Hochsommer werden diese aber wahrscheinlich nicht mehr da sein, denn bei meinem Aufstieg gab es noch einige Schneefelder etwas oberhalb, die die Bäche gespeist haben. Da die Wanderung zu über 95% in der Sonne verläuft, solltest du ausreichend Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor einpacken. Eine leichte Wind- oder Regenjacke ist praktisch, wenn es oben windig sein sollte, so dass du diese überziehen kannst.

Die Zillertaler Hängebrücke – Der Instagram-Fotospot im Zillertal

Katrin hat auch die Aussicht an der Zillertaler Hängebrücke genossen

Katrin hat auch die Aussicht an der Zillertaler Hängebrücke genossen

Die spektakuläre Zillertaler Hängebrücke (bei GoogleMaps unter den Namen Kebema Panoramabrücke zu finden) wartet nur 100 Meter hinter der Olpererhütte auf dich. Die Brücke ist bereits richtig bekannt geworden, auch dank Instagram. Während des Aufstiegs hast du bestimmt schon gemerkt, dass die Olpererhütte bei weitem kein Geheim-Tipp mehr ist. An der Zillertaler Hängebrücke wird bestimmt einiges los sein und leider stehen meistens viele Leute im vorderen Bereich, so dass man diese immer auf den Bildern hat. Hier hilft nur Beharrlichkeit und warten. Ich habe mich mit Katrin oberhalb auf die Steine am Rand des Flusses gesetzt, haben uns das Treiben an der Brück angesehen und erstmal unser Brötchen aus dem Rucksack geholt. Plötzlich waren wir alleine und wir haben dann für einige Minuten die Zillertaler Hängebrücke ganz für uns gehabt.

Der Foto-Tipp zur Zillertaler Hängebrücke

Das interessante an der Zillertaler Hängebrücke ist, dass du durch eine geschickte Einstellung der Kamera es so aussehen lassen kannst, dass man meint die Brücke würde in schwindelerregender Höhe über den Schlegeisspeicher gehen. Die beste Zeit für ein Foto an der Zillertaler Hängebrücke ist der Nachmittag oder frühe Abend zur goldenen Stunde. Warum fragst du dich? Ganz einfach, denn morgens scheint die Sonne direkt über den Schlegeisspeicher und somit direkt in deine Kamera. Deine Bilder wirken dann Aufgrund der Gegenlichtaufnahme blasser und die Farben etwas gräulicher.

Wie hat mir die Wanderung zur Olpererhütte gefallen

Jausenzeit auf der Terrasse der Olpererhütte

Jausenzeit auf der Terrasse der Olpererhütte

Am Parkplatz unten und beim Start der Wanderung an der Straße des Schlegeisspeicher dachte ich, hey 1 ½ Stunden die Wanderung zur Olpererhütte kann ja nicht so schwer sein. Somit folgen wir der Beschilderung 502, aber verlaufen kann man sich nicht, es gibt nur eine Richtung „nach oben“. Die ersten hundert Meter geht es noch unter Bäumen hoch und nach einigen Serpentinen gibt es das erste „Durchschnaufpäuschen“. Kurz danach geht der Weg in der prallen Sonne weiter und das wird auch bis zum Ziel so bleiben. Selbst du 50er Sonnencreme hat nicht gereicht, denn abends waren die Arme etwas rot, daher achte darauf. 600 Höhenmeter können hart sein und sind anstrengend. Wir legen immer wieder Durchschnaufpäuschen ein, denn die Aussicht auf den Schlegeisspeicher ist einfach traumhaft. Meter für Meter erkämpfe ich mir und nach 2 ¾ Stunden ist es geschafft und ich stehe vor der Olpererhütte.
Die Anstrengungen haben sich gelohnt und die Strapazen sind schnell vergessen, denn die Aussicht von der Hütte und auch dann von der Zillertaler Hängebrücke sind Lohn genug. Der Auf- und Abstieg hat nur meinen Knien etwas wehgetan, aber nach einem Tag haben die sich auch wieder erholt.

Die Olpererhütte der Ort für eine Jause

Da ich mein Jausen Brötchen während der Wartezeit an der Zillertaler Hängebrücke gegessen hatte, war ich nicht mehr hungrig. Während wir uns einen leckeren Radler (müsste hier eigentlich Wanderer heißen) bestellte, trug die Bedienung einen Kaiserschmarrn vorbei, der sehr lecker aussah. Falls du keine Brotzeit im Rucksack hast, dann wird dich die Olpererhütte bestimmt kulinarisch versorgen. Von Almdudler und Tiroler Gröstl bis Kaffee und Kaiserschmarrn.

Mein Fazit zur Wanderung Olpererhütte

Die Olpererhütte und die Zillertaler Hängebrücke sind definitiv ein Besuch wert. Ich empfand die Wanderung schon sehr anstrengend und die Angabe von 1,5 Stunden für den Aufstieg als zu kurz. Ich habe für den Abstieg schon eine Stunde zwanzig benötigt, daher rechne mehr Zeit ein. Die Bilder an der Hängebrücke sind natürlich super schön und ich hoffe nicht, dass irgendwann ein Instagram-Tourismus hier entsteht. Zum Glück kann man nicht mit dem Auto vorfahren und muss einige Höhenmeter überwinden, so dass es nicht so schlimm wie am Pragser Wildsee in Südtriol wird. Die Aussicht beim Radler von der Terrasse der Olpererhütte auf den Schlegeisspeicher ist auch phänomenal und ich habe hier die Zeit in der Sonne genossen. Von mir gibt es fünf Sterne für das Gesamtpaket und kann die Wanderung nur empfehlen.

Hier noch ein paar Bilder von der Wanderung zur Olpererhütte & Zillertaler Hängebrücke

 

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
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1 KommentarSchreib ein Kommentar

  • Wow, was für wunderschöne Bilder… *_* Seit wir vorgestern die “längste Hängebrücke der Welt” im Wallis überquert haben, habe ich Blut geleckt. :-D Dieses Exemplar hier sieht aber noch nach einer grösseren Herausforderung aus – so ganz ohne Seiten”gitter”, nur mit Seilen… Da kann ich nochmal eine richtige Höhenangst-Therapiestunde einlegen, glaube ich… :-D

    Vielen Dank für’s Teilen!

    Manu

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