Backpacker Weltreise Blog OVERLANDTOUR
Auf dem Weg ins Somaliland und ein paar Bilder aus Hargeisa

Jeder von euch hat doch ein paar außergewöhnliche Reiseziele im Kopf! Also wollten wir über Somaliland nach Djibouti und wieder zurück nach Äthiopien. So, bevor ihr jetzt auf der Landkarte das „Somaliland“ sucht und jetzt schon Somalia assoziiert erlöse ich euch. Ja Somaliland liegt in Somalia. Jetzt braucht ihr nicht gleich denken, die sind jetzt völlig irre! Ich kann euch beruhigen – wir sind es nicht!

Der Staat Somalia zerfällt und dieser Zerfall begann irgendwann Anfang der 90er. Seit dieser Zeit haben sich in Somalia staatsähnliche Gebilde gegründet, die ohne die (Übergangs-) Regierung in Mogadischu auskommen. Seitdem haben sich die Regionen Puntland und Galmudug zu autonomen Teilstaaten Somalias erklärt und Somaliland die Unabhängigkeit. Seit dieser Zeit ist Somaliland wohl der demokratischste Staat am ganzen Horn von Afrika.

Somalia Placeholder
Somalia

Jetzt aber wieder zurück zu unserem kleinen Abstecher. Unser Plan scheiterte schon nach ca. 80 Kilometer hinter der Grenze von Somaliland. Warum? Ganz einfach an den fehlenden Devisen – dem U$ Dollar. Alles wird in U$ Dollar bezahlt, klar haben die Somaliländer auch ihre eigene Währung, nur kommen wir mit dieser nicht weit. Busse fahren nur in der Stadt und das ist sehr günstig. Ein Taxi von der Grenze in Äthhiopien in die „Hauptstadt Hargeisa“ kostet pro Person ab ca. 15 U$ und somit ein Vermögen.

Auf unserem Weg müssen wir öfters unsere Pässe an irgendwelchen Checkpoints vorzeigen, wie auf meiner gesamten Weltreise und es wird immer erwartet, dass etwas „Backfisch“ durch das Fenster gereicht wird. Die Unterkunft in Hargeisa ist dann auch nicht gerade billig und dort merkten wir dann auch schnell, dass wir noch nicht einmal das Geld mehr haben für den Besuch von „Laas Geel“. OK, das hätten wir noch gehabt, aber dann wären wir nicht mehr weiter gekommen. So entschließen wir uns wieder umzukehren und nach Äthiopien zurück zufahren.

Das Sightseeing Highlight von Hargeisa

Sightseeing Highlight von Hargeisa

Sightseeing Highlight von Hargeisa

Hargeisa hat nichts zu bieten, wenn dort nicht als Denkmal für die Unabhängigkeit eine abgeschossene MIG aufgestellt wurde. Ein paar Schritte vom Hotel entfernt finden wir diesen super Touristenspot, obwohl wir die einzigen Touristen sind. Die Somaliländer sitzen herum und trinken Buttertee, der mich an meinen Nepalbesuch erinnert. Wir setzen uns dazu und bestellen uns solch ein Tee. Er schmeckt verdammt gut in der Hitze von knapp 40° Grad. Als wir den zweiten Tee bestellen möchten, gibt uns irgendwer einen aus – sehr nett. Ein paar Fotos noch uns nach einem Sparziergang durch die Innenstadt geht es wieder zurück zum Hotel.

Der kurze Abstecher hinterlässt aber auch Spuren bei uns, denn das Gesehene ist schon hart, diese Armut und zeitgleich diese unverhältnismäßigen Preise. Nichts passt zusammen und ist für uns vorstellbar. Der Müll und diese Zukunftslosigkeit ist schon bedrückend und wenn ich mir jetzt vorstelle, wie es erst in anderen Regionen aussehen wird….

Hier die Strecke von Harar (Äthiopien) nach Hargeysa (Somaliland)

Fahrzeit komplett: 9:13 Stunden

 

Zurück nach Äthiopien war härter als gedacht

Auf der Fahrt zur Grenze nach Äthiopien

Auf der Fahrt zur Grenze nach Äthiopien

Sehr früh morgens machen wir uns auf zurück nach Äthiopien. Mit dem Localbus sehr günstig zu einem Platz, von dem wir weiter an die Grenze kommen sollen. Die Zeit drängt und das Auto wird nicht voll. Nach einer knappen Stunde handeln wir einen Preis aus um alleine weiterzukommen und mit niemanden das Auto zu teilen. Die Fahrt zur Grenze zieht sich und vertrauenswürdig scheint unser Fahrer nicht. An einer Tankstelle zahlen wir dann erst mal ¾ des Fahrpreises um überhaupt weiter zu kommen. An der Grenze bleibt er zum Glück genau vor der Immigration stehen und lässt uns raus und möchte gerne mehr Dollars, die er aber nicht bekommt. Der Ausreisestempel ist schnell im Pass und weiter geht es per Fuß über die Grenze. Genauso schnell ist der Stempel im Pass bei der Einreise zu Äthiopien. Jedoch warten wir locker 1½ Stunden bis der Bus nach Jijiga abfahrbereit ist. Auf dem Weg dort hin werden wir dauernd von irgendwelchen Checkpoints überprüft und kurz vor Jijiga darf ich dann meinen kompletten Rucksack im Dreck auspacken. Selbst die Stangen des Zeltes wurden überprüft.

In Jijiga ist es bereits zu spät weiter zukommen und somit müssen wir uns für eine Nacht ein Hotel suchen. Jijiga selbst ist eine unsympathische Stadt und wir sind froh sie am nächsten Tag Richtung Addis zu verlassen.

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Jens

Mein Slogan lautet „Reisen macht süchtig“. In Südafrika infizierte ich mich vor über 10 Jahren mit dem Reise-Virus und seit dem ist das Reisen meine Leidenschaft. Ich bereist gerne unbekannte Länder und schreibe über meine einzigartigen Abenteuer hier im Blog und möchte dich inspirieren selber auf Reise zu gehen.
Ich würde mich freuen, wenn du uns auch bei Face, Twitter & Co. verfolgen würdest.

9 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hi Luder,

    die Bilder kommen mir bekannt vor von meinen Afrika-Work-Trips. Du bist aber Profi, also seih auf der Hut!
    Ansonsten hol Dich raus, Du weißt ich bin immer nur einen Anruf entfernt.

    Viel Spaß weiterhin.
    Grüße Ole

    • Hey Olé Pistole,

      ja das glaube ich dir, dass die Bilder dir bekannt vorkommen. Das mit der Knarre hab ich schon mal gelöst! Meine AK47 kannst du im Erta Ale Post sehen! Falls die Munition ausgeht, rufe ich dich an – oder mal zum Sundowner!!

      See you soon and greetings to the family!
      Cheers Luder

  • Jensi!!! Du machst mich neidisch 😉 So viele Abenteuer!
    Ich kann aber deine Eltern verstehen, dass sie sich sorgen 🙂

    • Hallo Dominic,

      endlich schaffe ich es mal die Kommentare zu beantworten. es ist 4.10 Uhr morgens, es ist heiß im Zimmer und das Internet funktioniert mal! Ja die Abenteuer findet man in Afrika immer wieder, aber du bist selbst Nord-Afrika-Experte und kennst das bestimmt auch. Die Menschen sind nett und die Sonne lacht!! Nächstes jahr müssen wir mal gemeinsam losziehen!
      Grüße nach Berlin 🙂

  • Noch bin ich die einzige die die Beiträge kommentiert , aber wenn ich das ansehe bin ich doch traurig dass manche Menschen so leben müssen . Kann man nichts an der Mentalität ändern ??
    Mudder macht sich viele Gedanken

    • Ja das stimmt mit der Armut. Wenn ich hier die kleinen Dörfer sehe, dann denke ich oft daran, dass es dort keine Zukunft gibt. Aber es schärft auch die Sinne wie gut es uns doch geht.

  • Na ja , dann kehre dem Land den Rücken , denn du hast bestimmt nichts ausspioniert oder ? Ist Somiland nicht offen ?
    Ich weiß ich wohne in Germany
    Sei umarmt
    Eltern

    • Ja der Müll ist wirklich hart. An der Grenze siehst du nur Plasiktüten, oder Bäume voll mit diesen. Leider hat mir ein nicht so gut gelaunter Soldat einige gute Bilder gelöscht…. Naja, dafür hat er mir die Kamera wieder gegeben! 😉

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