Die Wanderung zur Olpererhütte am Schlegeisspeicher bietet wunderbare Aussichten über die Zillertaler Alpen. Der Weg am Stausee führt dich direkt zum bekannten Instagram-Fotospot im Zillertal, der Zillertaler Hängebrücke (Kebema Panoramabrücke). Diese spektakuläre Brücke hat maßgeblich zur Beliebtheit der Tour beigetragen. Ob die Wanderung sich lohnt, finden wir jetzt heraus!
Wanderung zur Kebema Panoramabrücke & Olpererhütte
Die spektakuläre Zillertaler Kebema Brücke (bei Google Maps unter dem Namen Kebema Panoramabrücke zu finden) wartet nur 100 Meter hinter der Olpererhütte auf dich. Die Brücke ist bereits weltbekannt, vor allem durch Instagram. Während des Aufstiegs wirst du schnell merken, dass die Olpererhütte längst kein Geheimtipp mehr ist. An der Zillertaler Hängebrücke herrscht oft reger Andrang, und leider stehen viele Besucher oft direkt im Bildbereich. Hier hilft nur Geduld. Katrin und ich haben uns etwas oberhalb an das Flussufer gesetzt, das Treiben an der Brücke beobachtet und erst einmal unsere Jause genossen. Plötzlich waren wir alleine und hatten die Kebema Brücke für einige Minuten ganz für uns.Der Instagram-Fotospot: Tipps für dein Brücken-Bild

Am Ende der Wanderung zur Olpererhütte wartet das Instgram-Bild auf der Zillertaler Kebema Panoramabrücke
Das Besondere an der Kebema Panoramabrücke ist die Perspektive. Durch einen geschickten Blickwinkel kannst du es so aussehen lassen, als würde die Brücke in schwindelerregender Höhe über dem Schlegeisspeicher schweben. Die beste Zeit für ein Foto an der Zillertaler Hängebrücke ist der Nachmittag oder der frühe Abend zur goldenen Stunde. Warum? Ganz einfach: Morgens steht die Sonne direkt über dem Stausee und scheint frontal in die Linse. Deine Bilder wirken aufgrund des Gegenlichts blasser und die Farben verlieren an Kontrast.
Mein Erfahrungsbericht: Der Aufstieg ab dem Schlegeisspeicher
Direkt am Parkplatz am Ende der Straße des Schlegeisspeichers startete mein Abenteuer. Ich dachte mir: 1,5 Stunden für die Wanderung zur Olpererhütte – das kann ja nicht so schwer sein! Wir folgten der Beschilderung 502. Verlaufen ist hier unmöglich, denn es gibt im Grunde nur eine Richtung: nach oben. Während die ersten hundert Meter noch im Schatten der Bäume verlaufen, führt der Weg nach den ersten Serpentinen fast ausschließlich durch die pralle Sonne. Unterschätze die UV-Strahlung nicht – selbst meine 50er-Sonnencreme kam an ihre Grenzen. 600 Höhenmeter am Stück können fordernd sein. Dank regelmäßiger kleiner Pausen blieb jedoch genug Zeit, um die traumhafte Aussicht auf den Schlegeisspeicher zu genießen. Nach gut 2¾Stunden hatte ich es schließlich geschafft und stand glücklich vor der Olpererhütte. Die Strapazen waren beim Anblick der Zillertaler Alpen sofort vergessen. Lediglich meine Knie machten sich nach dem Abstieg bemerkbar, aber das war nach einem Tag Ruhepause wieder erledigt.
Einkehr in der Olpererhütte: Jause mit Aussicht
Da ich mein Jausenbrötchen bereits während der Wartezeit an der Zillertaler Hängebrücke gegessen hatte, war ich bei der Ankunft nicht mehr besonders hungrig. Während wir uns jedoch ein erfrischendes Radler (das hier konsequenterweise eigentlich „Wanderer“ heißen müsste) bestellten, servierte die Bedienung am Nachbartisch einen Kaiserschmarrn, der fantastisch aussah. Falls du keine eigene Brotzeit im Rucksack hast, wird dich die Olpererhütte bestens kulinarisch versorgen. Die Auswahl reicht von Klassikern wie Almdudler und Tiroler Gröstl bis hin zu Kaffee und hausgemachten Spezialitäten.
Planung & Beste Zeit für die Olpererhütten-Wanderung
Als ich letztes Jahr am 30. Dezember in meiner Unterkunft fragte, ob die Wanderung zur Olpererhütte machbar sei, erhielt ich die Antwort: „Ja, das kannst du versuchen!“ Zum Glück tat ich es nicht, denn es schneite ununterbrochen. Genau ein halbes Jahr später stand ich wieder im Zillertal – diesmal bei bestem Wanderwetter. Ein Mitarbeiter auf der Hütte erzählte mir später: „Im Dezember hatten wir hier 9 Meter Neuschnee. Da kommt man höchstens mit dem Helikopter oder über den Gletscher hoch.“ Rückblickend war der Rat meines Gastgebers im Winter also ziemlich verantwortungslos. Die beste Zeit für die Wanderung zur Olpererhütte ist von Juni bis Oktober. In diesem Zeitraum ist die Hütte in der Regel bewirtschaftet. Je nach Schneelage und Öffnung der Mautstraße sind Wanderungen vereinzelt auch schon ab Mai möglich.
Schwierigkeitsgrad: Wie anspruchsvoll ist die Tour (T2)?
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Wie anspruchsvoll die Wanderung zur Olpererhütte ist, bleibt natürlich subjektiv. Die offizielle Bewertung liegt bei der Kategorie T2 (Bergwandern) nach der SAC-Skala. Ich persönlich fand die Tour technisch unkompliziert, aber durchaus anstrengend. Die Strecke vom Parkplatz beträgt zwar nur 3,7 Kilometer, doch die Zeitangabe von 1,5 Stunden auf den Schildern ist sehr sportlich. Ein durchschnittlicher Wanderer sollte eher 2¼bis 3 Stunden für den Aufstieg einplanen. Du solltest eine gewisse Trittsicherheit mitbringen. Wanderschuhe sind absolut empfehlenswert, um auf dem losen Geröll nicht wegzurutschen und sich zu verletzen. Besonders beim Bergabgehen ist Vorsicht geboten, da man auf den Steinen leicht den Halt verlieren kann.
Packliste & Ausrüstung: Das musst du mitnehmen
Für diese Tour solltest du mindestens einen Liter Wasser im Rucksack dabeihaben. Ich persönlich hatte eine 0,5-Liter-Flasche dabei und konnte sie an kleinen Bächen auffüllen. Aber Vorsicht: Im Hochsommer könnten diese versiegen, da sie hauptsächlich durch die Schneeschmelze gespeist werden. Da der Aufstieg zu über 95 % in der prallen Sonne verläuft, ist Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor unverzichtbar. Zudem gehört eine leichte Wind- oder Regenjacke ins Gepäck, da es auf der Höhe der Olpererhütte schnell windig und kühl werden kann.
Fazit: Lohnt sich der Weg zur Zillertaler Hängebrücke?
Die Olpererhütte und die Zillertaler Hängebrücke sind definitiv einen Besuch wert. Ich persönlich empfand die Wanderung als recht anstrengend und die offizielle Zeitangabe von 1,5 Stunden für den Aufstieg als zu knapp bemessen. Da ich bereits für den Abstieg 1 Stunde und 20 Minuten benötigt habe, solltest du unbedingt mehr Zeit einplanen. Die Fotomotive an der Brücke sind traumhaft, auch wenn der Instagram-Tourismus hier deutlich spürbar ist. Ein Glück, dass man nicht direkt mit dem Auto vorfahren kann – das schützt den Ort vor Ausmaßen wie am Pragser Wildsee. Die Aussicht von der Terrasse der Olpererhütte bei einem kühlen Radler ist phänomenal. Mein Fazit: Fünf Sterne für dieses Erlebnis – eine klare Empfehlung!
Anreise zum Schlegeisspeicher & Parken
Die Anreise erfolgt über die Inntalautobahn A12 (vignettenpflichtig) bis zur Ausfahrt Zillertal. Von dort folgst du der B169 bis hinter Mayrhofen. Bleibe auf der Bundesstraße, bis du nach ca. 25 Kilometern den Parkplatz am Schlegeisspeicher erreichst. Beachte dabei: Die Anfahrt führt über die mautpflichtige Schlegeis-Alpenstraße. Diese ist je nach Schneelage meist zwischen Mitte Mai und Oktober für den Verkehr geöffnet.
Anfahrt mit dem PKW über die Schlegeis-Alpenstraße
Die Schlegeis-Alpenstraße wird ab dem Berggasthof Breitlahner (oberhalb von Ginzling) mautpflichtig. Da die Strecke teilweise einspurig verläuft, wird der Verkehr durch Ampeln geregelt – die Wartezeit kann bis zu 15 Minuten betragen. Die Maut wird direkt an der Kontrollstelle entrichtet. Wichtiger Hinweis: Oft ist die Bezahlung nur in Bar möglich, da EC- oder Kreditkarten aufgrund der instabilen Verbindung im Hochgebirge nicht immer akzeptiert werden. Die Tagespauschale für einen PKW beträgt aktuell € 15,50 [Stand 2026] (Preise können saisonal variieren).
Preise & Öffnungszeiten der Mautstraße
Die Mautstraße Schlegeis-Alpenstraße zum Schlegeisspeicher, die zu dem Parkplatz am Schlegeisspeicher führt ist nur in den Monaten zu den folgenden Zeiten geöffnet:
- Mai von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- Juni von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- Juli von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- August von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- September von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr
- Oktober von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schlegeisspeicher
Du kannst den Schlegeisspeicher und die Olpererhütte auch bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Fahre mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) bis nach Mayrhofen. Direkt vom Bahnhof Mayrhofen bringt dich der Bus 4102 (Christophorus-Linie) hinauf zum Schlegeis Stausee. Die Fahrtzeit beträgt ca. 50 Minuten. Der Fahrpreis liegt aktuell bei ca. € 10,00 [Stand 2026] für die einfache Fahrt. Die genauen Abfahrtszeiten findest du beim Verkehrsverbund Tirol (VVT).
Bilder von der Wanderung zur Olpererhütte & Zillertaler Kebema Panoramabrücke
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Links aus diesem Artikel
- Zur Webseite der österreichischen Bahn
- Zur Webseite des Verkehrsverbund Tirol
- Zur Webseite von der Olpererhütte








hola .buenísima la información..nosotros vamos en abril ..saves si se puede puede subir ?
gracias 🥰….
Hola Verónica,
Hasta donde yo sé, en abril todavía no está abierta la autopista de peaje Schlegeis-Alpenstraße hasta el embalse de Schlegeis. Sólo se puede acceder al aparcamiento del embalse de Schlegeis en los meses:
Espero que te pueda ayudar.
Atentamente
Jens
Kann man im März schon hoch wandern:)?
Die Zufahrt über die Alpenstraße zum Schlegeisspeicher Stausee und dessen Parkplatz ist nur in den Sommermonaten geöffnet. Die Saison beginnt in der Regel Mitte Mai und dauert bis Ende Oktober. Oft ist der 26. Oktober [Staatsfeiertag in Österreich] der letzte Öffnungstag zum Schlegeisspeicher Stausee und natürlich können sich bei Schnee die Öffnungszeit der Schlegeis-Straße verändern. Daher glaube ich nicht, dass du/ihr im März über den Schlegeisspeicher zur Olperer Hütte kommt.
Viele Grüße
Jens
Hallo, danke für den Bericht. Dass der Gasgeber im Dezember meinte: “Das kannst du ja versuchen” kann ich mir nur als Sarkasmus vorstellen, weil ihm und jedem, der in den Bergen aufgeachsen ist, klar ist, dass im Dezember sehr viel Schnee auf 2000hm ist und dass man da nicht eben hochspazieren kann… (ausser es ist ein explizierter, präparierter Winterwanderweg, was aber auf einem solch steilen Weg unrealistisch ist, oder eine Seilbahn)
Hallo Jo,
nach deinem Kommentar habe ich darüber mal nachgedacht, ob das vom Vermieter sarkastisch oder als Witz gemeint war und muss leider sagen NEIN. So wie sie es sagten, war es wirklich ernst gemeint und da es auf den Straßen unten im Tal schon kaum zu fahren war, haben wir es auch nicht mal versucht. Ich war damals schon sehr verwundert über die Aussage. Aber wahrscheinlich wären wir maximal zum Tunnel gekommen und hätten dann umdrehen müssen. Vielleicht wussten sie das und dachten, lasst sie mal versuchen.
VG Jens
Super Bericht über die Wanderung- wollen daraufhin jetzt auch ins Zillertal 🤗 vielen Dank für die umfassenden Tipps – auch fürs fotografieren 📷
Wackelt die Brücke sehr? Wir wandern mit größerem 🦮
Hallo Conny,
vielen Dank für dein tolles Feedback. Als ich da war, waren ein paar Wanderer mit Hund da, die Brücke wackelt schon ein bisschen, zwei Hunde sind rüber gelaufen und einer wollte noch nicht und sie haben ihn dann getragen. Die Brücke ist aber auch nicht lang, vielleicht so 8-10 Meter. Wünsche euch viel Spaß beim Wandern und der tollen Aussicht.
VG Jens
Wow, was für wunderschöne Bilder… *_* Seit wir vorgestern die “längste Hängebrücke der Welt” im Wallis überquert haben, habe ich Blut geleckt. :-D Dieses Exemplar hier sieht aber noch nach einer größeren Herausforderung aus – so ganz ohne Seiten”gitter”, nur mit Seilen… Da kann ich nochmal eine richtige Höhenangst-Therapiestunde einlegen, glaube ich… :-D
Vielen Dank für’s Teilen!
Manu
Hallo Manu,
die Brücke ist nicht so groß und hoch, aber dafür ist der Blick runter zum Schlegeisspeicher und die gegenüberliegenden Berge super. Viel Spaß beim Aufstieg, die Belohung gibt es dann oben an der Brücke und in der Olpererhütte
VG Jens